Ja, zum einen diese zusammenfassende Schlussfolgerung, zum anderen ist aber glaube ich wichtig zu sagen, dass ich persönlcih darineine gute Denk-Hilfe gefunden habe, die das Aufsparen der Transplantation für uns als OK und nicht als total bescheuerte/ verrückte Entscheidung darstellen kann. man kann den Artikel aber natürlich auch aus der anderen Perspektive lesen und die Vorteile der Transplantation im Vordergrund sehen. Für mich war aber tatsächlich entscheidend zu lesen, dass das Aufsparen keinen signifikanten Einfluss auf das Gesamtüberleben hat.
Natürlich wollen wir nichts falsch machen im Gesamtptozess, aber mein Mann ist nach den ersten 4 Zyclen VCD und dann der Stammzellmobilisierung absolut Chemie feindlich eingestellt und will gerne so lange es geht warten mit der Transplantation. Noch immer hat er starke Neuropathie (Schmerzen) in den Füßen und fühlt sich täglich sehr beeinträchtigt.
Durch den Artikel war es mir möglich, besser zu verstehen, warum amerkanische Ärzte die Transplantation durchaus häufig aufsparen und beim letzten ASH Meeting dies auch wieder als denkbare Option diskutiert wurde. Ich wollte besser verstehen, warum das in Abwägung der Risiken und Vorteile eine Option ist (für unseren Prof in Hannover ist es allerdings leider keine empfehlenswerte Option). Ich hoffe die Transplantation kann noch solange wearten, bis es die Möglichkeit gibt, Daratumumab oder ähnliches direkt zur Transplantation hinzuzufügen (nicht nur als Studienteilnehmer), da ich es bisher so vberstanden hatte, dass darin wesentliche Vorteile liegen, was die Gesamtwüberlebenszeit/ progressionsfreie Zeit betrifft.
Ich finde es fast schade, dass mein Mann nur die Standard VCD (nicht einmal VRD) erhalten hatte, bislang, und musste erst verstehen, dass die tollen Aussagen in den Vorträgen aus Würzburg (bspw) scheinbar für die normalen Patienten nicht so unbedingt gelten.
Letztlich mag es für viele als eine zielmich bescheuerte Idee erscheinen, zu versuchen, mit Curcumin/ Ashwagandha und Schwarzkümmel den Progress zu verzögern und alle Chemieoptionen irgendwie so spät wie möglich machen zu müssen, aber wir versuchen mit viel Kraft den für meinen Mann richtigen Weg zu finden. Er hat keine Risikozytogenetik, allerdings steigen gerade die Leichtketten sprunghaft an (was auch immer das bedeuten mag) - und so ist die Transplantation für ihn natürlich wieder näher gerückt , aber er will sie nur machen, wenn es anders nicht geht.
Im Artikel sind verschiedene Teile für mich entscheidend gewesen - ich hau mal ein paar Zitate aus der Übersetzung hier rein:
"Nichtsdestotrotz war das OS von ASCT nicht betroffen, da die Transplantation aufgrund von Alter, Progression und Komorbiditäten nur in zwei Dritteln der Fälle durchgeführt wurde, was darauf hinweist, dass die Vorteile von ASCT im Voraus gegen die Toxizität von Chemotherapie und Transplantation abgewogen werden können. zumal eine späte Transplantation ein ähnliches OS wie eine frühe Transplantation sicherstellen könnte 8. In Ermangelung einer Verbesserung des OS könnte eine verzögerte ASCT eine Option sein."
"Obwohl klargestellt wurde, dass ASCT synergistisch zu einer dreifach neuartigen medikamentösen Therapie ist, könnte es verzögert werden, wenn Toxizitäten die Vorteile überwiegen."
Vielen vielen Dank für die vielen guten Hinweise und Gedanken von euch. Die helfen mir bisher immer gut weiter!