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leopoldi antwortete auf Schockreaktion auf Blutkonserve
17 Juli 2010 12:36
  • leopoldi
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    23 Oktober 2009
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Liebe Tanja,

es ist ein besonderer Schicksalsschlag, gleich zweimal von einer so seltenen wie grausamen Krankheit getroffen werden. Das beschäftigt mich, seit ich das erste Mal von Dir gelesen habe.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die schwere Zeit. Ihr dürft Euch glücklich schätzen dass ihr etwas ganz besonderes habt; einen engen Familienverbund, wo Freud und Leid zusammen getragen wird.

Mein aufrichtiges Beileid.

Leopoldi

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

KretaKater antwortete auf Schockreaktion auf Blutkonserve
17 Juli 2010 11:02
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    01 August 2026
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Liebe Tanja,

es tut mir so leid, dass bei Deinem Vater die Krankheit diesen Verlauf genommen hat . . . ich wünsche Dir und Deiner Familie die Kraft, das alles zu überstehen . . . ich bin auch richtig schockiert, nachdem ich Deinen Thread nochmals durchgelesen habe, denn Deine Schwiegermutter ist ja an der selben Krankheit gestorben . . . pass auf Dich gut auf, ich umarme Dich . . .

Liebe Grüße
Britta

joseph antwortete auf Schockreaktion auf Blutkonserve
16 Juli 2010 22:00
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    01 August 2026
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Liebe Tanja

Auch von meiner Seite mein herzlichstes Beileid an dich, deine Kinder und den Rest der Familie

Es ist nicht leicht mit MM umzugehen, oder wie wir Betroffenen auf das Wundermittel zu warten, aber hoffen tun wir Alle

In Gedanken bei Euch

Joseph

Margret antwortete auf Schockreaktion auf Blutkonserve
16 Juli 2010 15:40
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    01 August 2026
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TanjaB. schrieb: ... dafür gesorgt, dass dem Wunsch meines Vaters, und auch unserem Wunsch entsprochen wurde und mein Vater sehr friedlich einschlafen durfte. Ich kann nur sagen, dass ich nach dieser Erfahrung keine Angst mehr vor Intensivstationen und dem Tod in so einer Situation habe. Mit einer Patientenverfügung und Angehörigen, die ein waches Auge auf die Patienten haben, kann man friedlich und zufrieden einschlafen...


Liebe TanjaB.,

es tut mir sehr leid, dass dein Vater es nun doch nicht geschafft hat, sich wieder zu erholen.

Ich bin in Gedanken bei dir und deiner Familie und wünsche euch viel Trost in dieser schweren Zeit! Es liest sich so, als wenn ihr eine Familie mit intensivem Zusammenhalt seid. Das wird euch Halt und Kraft geben, weil niemand mit seinem Schmerz allein ist.

Für deine klaren Worte, die ich oben zitiert habe, einen besonderen Dank von mir. Ich hoffe sehr, dass wir diesen Themenbereich im Forum künftig intensiver diskutieren können. Der Bedarf dafür ist da, wie wir leider aktuell aus verschiedenen Beiträgen erfahren müssen. Danke.

Dir und deiner Familie alles Liebe und viel Trost und Kraft,
Margret


Caro antwortete auf Schockreaktion auf Blutkonserve
16 Juli 2010 12:20
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    23 Oktober 2009
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Liebe Tanja,

mein tiefstes Mitgefühl für Dich und Deine Familie. Als selbst Angehörige eines MM-Patienten kann ich gut verstehen, wie aufreibend die letzte Zeit für Dich gewesen sein muss, zumal Du ja schon ungefähr wusstest was auf euch zukommt.

Ich wünsche Dir, dass der Schmerz bald von den schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit abgelöst wird und dass deine ganze Familie nie mehr wieder von dieser abscheulichen Krankheit betroffen wird.

Alles Liebe und Grüße auch an die Familie, besonders deine Mutter

Caro

TanjaB. antwortete auf Schockreaktion auf Blutkonserve
16 Juli 2010 02:01
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Ihr Lieben,

nochmals vielen Dank für Eure vielen und immer wieder helfenden und aufbauenden Antworten.

Leider hat mein Papa es nicht mehr geschafft. Er ist gestern früh, am 15.07.2010 um 8,45 Uhr, genau 2 Jahre nach Diagnosestellung gestorben.
Sein körperlicher Verfall war täglich bemerkbar. Aber besonders schlimm war der seelische Abschied. Schon vor einer Woche wurde er zunehmend verwirrt und verabschiedete sich so von Tag zu Tag etwas mehr.
Am Sonntag war meine Mutter noch mit dem Rollstuhl eine Stunde im Krankenhaus unterwegs mit ihm. Nachdem sie ihn unter großer Anstrengung wieder ins Bett brachte, zog er ihren Kopf ganz dicht an sein Ohr und flüsterte, dass er sterben würde und er gerne zu Hause sterben würde.
Wir konnten ihm den Wunsch nicht mehr erfüllen. Er trat genau nach diesem Kommentar geistig total weg, fiel einen Tag später nach einem Krampanfall ins Koma, wurde gegen unseren Wunsch noch künstlich beatmet, aber zum Glück weitere 2 Tage später einvernehmlich mit den Ärzten von den Maschinen abgenommen.

Wir sind den Ärzten der Intensivstation 1G des UKE Hamburg, besonders Herrn Dr. Wichmann, sehr dankbar für die zeitaufwändige und sehr persönliche Betreuung. Er hat dafür gesorgt, dass dem Wunsch meines Vaters, und auch unserem Wunsch entsprochen wurde und mein Vater sehr friedlich einschlafen durfte.

Ich kann nur sagen, dass ich nach dieser Erfahrung keine Angst mehr vor Intensivstationen und dem Tod in so einer Situation habe. Mit einer Patientenverfügung und Angehörigen, die ein waches Auge auf die Patienten haben, kann man friedlich und zufrieden einschlafen.

Ich bin unendlich traurig. Der Schmerz zerreißt mir das Herz. Mein Papa kann mich nicht mehr in den Arm nehmen. Noch schlimmer ist es, die Verzweiflung meiner Mutter zu erleben, die 44 Jahre lang eine Bilderbuchehe mit ihm führte. Wir leben in einem Haus als Großfamilie, so dass mein Vater auch meinen 3 Kindern besonders fehlen wird. Er war immer für sie da, sie sind mit ihm aufgewachsen. Ein Leben ohne ihn ist unvorstellbar.

Hinzu kommt, dass meine ebenfalls sehr geliebte Schwiegermutter am 21 Juli 2006, also vor genau 4 Jahren ebenfalls am Mulitiplen Myelom nach 3 Jahren Pflege bei uns zu Hause starb.

Ich habe etwas Angst vor der Zukunft. Ein Leben ohne diese Krankheit, die schon so lange unseren Alltag beeinflusst hat? Die Angst vor der nächsten Diagnose bleibt irgendwie. Besonders der Gedanke an die Gesundheit unserer Kinder, dei nun von beiden Seiten der Eltern betroffen sind......

Ich wünsche Euch allen alles erdenklich Gute. Die Forschung ist im vollen Gange, es wird sicherlich bald DAS Mittel geben, wodurch die Krankheit in eine chronische Krankheit verwandelt und mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung gesegnet sein wird. Ich werde Eure Beiträge im Forum weiter verfolgen und an den individuellen Schicksalen weiter teilnehmen.

Morgen kaufe ich für meine Kinder das Buch "Opas Schutzengel"
Ich wünsche Euch auch viele starke Schutzengel.

Liebe und sehr traurige Grüße

Tanja