Hallo,
es ist ja bekannt, dass Velcade sehr schnell und sehr wirksam ist, aber mit betraechtlichen Nebenwirkungen. Aber sehr oft ist es leichter, damit in eine CR zu kommen und dann bald die SZT zu machen.
Meine Erfahrung...Juni bis November 08 Thal+Dex Induktion, die LK im Urin fielen von 1400 auf 150 und stiegen im Oktober langsam wieder an, im Dezember wurde beschlossen, Velcade einzufuegen, nach der 1. spritze im 1. Zyklus fielen die LK ganz schnell, nach dem 1. Zyklus schon in CR. Nebenwirkungen, erhoehte Muedigkeit, infektanfaellig und Neuropathien, ziemlich stark, aber ich denke, die 6 Monate Thal und dann Velcade dazu hat diese so stark ausbrechen lassen. Der zweite Zyklus war dann reduziert aufgrund der erreichten CR.
Im Nachhinein muss ich sagen, es waere vielleicht besser gewesen, noch Zyklen hinzuzufuegen, da dies vielleicht die Plasmazellen in den Knochen vollstaendig zerstoert haette.
Es folgt die erste SZT im Maerz 09 aber im August war meine PET positiv, in verschiedenen Bereichen der Rippen, Schulter und Brustbein scheint noch Aktivitaet zu sein.
DIe 2. autologe im Okt. brachte auch keine Verbesserung.
Also dass verschieden Zyklen Velcade "verabreicht" werden, hat schon seine gewisse Logik, es geht darum, das schnell erreichte auch zu sichern.
Aufgrund der Nebenwirkungen ist es ja auch schwierig, Velcade in der Erhaltung einzusetzen, obwohl es ja gerade bei Knochenproblemen sehr wirksam ist.
Revlimid "entfaltet" sich dagegen ja langsam, aber scheinbar nachhaltig, aber eine griechische Studie hat gezeigt, dass es bei Knochenproblemen keine Verbesserung bringt.
Also das muesste man schon gezielt einsetzen, individuell, und nicht die Patienten einfach in die gerade laufenden Studien einzusetzen und dann mal schauen...
also so sehe ich das
Sergio