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rudi antwortete auf Mutmacher Revlimid
05 Juni 2010 17:08
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    23 Oktober 2009
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Hallo Christer,
es gibt durchaus Studien oder Therapien bei denen Revlimid bis zum Rezidiv gegeben wird bzw. solange bis es nicht mehr wirkt oder der Patient aufgrund von zu starken Nebenwirkungen abbrechen muß.
Das Problem war doch immer von Thalidomid, Velcade und Revlimid, daß diese nach einigen Zyklen oder nach längerer Zeit nicht mehr wirken weil die MM Zellen auch resistent dagegen werden. Aber da scheint mir Revlimid besser abzuschneiden als Thalidomid oder Velcade (weil hier die Nebenwirkungen auch schwerer sind für eine Langzeitbehandlung).

Velcade soll übrigens laut Prof. Einsele wegen der zu oft problematischen peripheren Polyneurophatien bald ersetzt werden durch Cafilzomib u.s.w. (in Deutschland wahrscheinlich ab 2011) Dann wird es wieder neue Studienprotokolle geben.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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Martin.Q antwortete auf Mutmacher Revlimid
05 Juni 2010 16:53
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    18 August 2009
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Hallo Rudi,

du hast Recht, dass der Patient im Rückfall erst Rd bekommen hat (also keine Erhaltungstherapie).

Mir scheint es aber so, als würde eine Revlimid Erhaltung (unabhängig von CR oder nicht UND unabhängig von auto oder allo) immer mehr in den Fokus der Wissenschaft rücken.

Ich bin wirklich mal gespannt ob dies auch einen positiven Einfluss auf das Gesamtüberleben hat. Das die Krankheit erst wieder später ausbricht, wenn man Revlimid länger gibt finde ich nicht unbedingt aussergewöhnlich. Die Frage ist wie gut spricht man dann nochmals auf Revlimid an, wenn man dies bereits in der Erhaltungstherapie hatte...

Das man im Rückfall ggf. dauerhaft Revlimid gibt, bis die Krankheit ausbricht verstehe ich hingegen schon, da es scheinbar "einfacher" zu sein scheint das Myelom zu kontrollieren als in eine Remission zu bringen... Was ich mich daher auch konkret Frage: Warum macht man die Erhaltungstherapie nach auto/allo nicht so lange bis entweder die Nebenwirkungen zu stark sind oder die Krankheit ausbricht ???!

rudi antwortete auf Mutmacher Revlimid
05 Juni 2010 16:43
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Hallo,
die Erhaltungstherapien nach SZT erhalten aktuell immer mehr an Bedeutung. Deshalb ist in den neuesten Studien auch meistens eine Erhaltungstherapie nach der SZT eingeplant, wie in meiner Studie DSMM XII (12 Monate Revlimid 10mg täglich).

Aber bei dem Patienten der 6 Jahre nach allogener SZT mit Revlimid das MM unter Kontrolle hält müßte ja ein Rezidiv-Beginn vorgelegen haben. Denn wenn er eine CR gehabt hätte, dann müßte man ja nicht Revlimid geben.
Man kann natürlich im Nachhinein nie beweisen, wie lange es ohne Revlimid gut gegangen wäre.
Wenn es sich um Einzelfälle dreht, kann man nie "wissenschaftlich" beweisen wie es ohne Erhaltung mit Revlimid ausgesehen hätte.




Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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Martin.Q antwortete auf Mutmacher Revlimid
05 Juni 2010 16:11
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Ich habe jetz schon öfters gelesen, dass Revlimid nach einer allo anders wirken soll als vorher.

Konkret bedeutet dies auch, dass ein Patient der jetzt auf Revlimid nicht mehr anspricht, nach einer allo wieder auf Revlimid ansprechen könnte. Ich frage mich, ob Revlimid eventuell besser nach einer allogenen wirkt als vorher.... Ich weiß es natürlich nicht, aber ich finde es schon sehr erstaunlich, dass der Patient hier sein Myelom mit Revlimid 6 Jahre nach der allo noch in Schach hält.

In Heidelberg wurde von Durie ein Patient vorgestellt, der seit 66 Monaten Rd im ersten Rückfall nach 3xVAD + Tandem autolog erhält (dies würde gegen meine Therorie von oben sprechen)... Offensichtlich reagiert wie immer jeder Patient anderes auf die einzelnen Medis und Umstände.

VLG und einen sonnigen Samstag!!

sergio antwortete auf Mutmacher Revlimid
04 Juni 2010 22:50
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Schaut her was man in den Finanznachrichten liest..:roll:.
interessante Ergebnisse mit Cafilzomib mit Revlimid, und da kommt ja
bald auch Polanidomid

Onyx Pharma presented Phase 1b carfilzomib combination trial interim results; Achieved 75% overall response rate (ONXX) 22.65 -1.28 : Co presented interim results at ASCO of the Phase 1b study evaluating carfilzomib in combination with lenalidomide (Revlimid) and low dose dexamethasone in patients with relapsed and/or refractory myeloma. The overall response rate was 75 percent in 48 evaluable patients. Top-line results, expected mid-year, may support the filing of a U.S. New Drug Application (NDA) by year-end 2010.

Sergio

sergio antwortete auf Mutmacher Revlimid
04 Juni 2010 20:26
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Hallo,
also eine Aerzting sagte mir letztes Jahr, dass einer ihrer Patienten sich fuer die allogene SZT vorbereitet haette, aber mit revlimid waere er in der Lage die KH unter Kontrolle zu halten und das seit 2 Jahren, also es gibt schon solche Faelle.
Wenn Ihr unter www.asco.com schaut, dann sind die abstracts der Konferenz die heute angefangen hat in Chicago, online abrufbar. Prof. Attal aus Frankreich zeigt, dass die Erhaltungstherapie mit Revlimid erfolgversprechend ist. Der Arm mit Revlimid Erhaltung nach zwei Jahren 58% ohne Rueckfall, der Placeboarm, 35% ohne Rueckfall, die Ueberlebensrate ist aber aehnlich hoch, bei ueber 90%. Das jetzt ganz grob geschrieben. Details werden sicher in den naechsten tagen publik gemacht.
Bin mal gespannt, was sie mir jetzt vorschlagen, Mitte Juni Biopsie und wieder PET...puuuuuhh!

christer schrieb: Hallo zusammen,

anbei ein Mutmacher bezgl. Revlimid. Auch wenn der Patient sicher nicht die Regel ist, anbei ein konkretes Beispiel von einer Person, die im Rückfall nach autolog und ich meine auch allogen und nach Velcade schon seit 6 Jahren sein Myelom mit Revlimid in Remission hält...

www.nesn.com/2010/05/with-life-saved-in-...-to-save-others.html


Sergio