Wir hatten einige Zeit bevor mein Mann in die Klinik musste ein Gespräch mit der Stationsmanagerin und der Hygienebeauftragten (oder wie das hieß) und da wurde genau erklärt wie alles abläuft und was man zu beachten hat. Zum Beispiel frisches Obst immer zu schälen, was man auf keinen Fall essen darf, dass man möglichst nur neue Sachen mitnehmen sollte oder solche, die frisch gewaschen oder desinfiziert sind, dass jeden Tag die Waschlappen/Handtücher gewechselt werden, man jeden Tag eine neue Einwegzahnbürste bekommt, dass man Dinge, die auf den Boden gefallen sind vor dem benutzen erst mal desinfizieren soll und vieles mehr. Aber ich kann mir vorstellen, dass das heute nicht mehr so streng gehandhabt wird.
Mit dem Essen hat Sevil recht, das ist bei jedem anders und du kannst dir im Rahmen dessen was keimarm und erlaubt ist von deinen Besuchern eingepackte Sachen mitbringen lassen, auf was du gerade Lust hast. Ich hatte damals direkt auf dem Campus eine Angehörigenwohnung gemietet und meinen Mann (unter strengen Hygienebedingungen) Frühstück, Mittagessen und Abendessen gebracht/gekocht. War aber alles vorher mit der Leitung abgesprochen. Das warme Essen musste ich zur Sicherheit nochmal in der Mikrowelle durcherhitzen, aber all das hat wunderbar geklappt. Der Hit war Hühnersuppe mit Suppennudeln, das war das das einzige warme Gericht, das ihm schmeckte und er auch runterbekam, als er mit der Mundschleimhaut Probleme hatte. Suppe ist also auch eine gute Idee zu probieren, wenn vieles andere nicht mehr geht. In Regensburg gab es auf der Isolierstation eine extra Karte und viel mehr Möglichkeiten sich Essen zu bestellen als auf der Normalstation, weil es eben wichtig ist, dass der Patient nicht zu sehr abnimmt.
Allerdings fand ich, dass es einige Patienten damit übertrieben und sich gefühlt nur von Cola, Pommes, Wiener ect. ernährten. Auch wenn es wichtig ist, Dinge zu essen, die einem schmecken und man runterbekommt, braucht der Körper doch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente um sich wehren zu können und gesund zu werden.
Was deine zukünftigen Mitbewohner betrifft, so drücke ich dir die Daumen, dass alles passt. Man kann viel Glück haben aber auch Pech und dann muss man zur eigenen Sicherheit Grenzen setzen oder zur Not auch die Schwestern/Pfleger/Ärzte informieren, wenn sich jemand total unvernünftig verhält. Manchmal ist das aber auch gar keine Absicht, sondern derjenige ist von der Flut der Informationen überfordert und weiß gar nicht, dass er was falsch macht und sich selbst und den anderen gefährdet.
Alles Gute für dich und mach dir keinen zu großen Kopf, es ist wirklich bei den meisten nicht ganz so schlimm wie man sich das vorstellt.
Sunny
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.