Hallo, Angelika,
ich war für meine Autologe Stammzelltransplantation in Erlangen auf der d2/d3, das war im September 2019, also noch vor Covid-19. Die haben dort nur 5 Einzelzimmer mit Isolierschleuse und Sterilbelüftung, in so einem Zimmer war ich mal 2018 eine Woche stationär mit einer richtig üblen Infektion, die sind also für die wirklich gefährdeten Patienten reserviert.
Ich war dann für die ASZT 17 Tage im Doppelzimmer, mein Zimmer hatte ich einige Tage allein (langweilig), dann hatte ich einen netten "Raumteiler". Wichtig in der kritischen Zeit ist auch, dass vor allen Dingen andere Personen sehr aufpassen müssen, die nannten das auf Station damals "Gegenisolation". Da gab es ein fettes Schild an der Tür, auf dem geschrieben stand, dass vor dem Betreten des Zimmers das Stationspersonal verständigt werden muss. Das habe ich dann immer mal wieder kontrolliert, ob das Schild noch hängt. War blöd für die Angehörigen meines Raumteilers, die mussten dann immer eine Maske tragen, in anderen Zimmern habe ich auch gesehen, dass Angehörige zusätzlich so eine Art Plastikschutz über ihre Kleidung bekommen haben. Das Reinigungspersonal kam damals IMMER mit Maske rein, zum Durchlüften wurden aber auch schon mal das Fenster UND die Tür geöffnet, da habe ich mich immer unter der Bettdecke verkrochen.
Ja, was kann man mitnehmen? Ich hatte meinen E-Book-Reader dabei, aber zum Lesen war ich zu gaga. Also ich kann nur sagen: mich haben mein IPad und mein Handy über die schwere Zeit gebracht, das WLAN in Erlangen war 2017 ganz gut, musste man damals täglich für 1 Euro kaufen, für Videotelefonie über WhatsApp hat es gereicht. Ich habe viele Hörbücher über Youtube gehört, mehr ging häufig nicht, ich war oft müde. Um meine Endgeräte auch Nachts mal benutzen und aufladen zu können (wenn ich nicht schlafen konnte), hatte ich noch eine Powerbank dabei. Ein Kopfhörer mit Klinkenstecker ist wichtig, ggf. auch für einen Fernseher. Ich hatte noch so ein spezielles Gewürzsalz dabei, aber das habe ich nicht gebraucht, weil ich sowieso kaum was essen konnte. Wenn Du Schwierigkeiten mit dem Schlafen hast, kannst Du mal nachfragen, ob Du Dein eigenes Kopfkissen mitbringen kannst. Ich durfte das damals (keine Ahnung, ob das legal war), aber das hat mir schon sehr geholfen (ich nehme das aber auch wirklich überall mit hin, auch in den Urlaub

. Mitgebrachtes Essen wurde nicht gern gesehen, aber Kekse waren ok.