Liebe Marlies,
mein sehr guter Zahnarzt und Implantologe hat mir die Zusammenhänge einmal ausführlich erklärt. Ich habe das früher schon einmal hier gepostet. Schuld an den Nekrosen sind die verursachenden Bakterien. Da die Kieferknochen in der Embryonalentwicklung einen anderen Weg als das übrige Skelett gehen, sind diese eher nie von den vom Myelom verursachten Osteolysen betroffen. Hier würden die die Osteoklasten ( die bei uns ja vermehrt auftreten) also nie dem Kieferknochen schaden sondern sogar nützen. Sie sind am Zahn unsere " Abfallpolizei". Da ist jetzt aber weniger Abwehrpolizei da, weil Zometa die Produktion der Osteoklasten insgesamt ausbremst. Für jeden der Zometa bekommt, ist also eine sehr intensive Zahnhygiene mit Zahnzwischeraumbürsten nach jeder (!) Mahlzeit und eine vierteljährliche Zahnreinigung beim Zahnarzt von Nöten, um von Bakterien verursachten Nekrosen verschont zu bleiben. In der Regel reichen bei Zahnbehandlungen auch lokale Antibiotika, wenn man alle Hygieneregeln vor und nach der Behandlung( z.B. Spülen mit Hexal) sehr gründlich beachtet. 4 Tage vor der Behandlung keinerlei Zucker oder Weißmehlprodukte, weil diese die Bakterienproduktion im Mundraum besonders ankurbeln. Nur sehr große OPs an Kieferknochen, die lang austeilen müssen, können daher verständlicherweise ein Problem darstellen und sowohl dem behandelnden Arzt als auch dem Patienten alles abverlangen, damit es nicht zu schweren Komplikationen kommt ( soetwas macht man dann am besten stationär in einer Uniklinik.
Ich hoffe, dass ich dir ein wenig helfen könnte. LG Jo