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miregal antwortete auf Doxorubicin
31 Juli 2023 06:33 - 31 Juli 2023 06:36
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Hallo Heidemarie,
ich glaube du verwechselst die Apharese mit der Hochdosischemo / Stammzelltransplantation. Also es geht in der A. darum, bestimmte Zelltypen aus dem Blut durch Zentrifugieren zu extrahieren. Bei einer bevostehenden Hochdosischemo sind das Stammzellen. Bei der CAR Therapie T-Zellen, also ausgereifte Leukozyten. Normalerweise befinden sich keine oder nur geringe Mengen der genannten Zelltypen im Blutkreislauf, sondern sie sitzen im Knochenmark bzw Milz. Duch spezielle Hormone oder eine Chemomobilisierung vemehren sie sich sehr stark und werden in die Blutbahn ausgeschwemmt. Dort kann man sie dannn einigermaßen sortenrein "abfischen". Und hier liegt das nächste Problem: es ist nicht 100% möglich, nur diesen einen Zelltyp herauszufiltern. Deshalb muss bei der Stammzelltherapie vorher die Myelomzellen zurückgedrängt werden, um die Gafahr zu veringern, dass sich noch Kebszellen in der gewonnenen Zellsammlung befinden. Bei den t-Zellen spielt das aber keine Rolle, weil sich diese nach der gentechnischen Modifkation ohnehin sofort auf die Kebszellen stürzen würden.
Es gibt 3 Gruppen von Cart-Zellen Sie sind enzweder gegen CD38 (Daratumab, u.a.), SLAMF7 (Elotuzumab) oder BCMA (z.B. Belrantamab) gerichtet. In Klammen das jeweilig "analoge" Einzelpräparat (Antikörper). Wenn es das jeweilige Einzelpräparat nicht geschafft hat, das Myelom zurückzudrängen, wir es die jeweilige Car-Therapie auch nur schwer können. Wegen der ernormen Kosten (6-stellig) wird das dann auch nicht in Erwägung gezogen .
Man kann wie Jockel schon schrieb mit potenteren Imids( Revlimid und Pomalidomid) und Proteasomenhemmer (Carfilzomib)durchaus noch das Blatt wenden, ohne gleich auf die neueren bispezifischen Antikörper auszuweichen, die auch ihre Tücken haben. Und auch eine Kombination 2er BI-AK zeigt ähnliche Ergebnisse wie die Cart Therapien. Ist aber noch in Studien .(s.o. unter Studien)
Letzte Änderung: 31 Juli 2023 06:36 von miregal.

Jockel258 antwortete auf Doxorubicin
30 Juli 2023 22:12 - 30 Juli 2023 22:13
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Hallo Heidemarie,
meinen Verlauf ist ähnlich.
Bei mir wurde an dieser Stelle mit Carfezomib/Imnovid/Dexamethason weitergemacht, mit bis dahin bestem Ergebnis.
Diese Kombi musste aber erst von der Krankenkasse genehmigt werden.
Allerdings gingen die Leichtketten sofort wieder hoch, wenn ich nur zwei Wochen Pause gemacht habe.
Das ganze ging ein halbes Jahr lang und dann gab's zwei Mal SZT Würzburg.
Wenn du das alles durch hast, bist du qualifiziert für CarT-Zellen.

Liebe Grüße, Jockel

Wer Tippfehler findet, darf sie behalten

Körper sind vergänglich, Seelen nicht.
Letzte Änderung: 30 Juli 2023 22:13 von Jockel258.

Herta2.0 antwortete auf Doxorubicin
30 Juli 2023 21:03
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Hallo,

Schön von BB zu hören - natürlich weniger schön, wie der aktuelle MM-Status ist 😣

Diese Salvage-Therapie (Doxo, Dexa, Dara, Lena und Bortezomib) drückt meine Kappa-Leichtketten auch nicht runter … nach 2maliger Gabe mit 14tägiger Pause liegt mein Wert erneut bei 1.700 und damit bin ich weit entfernt eine ordentliche Stammzellenentnahme machen zu können 🙄
Also, wird Würzburg morgen eine noch härtere Gangart einschlagen… leider bin ich nicht so im Thema wie miregal oder so manch anderer Teilnehmer, deshalb graut mir schon vor einer neuen eventl. 7facher Chemo-Immuntherapie .
Ich hatte so gehofft, dass nach diesen 4 Wochen endlich die Stammzellenentnahme und anschließend eine autologe SZT gemacht werden kann und dann vielleicht eine Therapie Pause zum Durchatmen 🤔🤔🤔!!!

Kann man eigentlich auch ohne Apherese eine CAR-T Zellen Therapie machen ?

Ich wünsche allen einen noch schönen, langen Sommer 🕶️🍉!!

Heidemarie

BB antwortete auf Doxorubicin
21 Juli 2023 14:41
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Hatte nicht gesehen, dass hier weiter geschrieben wurde.

Mittlerweile musste ich die Therapie aus dem Eingangspost doch über mich ergehen lassen - allerdings nur an 4 Tagen. Haare sind nicht ganz weg, aber ich sehe sehr gerupft aus...
Der Grund warum es zu der 4-Tages-Chemo kam: ich hatte einen zweiten Zuwachs an der Wirbelsäule, den ich diesmal doch bemerkt hatte. Konnte meine rechte Hand nicht mehr normal benutzen - Schreiben war kurz vor Therapiestart nur in Zeitlupe und krakelig möglich.
1 Woche nach der Chemo konnte ich nichts mehr essen - Speiseröhre war vom vorherigen Bestrahlungsblog noch beleidigt und die Chemo hat die Schleimhaut gerade an der Stelle massiv angegriffen. Kurz darauf erhöhte Temperatur. Weil ich mich vor Schmerzen nicht mehr Rühren konnte und trotz nichts essen nur am übergeben war, hatte ich mich dann stationär angemeldet.

Insgesamt war ich - mal wieder - 1 ganzen Monat in der Klinik. Speiseröhre auskurieren, Leuko-Tief aussitzen. Diesmal allerdings mit den Komplikationen, die man so kennt: Lungenentzündung, Darminfekt inkl. Chlostridien.

Leider muss man deutlich sagen: selbst wenn ich hinter CAR-T stehen würde: die Therapie kommt zu spät für mich. Als das im Gespräch war, ging ich davon aus, dass meine Ärztin den Antrag schon längst gestellt hat. Hat sie nicht - mit meinen damaligen Blutwerten unmöglich und die Zeit zum Antikörper war auch zu kurz. Jetzt ist es so: bis der Antrag gestellt werden würde, genehmigt wird und bis man weiß, ob man diesmal genug Zellen gewinnt - ich müsste die Zeit bis dahin schon wieder mit Chemo überbrücken. Heißt: wieder wochenlang Krankenhaus. Mal ganz davon abgesehen, dass mein Knochenmark wohl so geschädigt ist, dass jeder Arzt mit einem sehr langen Leuko-Tief gerechnet hat. Ich wusste allerdings nichts davon...
Das ist für mich langsam kein Zustand mehr Zeiten mit Chemos zu überbrücken. Das war jetzt eine Ausnahme weil aktue Lähmungsgefahr bestand. Aber wenn ich sehe was für Komplikationen "normal" sind, da wird mir wirklich anders.
Im Krankenhaus hatte ich dann auch noch 10 kg Wasser eingelagert - es ist immer noch in den Füßen vorhanden. Turnschuhe zu eng - Crocs zu weit. Selbst die Diabetikersocken schneiden ein. Kann mich aktuell nur mühsam fortbewegen, die Luft fehlt nach wie vor von der Lungenentzündung. Und wie lange ich meine Ruhe habe mit der abgeschwächten Chemo - keiner weiß das. Im Moment einfach nur eine sch... Situation.
Auf meine Nachfrage nach dem Wachstumshemmer von den Brustkrebspatienten hat vor etlichen Monaten keiner reagiert. Carfilzomib hat gar nichts gebracht. Stattdessen besteht Dr. Knop in Nürnberg mehr oder weniger auf CAR-T. Als ich ihn Anfang 2022 nach meinen Mutationen gefragt hatte, sagte der zu mir "machen Sie sich keine Sorgen. Die Mutationen sind kein Problem bei der Behandlung. Ich habe schon viel krassere Sachen gesehen." Und jetzt? Jetzt erlebe ich meine damals zusammengetragenen Infos bezüglich der Mutationskombination am eigenen Leib - die vom Professor runtergespielt wurden.

Heidemarie, ich wünsche dir einen guten Behandlungserfolg. Bei irgendwem muss doch mal was helfen...

miregal antwortete auf Doxorubicin
10 Juli 2023 21:07 - 10 Juli 2023 21:11
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Bevor man Stammzellen sammeln kann, muss die Tumorlast hinreichend reduziert werden, da die Apharese, also die Stammzellgewinnung nicht 100% sortenrein erfolgen kann. Wenn dann Tumorzellen im Transplantat enthalten sind, bringt die Prozedur nicht viel, da die Krebszellen schneller nachwachsen wie das gesunde Knochenmark. Auch wenn es lästig ist, am Anfang muss man ordentlich draufhauen, um eine Chance zu haben den Krebs in den Griff zu bekommen. 5-fach Therapie geht weit über das üblche Maß hinaus, die Chancen stehen da sehr gut. Freue dich, wenn du es soweit einigermaßen ertragen kannst. Haare gehen bei der Transplantation bzw. der vorherigen Hochdosischemo eh aus, also was solls (leicht gesagt, ich habe auch seeehr mit mir gehadert das alles machen zu lassen). Evtl. Kann man mit Badekappe und Coolpacks bzw Eiswürfeln den Haarverlust etwas hinausverzögern.
Letzte Änderung: 10 Juli 2023 21:11 von miregal.

klein Grisu antwortete auf Doxorubicin
10 Juli 2023 20:32 - 10 Juli 2023 20:33
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Hallo Heidemarie

für die Stammzellgewinnung muss die Produktion der Zellen angeregt werden und diese müssen vom Blut ins Knochemark ausgeschwemmt werden, damit man sie sammeln kann.

es gibt verschiedene Methoden Stammzellen zu mobiliseren
- medikamentös nur mit G-CSF Wachstumsfaktoren
- Chemotherapie mit G-CSF Wachstumsfaktoren
- zusätzlich Gabe von Plerixafor bei schlechter Mobilisierung

Details dazu findest Du in den Grundlagen: Leitlinien zur Stammzellapahrese www.myelom.org/grundlagen/medizinische-l...tlinie-zur-aszt.html
auch sehr lesenwert der Patientenratgeber zur Stammzellmobilisierung Plerixafor www.myelom.org/component/jdownloads/?tas...id=22&m=0&Itemid=101

In der Medizin gibt es keine Garantie, die Salvagetherapie die Du jetzt bekommst ist seeehhhhrrr potent und darauf solltest Du bauen. Sich jetzt Gedanken darüber zu machen "was ist wenn ..." bringt nix.
Versuch dein Kopfkino auszuknipsen und dich Schönerem zu widmen.

Sonnige Grüße

Markus
Letzte Änderung: 10 Juli 2023 20:33 von klein Grisu.