Leider gehen fast alle Statistiken nur auf die Gesamtkohorten ein. Die Frage, die ich mir stelle, ist die individuelle Behandlung nach Erreichen bzw. Nichterreichen gewisser Milestones. Z.B. soll ein Patient der mit 2-3 fach Therapie schlecht startet in der weiteren Therapie einen Antikörper hinzunehmen? Kann ein Patient der bereits in der Induktion MRD negativ erreicht hat auf die ASZT verzichten? Wie lange oder intensiv sollte eine Konsolidierung und Erhaltung nach MRD negativ status durchgeführt werden?
Es ist ja schon beeindruckend, dass es inzwischen eine Therapie ohne Hochdosischemo gibt, die besser abschneidet wie die bisherige Standardtherapie mir ASZT (VCD bzw KCD) - siehe Forte Studie. Evtl. könnte man die ASZT weiter nach hinten verschieben, so dass mehr Patienten MRD-/CR durch die Therapie erreichen, so dass nur frühe Rückfälle transplantiert werden müssten? (nicht erst bei erreichen des PFS, sondern bei Plateaubildung oder Anstieg der Myelomwerte?)
Man muss ja auch immer die höhere Vorerkrankungsrate bei den Nichttransplantierten Patienten berücksichtigen. Also bei fitten Patienten fällt der nichttransplantierte Arm dann ggf. noch besser aus?