Liebe Birgit,
warst Du schon Mal bei den Psychoonkologen am Uniklinik Frankfurt? Ich hatte eine sehr gute Erfahrung. Ganz am Anfang und dann, als ich den Rückfall bekam, hatte ich große Ängste. Die psychoonkologischen Sitzungen haben mir sehr geholfen. Sie sitzen im 11. Stock, wo die Transplantationen durchgeführt werden. Daher haben sie große Erfahrung mit Blutkrebspatienten. Bei Interesse bitte melde Dich und ich sende Dir die Kontaktdaten zu.
Vor ein paar Wochen hat mich jemand aus der Kunsttherapiegruppe des Universitätsklinikums angerufen und fragte, ob ich an Kunsttherapie Interesse hätte. Ich habe bereits ein paar Sitzungen gemacht und finde es großartig. Bitte melde Dich, wenn Du Interesse hast, und ich sende Dir die Kontaktdaten zu. Ich erinnere mich, dass Du Probleme mit der Mobilität hast. Bitte lass mich wissen, ob ich etwas für Dich organisieren kann. Ich bin zweimal die Woche im Krankenhaus.
Im Uniklinik kannst Du auch Ernährungsberatung erhalten. Du musst dafür nicht hinfahren. Ich wurde ein Mal telefonisch beraten und es hat mir gereicht.
Apropos Medikamente, wie andere schon geschrieben haben, gibt es für Dich noch einige Möglichkeiten. Ich habe irgendwo gelesen oder gehört, dass die Therapie viel besser wirkt, wenn die Tumorlast vor Bispesifics (oder CAR-T) gering ist. Vielleicht kommt deshalb PACE in Frage.
Eine Freundin von mir hat Selinexor bekommen. Sie hatte Cilta-Cel CAR-T und ein Jahr später war MM zurück. Dann bekam sie Teclistamab, aber es wirkte nicht. Danach wurde Selinexor geholfen, mit vielen Nebenwirkungen, aber es hielt nicht lange an. Dann bekam sie Talquetamab und es geschah ein Wunder. Manchmal weiß man wirklich nicht mehr und probiert alles aus.
Ich wünsche Dir alles Gute, vor allem viel Gesundheit!
Herzliche Grüße