das deckt sich mit dem was ich neulich hier im Forum schon geschrieben habe. Die RIC Allo wird individuell an den Patienten angepaßt um das Risiko der Frühmortalität nicht höher als 20 % werden zu lassen.
Ohne die RIC Alllo kämen nur Patienten bis 50 (max 55Jahre) zu einer allogenen Transplantation. Mit der RIC Allo kommen auch Patienten bis zu einem Alter von 65 in Frage und vor allem welche die schon 2-3 autologe hinter sich haben.
Das Problem ist eben, daß die meisten Angst vor den Risiken der RIC Allo haben und diese so lange wie möglich hinausschieben. Zuerst werden alle anderen Optionen ausprobiert und wenn dann garnichts mehr greift wird als quasi letzte Option die RIC Allo riskiert.
Und dann sind die Erfolgsaussichten (wie Prof. Einsele ja auch sagt) suboptimal -um es mal elegant auszudrücken.
Wenn man nach der autologen SZT eine CR erreicht hat ist es sehr schwer sich gleich anschließend für eine RIC Allo zu entscheiden, da wartet man doch lieber ab, wie lange die CR anhält.
Aber wenn jemand drastische Risikofaktoren hat (z.B. t 4-14, Del 17p , sehr hohes B2M u.s.w.) und nach den Induktionszyklen keine CR erreicht und bei der folgenden autologen SZT auch nur in eine PR und nicht in CR kommt, dann ist schon ernsthaft eine anschließende RIC Allo zu überlegen anstelle einer 2. autologen SZT.
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com