Hallo,
Revlimid, Lenalidomid-Mylan, Lenalidomid-Aristo, Lenalidomid-Zentiva - ich habe sie alle schon durch. Die Kapseln sind mal etwas grüner, mal etwas grauer, mal etwas weniger gelb. Ich schließe schon Wetten mit mir ab, welches Lenalidomid als nächstes dran ist, die Generika-Hersteller sind da ja offensichtlich sehr kreativ in der Namensgestaltung. Und die Techniker Krankenkasse scheint nur noch aus schwäbischen Hausfrauen zu bestehen, die auf jeden Euro-Cent schauen und sparen, was geht. Anscheinend mittlerweile alle wegen Geiz aus Schottland ausgewiesen...
Im Nachhinein denke ich: eine Blindverkostung einer Lenalidomid-Generika-Mischung wäre eine nette Idee gewesen. Bisher habe ich am eigenen Leib keinerlei Unterschiede bemerkt. Nur: Ganz geheuer war mir die Sache anfangs nicht, was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht, wie man im Norden so schön sagt. Da hat der dunkle Bruder des Placebo-Effektes, der Nocebo-Effekt, schon angefangen, in meinen Hirnwindungen herumzutanzen. Nebenwirkungs-Ängste sind gar nicht mal so selten, insbesondere bei uns in Deutschland - Samuel Hahnemann lässt schön grüßen. Das Gemeine am Placebo- und Nocebo-Effekt ist ja: Selbst, wenn man weiß, dass die innere Überzeugung/der Glaube bei der Wirkung/Nebenwirkung einer Substanz eine bedeutsame Rolle spielen kann, tritt der Effekt dennoch ein, was durch Studien hinreichend belegt ist. Also: Gar nicht so leicht mit der "wertfreien" Herangehensweise, das Hirn lässt sich diesbezüglich eben nicht einfach abschalten und ist in diesem Bereich leider so gar nicht rational. Meine Lösung: Ich habe schlichtweg keine. Außer vielleicht die Dr. House-Methode: Einfach mal einnehmen, und schauen was passiert, und das Beste hoffen, meistens kommt es dann ja doch nicht so dicke...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)