Hallo Heidemarie,
ich glaube du verwechselst die Apharese mit der Hochdosischemo / Stammzelltransplantation. Also es geht in der A. darum, bestimmte Zelltypen aus dem Blut durch Zentrifugieren zu extrahieren. Bei einer bevostehenden Hochdosischemo sind das Stammzellen. Bei der CAR Therapie T-Zellen, also ausgereifte Leukozyten. Normalerweise befinden sich keine oder nur geringe Mengen der genannten Zelltypen im Blutkreislauf, sondern sie sitzen im Knochenmark bzw Milz. Duch spezielle Hormone oder eine Chemomobilisierung vemehren sie sich sehr stark und werden in die Blutbahn ausgeschwemmt. Dort kann man sie dannn einigermaßen sortenrein "abfischen". Und hier liegt das nächste Problem: es ist nicht 100% möglich, nur diesen einen Zelltyp herauszufiltern. Deshalb muss bei der Stammzelltherapie vorher die Myelomzellen zurückgedrängt werden, um die Gafahr zu veringern, dass sich noch Kebszellen in der gewonnenen Zellsammlung befinden. Bei den t-Zellen spielt das aber keine Rolle, weil sich diese nach der gentechnischen Modifkation ohnehin sofort auf die Kebszellen stürzen würden.
Es gibt 3 Gruppen von Cart-Zellen Sie sind enzweder gegen CD38 (Daratumab, u.a.), SLAMF7 (Elotuzumab) oder BCMA (z.B. Belrantamab) gerichtet. In Klammen das jeweilig "analoge" Einzelpräparat (Antikörper). Wenn es das jeweilige Einzelpräparat nicht geschafft hat, das Myelom zurückzudrängen, wir es die jeweilige Car-Therapie auch nur schwer können. Wegen der ernormen Kosten (6-stellig) wird das dann auch nicht in Erwägung gezogen .
Man kann wie Jockel schon schrieb mit potenteren Imids( Revlimid und Pomalidomid) und Proteasomenhemmer (Carfilzomib)durchaus noch das Blatt wenden, ohne gleich auf die neueren bispezifischen Antikörper auszuweichen, die auch ihre Tücken haben. Und auch eine Kombination 2er BI-AK zeigt ähnliche Ergebnisse wie die Cart Therapien. Ist aber noch in Studien .(s.o. unter Studien)
Letzte Änderung: 31 Juli 2023 06:36 von miregal.