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03 Mai 2021 19:20 - 03 Mai 2021 19:44
  • klein Grisu
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    23 Dezember 2016
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Hallo

gute überregional bekannte Hämatologen im Norden sind Dr. Salweder (Asklepios Kliniken Altona) und Professor Dr. med. Katja Weisel (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)

Die Zulassung von Krebstherapien/Medikamenten erfolgt EU-weit durch die EMA. Der Unterschied zw. der Praxis in den EU-Staaten liegt im nationalen Recht. Die Österreichichen Mediziner haben z.B. mehr Freiheitsgrade bei Off-Label Behandlungen als ihre deutschen Kollegen. Deutschland hat dafür mehr Studienpotential.

Tatsächlich ist es so dass VRD immer noch keine Zulassung für die Erstlinie bei transplantaionsfähigen Patienten hat.

Eine gute Übersicht über die zugelassenen Medikamente + Kombination bieten die medizin Leitlinien ( www.myelom.org/grundlagen/medizinische-l...-zur-behandlung.html ). Leider auch schon wieder über 2 Jahre alt und von daher leiht veraltet. Seit 2018 wurde u.a. für die Erstlinie mit Stammzellentransplantation die 4er-Kombi Dara-VTD zugelassen.

Der Unterschied zw. der gelebten Praxis in den EU-Staaten liegt im nationalen Recht, die Österreichichen Mediziner haben z.B. mehr Freiheitsgrade bei Off-Label Behandlungen als ihre deutschen Kollegen

NK-Zellen:
die Forschung läuft da schon recht lange, aber irgendwie fehlt noch der Durchbruch. Größtes Problem ist wohl die richtigen + ausreichende Mengen von NK-Zellen für eine Behandlung zu gewinnen.
Ich glaube es gab vor ein paar Jahren auch schon einmal eine kleine Studie beim MM, hierbei wurde bei der Stammzellentransplantaion eine zusätliche Gabe von NK-Zellen gegeben. Ich weiß aber nicht wie die Resulatate waren.
Sieht man sich die Planung der kommenden Jahre bei CIMAAS ist jetzt eine Studie für Lungenkrebs gestartet und 2023 soll eine Studie für AML starten.
Beim Myelom gibts keine konkreten Aussagen da steht nur sie entwickeln weiter (= selbst wenn sie erfolgreich sind, wird die Allgemeinverfügbarkeit wohl noch minidestens 10 Jährchen brauchen)

Sonnige Grüße

Markus
Letzte Änderung: 03 Mai 2021 19:44 von klein Grisu.

  • UndineD.
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    01 August 2026
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Die MHH ist allgemein eine sehr gute Adresse.
Allerdings, was speziell unser MM betrifft, habe ich hier eher Gegenteiliges gelesen. Ebenso aus dem Bekanntenkreis einige Infos, die lassen für mich den Schluss zu: Eher ungeeignet. MM ist halt sehr speziell, ich hatte in meiner"Laufbahn" mit Ärzten zu tun, die wussten entschieden weniger als ich von dieser Krankheit.
Es mag verwirrend sein, durch diese Informationsflut hindurch zulesen. Trotzdem halte ich es für besser, wenn man umfassend informiert ist. Es geht schließlich um unsere Gesundheit, unser Leben. Und "Wer nichts weiß, muss alles glauben."
Mit der Zeit lernt man, die Infos nach Bedeutung für das eigene MM zu sieben. Und eine Therapie- Entscheidung eilt meist nicht so sehr wie die Ärzte einem erzählen möchten. Wichtig ist ein Onko, mit dem man harmoniert!
L.G.
Undine

  • LoisLane
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    01 August 2026
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Puhh...
Ich danke dir für deine Antwort. Ich bin immerdavon ausgegangen, dass die MHH Hannover eine der guten Adressen ist, da sie ja in vielen Bereichen sehr gute Forschungen betreiben, selbst auch ein CAR-T Zentrum betreiben etc.
Würzburg und auch Stuttgart ist für meinen Mann wegen der sehr sehr weiten Anreise keine echte Option. Natürlich kann man sagen: Wenn er nicht nach Würzburg fährt, hat er halt PEch, an einer Studie wollte er allerdings aus Angst nicht teilnehmen.

Ich war einfach überrascht, dass VCD hier Behandlungsstandard ist und in Österreich schon als veraltet gilt und eben nciht mehr so angewendet wird. Ich hatte in den aktuellen Veröffentlichungen gelesen, dass VRD dere VCD überlegen ist, dachte abver: Ah, HEuser/ die MHH wird das schon aus bestimmten Gründen getan haben.

Wir haben uns jetzt an einen Onkologen in Bremerhaven gewandt und schauen, was der sagt. Aber ich bin mehr und mehr verunsichert, muss ich sagen.

  • miregal
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    17 Mai 2019
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Mir wurde vor 2 Jahren schon VRD angeboten, und in der Zweitmeinung VCD in einer anderen Klinik. dort bekam ich dann aber kurzfristig einen Anruf, ob ich nicht an der DSMM17 Studie teilnehmen möchte. (vermutlich beste Entscheidung meines Lebens- nach einem Zyklus bereits in sCR) In Nicht-Studienzentren ist VCd/VRD immer noch die Standardtherapie, IMHO. die Zulassungen werden von der EMA genauso wie Impfungen für die EU erteilt. Off-Label Behandlungen (so nennt man alles was nicht offiziell für einen bestimmte Behandlung freigegeben ist), also z.B. ein Medikament , das nur für eine Zweitbehandlung in der Ersttherapie verwendet werden soll, unterliegt der Zustimmung der jeweiligen nationalen Krankenkasse, bzw. muss mit dem jeweiligen Gutachter individuell vereinbart werden. Ich wollte wegen der Pandemie aus der Studie aussteigen, also die HD verschieben, die Weiterbehandlung der Studienbehandlung lehnte die Krankenkasse ab (E-KRD). (obwohl sie sehr gut angeschlagen hatte wurde die Konsolidierung ohne HD abgelehnt). Eine Klinik/Onkologe, die keine Erfahrung mit Studienpräparaten hat was Nebenwirkungspotetial etc. hat, wird weiterhin Standardtherapie anbieten. Es liegt dann am Patienten, sich an eine Uniklinik für eine Zweitmeinung zu wenden, und die Zusammenarbeit mit dem örtlichen Onkologen zu suchen.

02 Mai 2021 00:43 - 02 Mai 2021 00:46
  • LoisLane
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    01 August 2026
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Nachtrag...
Ich frage das u.a. auch, weil ich heute las, dass Professor Wilfred Germeraad in den Niederlanden (Maastricht - seine Forschungsseite: www.researchgate.net/profile/Wilfred-Germeraad ) seine NK Zelltherapie besonders für Myelom und Brustkrebspatienten (sehr viel vielversprechender als CAR-T, wenn ich es richtig gelesen habe) schon überraschend weit ausgearbeitet hat. Auf der Seite seiner NK Produktionsfirma (kann man das so sagen) steht aktuell:

"CiMaas widmet sich der Umsetzung von Wissenschaft in klinische Anwendung. CiMaas hat kürzlich eine eigene Einrichtung mit Reinräumen der Klasse B eingerichtet, um die klinische Produktion zu ermöglichen. Wir sind dabei, unsere Produkte für klinische Studien vorzubereiten und die behördliche Zulassung zu erhalten. Im Jahr 2020 will CiMaas die erste klinische Studie mit seinem DC-Impfstoff starten. Wir müssen Menschen, die sich derzeit in einem Stadion ihrer Krankheit befinden, enttäuschen, dass sie möglicherweise zur Teilnahme berechtigt sind, aber derzeit keine Teilnahme möglich ist. Die Eröffnung von Studien zur Aufnahme von Patienten wird auf unserer Website bekannt gegeben.
"

schon 2019:
"CiMaas beantragte kürzlich eine Klassifizierung für sein 'Advanced Therapeutic Medicinal Product', eine adoptive NK-Zelltherapie für das multiple Myelom.
Auf diese Aufforderung hin ist die Europäische Arzneimittel-Agentur / der Europäische Ausschuss für fortgeschrittene Therapien der Ansicht, dass das Produkt NK-Xpand-MM1 unter die Definition des Arzneimittels für die somatische Zelltherapie gemäß Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 1394/2007 fällt.
Diese Klassifizierung markiert den ersten Schritt auf dem Weg der Regulierung, den CiMaas in seiner geplanten klinischen Studie für Patienten mit multiplem Myelom unternommen hat, um die Herstellungserlaubnis zur Herstellung von Natural Killer-Zellen zu erhalten." Quelle: cimaas.com/?s=myeloma

Mein Gedanke ist: Wenn diese vielversprechende Therapieform (ja ich weiß, der Hype und der Fall um CAR-T war auch sehr groß, dennoch...) im nahen EU Ausland (Niederlande/ Österreich/ Schweiz etc.) schon früher etabliert sein sollte (z.B. weil dort halt schon lange jemand dazu forscht wie Einsele zu seinen Hemibodys), wüsste ich so gern davon und bin daher interessiert daran, eine Übersicht zu gewinnen über die (Standard)behandlungsmöglichkeiten im nahen Ausland. Wie machen es diese nahen Länder und gibt es ZUgang zu modernen MEdikamenten die wir hier in Deutschland erst sehr viel später etablieren und nur als Studienteilnehmer bekommen können?


tut mir leid - so ein langer Post...
Vielleicht kann jemand mit etwas Lesestoff helfen ?
Letzte Änderung: 02 Mai 2021 00:46 von LoisLane.

02 Mai 2021 00:21 - 02 Mai 2021 00:42
  • LoisLane
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    01 August 2026
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Eine Frage beschäftigt mich aktuell noch sehr. Wenn ich mir die Videobeiträge der bspw. Österreicher Myelomexperten anschaue, erscheinen als Erstlinienbehandlung andere Standards und Möglichkeiten, als es hier der Fall zu sein scheint (ich bin noch neu im Thema - ggf. hab ich es einfach nicht ganz richtig begriffen).
Mich irritierte insbesondere in der ASH Nachlese der Myelomgruppe Österreich, in der VCD als Induktionstherapie als veraltet beschrieben wurde, mein Mann aber am MHH Klinikum Hannover die VCD Induktion erhalten hat ohne irgendwelche weiteren Optionen (auch kein Daratumumab). Ich bin daher total irritiert, woran das liegen könnte, gehe dem aber noch weiter nach.
Ich beziehe mich auf dieses Video der Myelomgruppe Österreich: youtu.be/xz3rezEj9l8

Meine Frage ist: Kennt jemand eine Art Übersicht (ggf. ja in einem Artikel verarbeitet) über die unterschiedlichen Zulassungen im EU Ausland oder im deutschsprachigen Raum Österreich Schweiz? Insbesondere die CAR NK Zelltherapie scheint im Ausland ja durchaus schon weiter fortgeschritten zu sein (diese Therapie klingt für mich besonders spannend) und ich frage mich, ob es innerhalb der EU oder im erreichbaren Ausland schon Zulassungen in der Erst-. bzw. Zweitlinienbehandlung gibt.

Vielleicht kennt jemand von euch eine Übersicht zu den Zulassungen der modernen Medikamente?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar und überlege sonst auch, diese Übersicht einfach selbst einmal zu recherchieren
und hier zu posten. Denn eigentlich müsste es ja in der EU möglich sein, die Behandlungen frei zu wählen...
Letzte Änderung: 02 Mai 2021 00:42 von LoisLane.