Lieber Jörg,
ich war im Sommer 2018 da, wo Du jetzt bist. Danach gab es eine Stammzellentnahme im Januar und daach zwei Transplantationen.
Beides hat mir geholfen, ein derzeit unbeschwertes Leben zu führen, wenn man von den Schmerzen aufgrund zerbröselter Wirbel absieht (die waren 2018 aber schon zerbröselt).
Die Behandlung selbst war in Summe eher lästig als schwierig. Das unangenehmste war bei der ersten Behandlung, dass ich eine üble Entzündung im Mund-Rachenraum bekommen habe, derentwegen ich auch nicht mehr essen wollte. Das hat etwa 3 Wochen nachgewirkt, ist aber derweil ok. Schuld war ich womöglich selbst, weil ich die Mundspülungen und sonstigen Maßnahmen zur Mundhygiene nicht so im Exzess betrieben habe, wie gemeinhin empfohlen.
Wenn Du über Heidelberg behandelt wirst, bist Du sicher in guten Händen. Die Experten dort wetteifern mit Würzburg (da bin ich) um die "Pole Position" bei der Behandlung des MM in Deutschland. Ich denke, wir sind gut beraten, den Empfehlungen dieser Gurus ohne große Bedenken zu folgen und jedenfalls nicht bei den Dres. Yahoo und Google nach besseren Wegen zu suchen.
Grüße
Peter
Diagnostiziert Sommer 2018 in Hamburg. lgG Lambda, ISS II, genetisches Hochrisiko wg. TP53/17p Deletion, multiple Osteolysen und 4 gesinterte Wirbel, Plasmazellinfiltration 70%
Therapie:
08/18-11/18 4 Zyklen VCD
11/18 und 12/18 2 Zyklen PadRev (seitdem Würzburg)
1/19 Stammzellmobilisierung
2/19 und 5/19 Hochdosistherapie mit Melphalan
10/19 und 11/19 Konsolidierungstherapie Pad- Pom-Dara
2/20 und 03/20 weitere Konsolidierung mit Pad-Pom-Dara zwecks Erreichung MRD Negativität
06/20 Nach KMP MRD-Negativität bestätigt ---b.a.w
Seitdem 1x tägl. 10mg Revlimid
Letzte Änderung: 29 Nov. 2021 11:33 von Peterchen.