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daw antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
10 Aug. 2021 13:53
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    24 April 2020
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Also im Rückblick war das alles wie ein Kindergeburtstag. Alles unspektakulär und ohne größere Nebenwirkungen. Naja bis auf Haarausfall und eine deutliche Gewichtszunahme durch das viele Dexa. Im März war ja die 2. SZT und anschließend die Konsolidierung. Seit 1.7. bin ich auch schon wieder ganz normal in Vollzeit arbeiten. Ich fühle mich gut und ich fühle mich auch gar nicht krank oder irgendwie eingeschränkt. Von daher ist alles gut.
Ich hatte jetzt die Wahl, ob ich eine Erhaltung mit Revlimid bekomme oder aber ob wir mit Daratumumab alleine weiter therapieren. Die Ärztin hat zu Daratumumab geraten. Da ja noch Krankheitsaktivität nachweisbar ist, besteht mit dem Daratumumab noch die Möglichkeit, dass sich was an der Werten verbessert. Dara+Revlimid zusammen wäre zwar besser, aber das zahlen die Krankenkassen nicht. Also entweder Erhaltung mit Revlimid oder weiter therapieren mit Dara. Das waren die Optionen. Dara alle 4 Wochen wurde übrigens auch in der LYRA Studie gegeben. Bei mir sind jetzt erstmal 24 Monate geplant. Dann ist es mit Dara aber auch zu Ende. Dann zahlen die Kassen das nicht mehr. Aber dann kann man ja in die Revlimid Erhaltung gehen im Anschluss.
Gegen Revlimid jetzt spricht: 1. verlängert das Revlimid nur die Zeit bis zum Rückfall. Aber nicht die Gesamtüberlebenszeit. Also kann man das auch dann lassen und sich die Nebenwirkungen sparen. 2. Da ich in keiner CR bin, würden sich die verbliebenen MM Zellen an das Revlimid gewöhnen und Resistenzen ausbilden. Damit wäre dann das Revlimid für eine spätere Behandlung verbrannt. Und so steht das Revlimid bei mir dann noch für einen Rückfall zur Verfügung. 3. Da Revlimid + Dara nicht zusammen bezahlt werden, besteht bei einer Dara mono Gabe noch die Chance, dass ich doch noch in eine CR rutsche.
So war das in der Lyra Studie auch. Noch nach 2 Jahren mit kontinuierlichem Dara, rutschten noch einige Patienten mit VGPR in eine CR. Und Patienten mit CR in eine stringente CR. Es besteht also noch etwas Hoffnung. Im Anschluss würde ich dann aber eine Revlimid Erhaltung anstreben. Aber das sind alles ungelegte Eier. Erstmal abwarten, wie sich das alles so entwickelt. Es kann ja auch sein, dass die Werte sich in Kürze wieder verschlechtern, dann müssen die Karten eh neu gemischt werden. Das was ich in der Zeit als MM Patient gelernt habe ist, dass man sich die Zeit für Planungen sparen kann. Es kommt eh alles anders als man denkt. Das MM ist unberechenbar und man kann quasi nur von einer Blutuntersuchung zur nächsten planen. Und mein Motto ist eh, rechne mit dem Schlimmsten und hoffe auf das Beste.

klein Grisu antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
10 Aug. 2021 10:43
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Hallo Daw

vielen Dank für Deine Statusmeldung. Ich hoffe, dass die sehr intensive Therapie Dir nicht allzusehr das Leben der vergangen Monate verleidet hat.
Leider kann man keine CR erzwingen, aber die Erfahrung lehrt auch, dass es durchaus Nicht-CR Patienten gibt, die sehr lange ohne Progress leben.
Ich drück Dir die Daumen dafür.

Sonnige Grüße

Markus

daw antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
09 Aug. 2021 22:36
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    24 April 2020
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Hier mal ein kurzes Update

Nach drei Zyklen Dara-VCd gab es beim IgG eine geringe und bei den Kappas eine deutliche Verbesserung. Es folgte das eine Autologe SZT im Dezember 2020. Aller Werte haben sich etwas verbessert. Es folgten 2 Zyklen Revlimid 10mg. Darunter blieben die Werte im Wesentlichen konstant.
Im März erfolgte dann die 2. SZT. Hier wurden die Werte wieder etwas besser.
Danach erfolgte eine Konsolidierung mit 3 Zyklen Dara-VCd. Diese hat die Werte alle nochmal tief in den Keller gedrückt. IgG ist jetzt bei nur noch 11,9 g/l und Kappa bei 36mg/l. Im 24h Sammelurin ist IgG nicht nachweisbar und Kappa im Normbereich.
Trotzdem ist die Immunfixation noch positiv. Also keine CR sondern eine VPGR wurde erreicht. 
Nun wurde die Therapie auf Daratumumab mono alle 4 Wochen umgestellt.
Mal schauen, in wieweit die Werte damit auf dem aktuellen Stand gehalten werden können. Aber mit alle 4 Wochen eine Spritze kann ich leben.

miregal antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
04 Nov. 2020 16:17
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Bei mir steht auch immer noch was von diskreter Bande, obwahl ich schon lange MRD negativ bin. Lt. Oberärztin ist das der Antikörper, bei mir Elotuzumab aus der DSMM17 Studie

daw antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
03 Nov. 2020 21:15
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Danke für die Links. Sehr interessant.
Naja seit der Daratumumab-Behandlung ist zwar das IgG gleich geblieben, jedoch sind die Kappas doch schön runter gegangen. Ich vertraue da meiner Oberärztin an der Uniklinik. Die hat sich auf die Erkrankung spezialisiert und steht da voll im Stoff. Das merke ich immer, wenn ich mit ihr spreche. Das mit der Biklonalität habe ich aber heute erst entdeckt, als ich mir die Werte in Kopie geben lassen habe. So konnte ich heute nicht die Ärztin fragen. Beim nächsten Termin spreche ich das aber an.
Nun, der 3. Zyklus läuft ja nun schon und für diese Woche bin ich damit durch. Ich werde - trotz Corona - die nächsten 3 Wochen das jetzt noch durchziehen, in der Hoffnung, dass sich die Werte noch ein wenig verbessern. Kann aber durchaus sein wie Du sagst, dass dieser Zyklus jetzt nicht mehr viel bringt. Ich lebe zum Glück in einem Bundesland, wo Corona noch nicht so weit verbreitet ist.

Ich vermute aber trotzdem, dass es an dem Daratumumab liegt. Ich habe auch gerade auf einer Seite eines Labors folgendes gefunden:
Zitat" Interferenzen mit Serumproteinelektrophorese und Immunfixation:
Daratumumab ist ein humaner monoklonaler IgG1-Kappa-Antikörper der sowohl durch die
Serum-Proteinelektrophorese (SPE) als auch durch Immunfixations-Assay (IFE) detektiert
werden kann. Dies kann daher zu falsch positiven Ergebnissen der SPE und IFE bei Patienten
mit IgG-Kappa-Myelomprotein führen. Dadurch kann die Bewertung des vollständigen
Ansprechens und der Krankheitsprogression beeinflusst werden."

Es kann aber auch so sein, wie es in Deinen Links steht. Das wäre ja dann erstmal nicht negativ zu werten. So oder so bin ich aber erstmal etwas beruhigt.

Ein Phänomen habe ich aber auch noch. Die freien Lambda-Leichtketten sind seit der Behandlung mit Daratumumab extrem abgesackt. Im September lagen diese nur noch bei 0,279 mg/l und jetzt im Oktober bei nur noch 0,064 mg/l. Da erreichen wir bald die Nachweisgrenze. Dadurch ist nun natürlich der Kappa/Lambda-Quotient geradezu explodiert und liegt dadurch nun bei 639.
Keine Ahnung, ob das nun gut ist oder schlecht.

LG
Dennis

klein Grisu antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
03 Nov. 2020 20:10
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Hallo Daw

Polyklonale Bande treten gelegentlich beim Myelom auf, insbesondere nach einer SZT. Die Ursachen dazu sind noch etwas unklar, scheint aber nicht dramatisch zu sein
Christine und Gex haben hierzu schon mal ein zwei Publikationen dazu gepostet:
www.myelom.org/forum/therapien/3697-bei-...er-los.html?start=72
www.myelom.org/forum/diagnostik/3804-anf...h.html?start=6#37848

Wenn ich mir deine Werte anschaue, scheinst sich ein Plateau gebildet habe. Ich zweifele ein bissel, ob ein weiterer Zyklus Induktion daran viel ändern wird. Angesichts de prognostizierten Corona-Ansturms in den Kliniken, würde ich mir überlegen ob eine SZT jetzt sofort, nicht die bessere Alternative ist

Sonnige Grüße

Markus