Hallo, Mops,
ich würde auch erstmal die konservative Variante mit Physiotherapie und vorsichtigem Muskelaufbau ausprobieren, bevor ich einen chirurgischen Eingriff durchführen lassen würde. Bei mir wurde seinerzeit ein Fixateur-Interne an die Wirbelsäule eingebaut, aber ich hatte auch noch genug Material an den meisten Wirbelkörpern. Ein Wirbel war durch ein Plasmozytom ziemlich zerstört, aber die anderen Wirbel war noch intakt genug, also ging das. Zur OP selbst kann ich nur sagen: schon im Aufwachraum ein großes Aua. Da hatte ich noch 4 Wochen was davon mit erhöhtem Schmerzmitteleinsatz, Tilidin ohne Ende.
Leider braucht der konservative Weg Zeit und Geduld und eben auch Schmerzmittel, sonst hält man die Bewegungen nur schlecht aus. Wenn das MM aber erst jetzt gut zurückgedrängt werden konnte, dann haben ja auch erst jetzt die Osteoblasten mal die Chance, endlich mal wieder Knochenmaterial aufzubauen, ohne das die Osteoklasten sie andauernd ausbremsen. Leider dauert der Aufbau von natürlichem Knochenmaterial auch viele, viele Monate.
Bezüglich der Mobilität mit dem Rollator: Wenn ich das richtig verstanden habe, muss Deine Mutter sich vor allen Dingen aufstützen. 5 km schafft sie mit dem Rollator - das ist schon eine Hausnummer, Hut ab, da ist sie doch mindestens eine Stunde unterwegs. Motivation ist also vorhanden. Wenn Deine Ma nicht sturzgefährdet ist oder so, geht statt ein Rollator mit 4 kleinen Räder vielleicht auch ein Gefährt mit zwei etwas größeren und daher geländetauglicheren Rädern. Ich bin damals vom Rollstuhl über den Rollator in vielen Monaten bis zum Stock gekommen, damit komme ich so 1-2 km weit. Aber für längere Strecken nehme ich dann gerne meinen Tretroller. Auf den kann ich mich prima aufstützen, der sieht nicht so "behindert" aus, und ich komme schneller und weiter als mit meinem Rollator, wenn es mal leicht bergab geht, stelle ich mich da drauf - das Ding hat zwei Handbremsen. Und auch unebenes Gelände wie z.B. gute Waldwege packt das Gefährt wegen der großen Luftreifen. Wohlgemerkt: es ist nicht so ein Scooter mit kleinen Hartgummi-Rädern gemeint. Schau für ein Beispiel mal unter
www.tretroller-laden.de/marke/mibo-tretroller
Aber das solltet ihr unbedingt praktisch ausprobieren, denn die Dinger sind leider teuer, und die Kasse zahlt das nicht. Vielleicht gibt es irgendwo bei euch in der Nähe einen Fahrradladen, der so etwas in seinem Sortiment hat. Ich habe meinen damals im Urlaub in Berlin gekauft, da durfte ich den Probefahren. Ich habe vor meiner Erkrankung auch viel Sport gemacht, Rennradfahren und Schwimmen, geht alles nicht mehr wegen Teillähmungen der Beine, aber der Roller macht mir einfach Spaß...
Alles Gute