Meistens wird die Aktivierung der Stammzellen mit Cyclophosphamid und Dexamethason durchgeführt. Warum jetzt bei dir noch Adriamycin (Doxorubicin) hinzugenommen wid, weiß ich nicht. Vermutlich um die Nebenwirkung jedes einzelnen Präparates zu mildern wenn sie geringer dosiert werden können und in der Summe das Gleiche bewirken. Das Dexamethaon und weitere Prämedikationen tragen zum besseren Verträgnis bei. Gegen Schleimhautetzündungen kann man viel Eis während der Infusion schlecken und die Tage danach ordentliche Mundpflege, man bekommt eine medizinische Mundspülung. Blasenenzündung kommt noch vor durch das Cyclo, was aber wieder abheilt und nicht bakteriell ist. Ansonsten wird das Immunsystem geschwächt, was aber schnell wieder vorübergeht und man einige Tage nach der Transplantation Menschenmengen und unhyginische Orte meiden sollte (z.B. öffentliches Schwimmbad oder Sportumkleiden, Kneipen,etc.). Manchmal kommt es aber schon während des Klinikaufenthaltes zu Infektionen, die dann mit Antibiotika oder Aziclovir oder Fungiziden behandelt werden.
Man kann die Aktivierung auch mit einem Hormon ohne Chemotherapie machen. Ist teurer und wurde zum Teil während der Coronaepidemie eingesetzt. Frag danach , ob das bei dir möglich ist ("steady-state" Mobilisierung). Normalerweise ist das aber nur Fremdspendern von Knochenmark zugänglich (Spritze kostet >7000€). Wenn du gesundheitlich bereits angeschlagen bist wäre das vielleicht eine Möglichkeit. Ach ja , die Mobilisierung mit Chemotherapeutika wird so gewählt, dass damit auch auf's Myelom draufgehauen wird, deshalb die 2-fach Strapazen für die autolog zu Transplantierenden
Letzte Änderung: 27 Feb. 2024 18:48 von miregal.