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  • daw
  • Offline
  • 68 Beiträge seit
    24 April 2020
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Also ich sehe das so, auch 80 Jährige haben ein Recht auf Leben. Die Entscheidung, ob man eine Therapie möchte oder nicht, muss aber jeder selbst für sich entscheiden.
Alles hat so seine Nebenwirkungen. Lenalidomid erzeugt nunmal Thrombosen und macht infektanfällig. Aber machmal muss man halt ein Risiko eingehen. Wie Undine schon schrieb, kommt es darauf an, warum das MM diagnostiziert wurde und welche Beschwerden vorhanden sind. So pauschal kann man das alles nicht beantworten. Sicherlich hätte man auch Daratumumab Mono geben können. Hier hat man in der Regel so gut wie keine Nebenwirkungen und kann trotzdem darauf hoffen, dass man unter der Gruppe ist, bei der das Daratumumab wirkt. Das ist leider nicht bei allen Patienten der Fall.
Velcade könne man noch probieren, hier klagen dann allerdings viele über Nervenschmerzen. Aber das ist auch individuell. Nach 6 Zyklen habe ich keinerlei Nebenwirkungen von Velcade.

  • Franziska123
  • Offline
  • 533 Beiträge seit
    08 August 2018
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Hallo

Undine ich gebe Dir in allem zu 100% Recht.
Es ist für mich nicht verständlich. Ein Patient bekommt eine Therapie unter der er
Lungenentzündung und sogar Lungenembolie bekommt. Dann behandelt man es
mal rasch 10 Tage und weiter gehts und das ganze wiederholt sich wieder. Das ist doch
Fahrlässig. Ich kann es nicht begreifen. Da sind wir wieder beim Thema, der Myelompatient
mit über 80 Jahren alt wird genauso behandelt wie jeder andere,weil es ebend laut Schema
so ist. Nein nein....
ICH würde mit den Ärzten reden.Denn wiederholende Lungenentzündungen können ihn mehr
gefährden als das Myelom selbst. Das muss erst auskuriert werden und nicht nach 10 Tagen
einfach weiter machen. Auch sollte darüber nachgedacht werden, ob eine minimale Dosis Revlimid
5mg nicht ausreichen, um das Myelom in einem Mass zu halten,womit er noch gut mit leben kann.

Alles Gute wünsche ich und bitte mit den Ärzten reden.Nicht immer muss man alles machen,wenn es
dadurch immer mehr Berg ab geht. Die ganzen Therapien haben NW ,das ist klar,aber bei Lungenentzündung
und Embolien ist nicht zu spaßen.


Viele liebe Grüße

Jeanny

  • UndineD.
  • 0 Beiträge seit
    01 August 2026
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Grüß dich,
leider hast du nur geschrieben, dass dein Vater MM hat, aber nicht wie diese Diagnose zustande kam, welches Stadium, Knochen- oder Nierenprobleme ec.
Das spielt aber eine bedeutende Rolle.
Nun, der Patient ist 80. Er hatte -aus meiner Sicht- das Pech, dass noch diese elende Krankheit diagnostiziert wurde. Natürlich wird diese sofort therapiert, wobei ich sage, bei mir würde mit 80 nichts mehr gemacht, außer natürlich Schmerztherapie. Wenn es mein Angehöriger wäre, würde ich auch dringend abraten, den Körper noch mit Therapien zu belasten.
Die genannte Therapie ist Standard. Aber es ist bekannt, dass Revlimid Lungenentzündungen u. Embolien fördert, ohne die anderen NW. So ist es ja auch geschehen: Lungenentzündung + Embolie, eine Riesenbelastung mit 80, diese therapiert, dann genau so weiter wieder Lungenentzündung. Das finde ich schon Haarsträubend! Wieviel von diesen schweren Erkrankungen kann ein alter Mensch noch überleben? Und WIE wird sein Restleben aussehen? Kann man nicht einfach sagen, ok. das MM ist da, hat bisher aber nicht groß Probleme gemacht, lassen wir das therapieren, soll er sein restliches Leben doch möglichst angenehm verbringen?
Das ist meine persönliche Meinung. Ich weiß, dass es viele Leute gibt, die das anders sehen. Ärzte sowieso, sie verdienen an den Patienten, die Pharmaindustrie erst recht. Rev allein kostet doch 7000€ im Monat?
Ich bin selbst schwerkrank u. nehme z.Z. Rev. (Ich bin 67) Meine Knochen sind total kaputt bzw. repariert, u. Tumormasse hatte ich nahezu überall, leider auch im Kopf. Letzteres hat mich vor einem Jahr bewogen es mit der Therapie zu versuchen.Ich halte es aber so sparsam wie eben möglich. Eine Embolie hatte ich auch schon, das ist kein Vergnügen! Zu Rev muss unbedingt Blutverdünner gegeben werden, um Thrombose u. Embolie zu verhindern,das Thema hatten wir hier kürzlich.
Niemand kann sagen, ob eine andere Therapie, wie Velcade, hier besser verträglich wäre. Diese Mittel sind alle kein Traubenzucker, mit dem es uns dann besser geht, sie haben erhebliche NW. Wieviel der Körper davon verkraftet ist unterschiedlich u. nicht vorhersehbar.
Der Patient entscheidet, was er an Behandlung annimmt. Nur sind die meisten damit völig überfordert, sie kennen die Krankheit u. die Wirkung der Medis nicht. Du kannst dich (an Stelle des Vaters) gründlich informieren, hier im Forum steht viel Wissenswertes.
Und dann kannst du mit diesen Informationen deinen Vater beraten u. mit Ärzten auf Augenhöhe sprechen.
Was oft vergessen wird: Jeder Mensch hat ein 100% Sterberisiko! Mit u. ohne Myelom, mit u. ohne Therapie. Und je älter der Mensch, desto höher das Risiko (normalerweise). Wir können nur ein Wenig beeinflussen wie wir unser Restleben verbringen.
Möchte man um jeden Preis solange wie möglich leben, sei es mit schweren NW u. KH- Aufenthalten dahin vegitieren?
Oder lieber mit größtmöglicher Normalität u. so wenig Behandlung wie möglich noch etwas leben? Oder...?
Ich weise noch einmal ausdrücklich darauf hin: ICH BIN MEDIZ. LAIE, NUR EINE ERFAHRENE GUT INFORMIERTE PATIENTIN!
ICH SCHREIBE HIER MEINE PERSÖNL. MEINUNG/ ERFAHRUNG!
Ich wünsche alles Gute!
Undine

  • jpohlmann42
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    01 August 2026
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Hallo aktuell befindet sich mein Vater am Ende seines ersten Zykluses in der Therapie seines neu diagnostizieren Multiplen Myeloms. Es erfolgt eine palliative Therapie aufgrund seines Alters (80a) mit Daratumumab und Lenalidomid und Dexamethason. Vorca. 4 Wochen trat unter der Therapie eine Lungenentzündung und Lungenembolie auf die stationär behandelt werden musste. Nach einer Pause von ca 10 Tagen wurde erneut eine Daratumumab Infuison gegeben. Nach einer weiteren Gabe im Therapirschema wurde nun eine erneute Lungenentzündung festgestellt die aktuell wieder stationär behandelt wird. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Das Gespräch und die weitere Planung mit den Onkologen ist noch offen. Meine Frage: Ist eine weitere Therapie unter diesem Schema möglich mit geringerer Dosierung oder längeren Intervallen (aktuell wöchentlich) oder sollte man auf andere Präparate umstellen zur Behandlung des Multiplen Myeloms?