Liebe Undine,
bezügl. Dauertherapien möchte ich gerne auch etwas sagen.
Als meine Mutter damals 2010 die Diagnose bekam hatten wir null Ahnung was MM bedeutet, geschweige denn was eine " richtige" Therapie sein könnte???? Ich hatte in meiner Verzweiflung das Forum hier gefunden. Alle rieten mir/uns die Hochdosis zu machen. Ein wichtiger Ansprechpartner war damals Rudi. Er hat mir immer Mut gemacht. Mein Bauchgefühl sagte mir damals, man bedenke,es gab noch garnicht sooöooo viele Optionen, Nein zur SZT. Ihr kennt die Geschichte und denn weiteren Verlauf meiner Mutter. So oft dachte ich, oh man, wie stark lassen sich hier viele therapieren? Das kann nicht gut gehen. Ich bildete mir ein, das eine doppelte SZT den Körper und das Imunsystem derart schädigt, das dann zwar das Myelom kurzzeitig zurück gedrängt ist, aber das war es mit der weniger harten Therapie meiner Mutter, welche auch schön nicht ohne war auch so. Wie kann das die Therapie aller Therapien sein? Auch bei dieser Therapie bleiben Zellen übrig. Und auch hier kommt es meist zum Rückfall. In meinen Beobachtungen habe ich festgestellt, das sehr wenige lange Ruhe hatten. Sehr wenige. Sehr viele hatten bereis nach 2-3 Jahren das Rezidiv. Und dann wurden alle gängigen Therapiemöglichkeiten ausgereizt. In Verbindung mit Bluttransfusionen usw. Zum Schluss ging dann garnichts mehr. Auch ist mir aufgefallen, das es nicht das Ziel sein darf, alle Werte bis aufs Kleinste im Normbereich zu haben.. Ganz lange kann es auch ohne sofortige Therapie gut gehen. Siehe Almish. Meine Mutter lebte fast über 9 Jahre mit steigenden Werten mit dem Myelom. Wegen der Lungensepsis fing man wieder an zu therapieren. Meine Feststellung hierzu: während der Lungensepsis Werte gestiegen. Vor Beginn der Therapie wieder beim Ausgangspunkt der 9 Jahre. .Ja und gleich wieder volle Pulle die VMP Therapie.....Nein. Wegen der schlimmen Neuropathin...Nein. Revlimid 10mg mehr nicht. Es funktioniert. Bis jetzt und hoffentlich noch ganz lange. Klar Dauertherapie.....Schmerzen,Durchfall usw. Aber es ist nicht immer und so lebt man damit. Es tut mir so leid Und ich denke, wenn ich sie doch nur von dieser blöden Tablette befreien könnte. Widerrum muss man froh und dankbar sein, das es bisher gut funktioniert.
Liebe Undine, es tut mir schrecklich leid was du gerade durchmachst. Es ist so, das man in solch einer Situation denkt, so jetzt hat es mich also erwischt. Nun steh ich mit dem Rücken zur Wand. Nein Nein Nein. Du kennst mich ja lange genug. ICH würde mich jetzt auf Pomalidomit konzentrieren. Dazu wirklich ein Bifi und Bestrahlungen. Das Pomalidomit ist denke ich von den NW her garnicht so schlimm und die meisten vertragen es gut. Bei Revlimid steht soviel Mist an NW drin, das einem Angst und Bange wird. So auch bei Poma. Aber alles wird gut gehen. Bitte verzweifle nicht. Du bist mit den Knochen so schlecht dran, das ist das schlimme. Schritt für Schritt gehst du das jetzt an. Du wirst jetzt im Rollstuhl schöne Weihnachten haben und Dein Bein, Hüfte und Co nicht belasten. Und dann gehst du es an, wie immer ....tapfer, mutig und weinend. Aber am Ende wird es besser. Wichtig ist das Du bald schmerzfrei wirst oder das es erträglich ist...Du weisst schon. Ich denke immer an Dich.
Hoffe ganz bald auf gute Nachrichten.
Ganz liebe Grüße
Jeanny