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carina antwortete auf Es ist zum Verzweifeln!!!
24 Juni 2010 11:10
  • carina
  • 0 Beiträge seit
    02 August 2026
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hallo minien,
es ist, als ob ich wieder im KH wäre. Denn genau so ging es mir auch. Ich hätte die Fenster einschlagen können!!!!!!!!!!!Aufgrund der vielen verschiedenen Antibiotika die ich auch bekommen hatte, hatte ich enormen Durchfall und Übelkeit etc. Bei mir hatte man den Noro-Virus in Verdacht und dementsprechend wurde auch das Zimmer desinfiziert. Danach war mir von dem Geruch komplett schlecht............. Soviel zu den Ausbrüchen deines Vaters.
Warte die Blutergebnisse ab und schau dann nach wie hoch der CRP-Wert ist. Und ist bei deinem Vater mal der pp65 oder der Herpes Virus getestet worden?. Ich weiss Fragen über Fragen. Aber da ihr euch bis jetzt gut betreut gefühlt habt, solltet ihr den Kopf nicht hängen lassen. Walter hatte ja schon geschrieben, die Ärzte haben aufgrund der Aplasie gar keine andere Möglichkeit als zig Antibiotikas zu testen.
Also bitte nicht verzagen.
LG Andrea.
P.S. So schlecht gings mir nur nach den autologen - nichnach der allogenen!!!!!!

sergio antwortete auf Es ist zum Verzweifeln!!!
24 Juni 2010 11:06
  • sergio
  • Offline
  • 479 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
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Hallo miinien,
dieses Gefuehl, dass dein Vater beschreibt kenne ich auch, es ist nicht leicht und ich denke, dass es fuer "aeltere" Patienten auch schwieriger ist. Es braucht aber viel Geduld, man vergisst auch diese Tage schnell wieder...
bei meiner ersten autologen kam auch Fieber und die haben auch Blutkulturen angelegt und das dauert eben einige Tage..., im KH ist er aber besser aufgehoben als wenn das im nachhinein zu Hause passiert waere.
Ich wuensche Euch und deinem Vater besonders, dass er sich eben auch mental auf diese neue Situation einstellen kann, es braucht viel Zeit und jeder Tag der problemlos dann verlaeuft ist ein kleiner Schritt zurueck in die "Normalitaet"

Sergio

WalterB antwortete auf Es ist zum Verzweifeln!!!
24 Juni 2010 09:45
  • WalterB
  • 0 Beiträge seit
    02 August 2026
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Hallo Miinien,

Zum Glück habe ich so etwas selbst noch nicht erlebt, aber ich
weiß, dass bei Fieber in den meisten Fällen (90%) die direkte
Ursache nicht gefunden werden kann, da sie ja überall im Körper
sein kann.
Deswegen wird in der Regel ein bestimmtes Schema des
Antibiotikawechsels angewand, um irgendwann ein wirksames
Antibiotikum zu finden. Ist ein bisschen wie Lotterie, aber meistens
nicht anders möglich.
Wenn man Glück hat, geht in der Zwischenzeit die Aplasie-Phase
vorüber und der Körper kann selbst gegen den Infekt angehen.
Ich kann euch nur Geduld und alles Gute wünschen. Ein
Patentrezept gibt es leider nicht und ich denke, das Ganze ist auch
kein Grund, dem Krankenhaus nicht mehr zu vertrauen.

LG, Walter

Es ist zum Verzweifeln!!! wurde erstellt von miinien
23 Juni 2010 14:39
  • miinien
  • Autor
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    02 August 2026
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Hallo..

Mein Vater bekam Anfang Juni seine HD mit anschließender autologer SZT.
Die HD hat er super vertragen, auch bei der SZT gab es keinerlei Probleme.
Mit der Zeit stellten sich dann Appetitlosigkeit, verändertes Geschmacksempfinden, Mattigkeit und Müdigkeit ein.
Er wollte unbedingt nach Hause und konnte es kaum erwarten, war richtig ungeduldig, obwohl er sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Aplasie-Phase befand.

Er entwickelte schließlich eine Wut gegen alles: Das Krankenhaus, die Geräusche dort, den Geruch, die Infusionen, die Medikamente, das Essen sowieso, den Mundschutz, den er draußen tragen sollte.

Er lehnte alles ab, was wir ihm anboten, um ihm die Zeit im Krankenhaus erträglicher zu machen: Bücher, Fernsehen, Computer, Spazierengehen.. er wollte einfach nur nach Hause!

Als die Zellen dann stiegen und er kurz davor war, entlassen zu werden, bekam er auf einmal immer wieder Fieberschübe mit Schüttelfrost, mußte sich übergeben, hatte Durchfall und niedrigen Blutdruck.

Daraufhin wurden immer, wenn das Fieber über 38 stieg, Blutkulturen angelegt und danach wurde das Fieber gesenkt und Infusionen gegen die Übelkeit gegeben.
Sein Zustand ging manchmal im 2-Stunden Rhythmus auf und ab, eine ständige Berg-und Talfahrt.

Vor ein paar Tagen waren die Werte nachmittags so schlecht, dass er über Nacht auf die Intensivstation verlegt wurde, um besser überwacht werden zu können. Am nächsten Morgen hatten sie seinen Blutdrock stabilisiert, den Flüssigkeitshaushalt aufgefüllt und es ging ihm besser. Viel besser.

Die Ergebnisse der Stuhlprobe und der Blutkultur sind noch nicht da. Die Ärzte untersuchen natürlich alles, auch, ob es sich vielleicht wegen der vielen prophylaktischen Antibiotikagaben und einer demnach geschwächten Darmflora um einen Magen-Darm-Infekt handeln könnte.
Die Ärzte wissen scheinbar momentan selbst nicht so genau, was los ist und das macht mir wahnsinnig große Angst!!

Wann hört das endlich auf???

Habt Ihr ähnliches erlebt? Kommt Euch das bekannt vor?
Wir haben nie eine zweite Meinung eingeholt, weil wir uns immer sehr gut aufgehoben gefühlt haben. Sollten wir das vielleicht jetzt doch noch machen?

Ich verzweifel langsam!

miinien