Hallo,
wenn man Dir für die erste Zeit nach der ASZT zur Sicherheit eine subkutan zu verabreichende Thrombose-Prophylaxe verordnet, dann ist das eine gute Sache. Ich hatte 2018 eine tiefe Beinvenenthrombose mit einem übel angeschwollenen Bein (kann auch eine Nebenwirkung von Lenalidomid sein). Das tut sehr weh, und ich musste monatelang einen für mich vom Sanitätshaus angepassten Thrombosestrumpf tragen. DAS ist wirklich ein Problem, weil ich den Strumpf beim besten Willen nicht alleine anziehen konnte, auch meine (kräftige) Frau war da ziemlich am Würgen. Und im Sommer macht der vielleicht einen schlanken Fuß, aber erzeugt auch ein unangenehmes warmes Mikroklima, und es fängt an zu Jucken wie Sau.
Leider hatte im Vorfeld niemand mein Thromboserisiko richtig erkannt und man hat gemeint, es reichen die normalen, oralen Medikamente wie ASS 100 zur Prophylaxe aus.
Ich hatte dann damals Einmal-Spritzen, die mit einer Feder ausgestattet waren und wirklich einfach funktioniert haben. Desinfizieren mit Spray, aufsetzen, auslösen, und Zack, war das Zeug auch schon drin. Die Nadeln sind gaaaanz dünn und pieksen nur ein wenig. Ich habe das immer gleich morgens nach dem Aufstehen als erstes gemacht, weil ich sonst 1000 Ausreden für mich hatte, das nicht tun zu müssen, und so habe ich es dann eben manchmal "vergessen". Dadurch wurde die Thrombose natürlich nicht besser, und die Ärztin hat mich dann gehörig zusammengefaltet - zurecht. Bauchfalten sind prima geeignet, wenn Du keine hast, schaff' Dir welche an (Schokolade hilft), manchmal ist auch ein Oberschenkel gut. Ärgerlich sind die kleinen blauen Flecken, die manchmal an den Einstichstellen entstehen, aber Unterwäsche-Modell werde ich sowieso nicht mehr, und nach einer Woche sind die meistens weg. Ich habe immer Pieks für Pieks in einem großen Kreis auf dem Bauch gesetzt, das war lustig anzusehen, wie die kleine Flecken unterschiedliche Farben entwickelten, also von rot zu blau über grün bis weg.
Also: da musste durch, aber das schaffst Du, es wird mit jedem Pieks einfacher und dann Routine.
Nach zwei Monaten durfte ich dann aufgrund meiner guten Blutwerte wechseln zu Eliquis (oder Apixaban) 2,5 mg 1-0-1. Guter Stoff, nehme ich jetzt seit 6 Jahren, funzt einwandfrei...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)