Danke für die Antworten, das ein oder andere ist wirklich dabei, mir dem ich was anfangen kann

Dass Ärzte eine klare Klartextansage brauchen, war mir so noch nicht klar. Evtl. fehlt´s wirklich an der Ausbildung.
Ich hatte das Argument mit meinem schlechten Gefühl bei der geplanten Sache einfach mal testen wollen. Bin selbst sehr auf Ehrlichkeit bedacht und fühle mich schon mit kleinen Notlügen nicht wohl. Hat nicht funkioniert so zu kommunizieren und das habe ich auch selbst gemerkt...
Allerdings ist es auch nicht so, dass ich die HD nicht klar abgelehnt hätte. Da fielen die Ärzte schon aus allen Wolken und jeder hat mich zum Kollegen geschickt zum überreden.
Ich hatte unter Vorbehalt der Stammzellsammlung zugestimmt. Hatte das auch mehrfach sowohl beim einen als auch beim anderen Doc gesagt "Ja, ich sammel die Zellen. Nur damit wir was haben, falls ich es mir in einigen Jahren anders überlegen sollte." Nachdem eine erneute Stammzellsammlung ins Haus steht, scheinen die Gespräche "vergessen". Und jetzt werden die Statistiken auf den Tisch geknallt - die brauchte man vorher offensichtlich nicht zum gegenargumentieren.
Zum Nein wegen der HD hatte ich auch gesagt, dass es für mich alle Zeit, die nach der Plasmazellleukämie kam, geschenkte Zeit ist. Und die würde ich gern mit maximaler Lebensqualität haben. Für mich ist das keine Lebensqualität, zu wissen, dass ich 2x4 Wochen im Krankenhaus liegen muss. Mit anschließender Reha, noch mehr "kranker" Zeit (ich möchte wieder arbeiten gehen!) bis ich - hoffentlich - irgendwann wieder den Gesundheitsstand habe, den ich vor diesen 2 Phasen hatte.
Für eine eventuelle behandlungsfreie Zeit, deren Länge mir niemand garantieren kann - und geheilt bin ich trotz der Strapazen nicht.
Ich nehme, was ich mit relativ wenig "Aufwand" auf dem aktuellen Stand halten kann.
Der Onkologe vor Ort meinte dazu nur: er hat eine völlig andere Sicht dazu. Für ihn wäre es keine Lebensqualität immer wieder neue Zyklen zu machen und 2x in der Woche deswegen zum Arzt zu fahren.