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Mapoli antwortete auf Nach Induktionstherapie
03 Juli 2020 11:28
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Hallo Peter,

zunächst alles Gute für Deine Frau.
Du fragst, was Ihr nun beachten solltet:
wichtig ist, dass Du als Besucher darauf achtest, Dich möglichst nicht in Menschenmengen aufzuhalten, um eine Infektion zu vermeiden. Beim Besuch wird ab dem Zeitpunkt, wenn die Leukozyten sinken Mundschutz getragen. Jetzt in Corona - Zeiten sicherlich schon von Anfang an. Hände gut waschen und desinfizieren ist natürlich auch wichtig. Ich habe auch darauf geachtet, das alles, was ins Krankenhaus mitgebracht wird, vorher desinfiziert wird. Keine Lebensmittel mitbringen, die nicht abgekocht und frisch vom Tag selber sind, und immer nur in Absprache mit der Station!
Hilfreich ist es, wenn Deine Frau nach jedem Essen oder auch wenn sie sich mal übergeben muss (manche haben da Probleme, andere nicht, also keine Sorge) anschließen die Zähne mit einer ganz weichen Babyzahnbürste zu putzen und danach mindestens zwei Minuten mit Wasser den Mund spülen. Dies sollte auch ohne Essen mindestens dreimal am Tag gemacht werden. Die Zahnbürste sollte täglich gewechselt werden. Das hilft sehr gut, um Infektionen im Mund vorzubeugen.

Herzliche Grüße
Ma

Kliere antwortete auf Nach Induktionstherapie
03 Juli 2020 08:46 - 03 Juli 2020 08:49
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Hallo zusammen, meine Frau ist seit Montag im KRH. Dienstag und Mittwoch bekam sie die HD. Heute die ASTZ. Die HD hat sie ohne Komplikationen überstanden. Seit heute Morgen ist es ihr innerlich etwas Heiß. Sie muss täglich 3x eine Mundspülung mit einem orangen Mittel durchführen. Hat vor der HD jeweils 2 Ampullen Kortison bekommen. Die ASTZ wird in einem anderen Zimmer durchgeführt.
Wie geht es jetzt weiter und worauf muss ich als Besucher und sie als Patient achten.

LG KLiere Pit
Letzte Änderung: 03 Juli 2020 08:49 von Kliere.

miregal antwortete auf Nach Induktionstherapie
26 Juni 2020 22:26 - 26 Juni 2020 22:53
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@Markus,
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6453900/ ,
bitte den Quellenangaben weiter folgen
Prof. Einsele hat insofern recht, dass er in Statistiken spricht, nämlich der 10 Jahresremission (im Mittel). Die ASZT kann den schnellen Rückfall in den ersten beiden Jahren vermindern, das ist erwiesen. Und das beeinflusst erheblich das statistische Mittel über alle Patienten. Aber ein Patient, der 10 Jahre auch ohne ASZT in Remission bleibt hätte seine Remissionszeit schwerlich mit ASZT noch weiter verlängert, profitiert also nicht davon. Zu welcher Patientengruppe man gehört, lässt sich nur schwerlich erahnen. Drum wird die HD/ASZT jedem empfohlen. Meine persönliche Meinung ist dass ein MGUS Patient , der in die MicroCRAB Kreiterien rutscht, seine Hochdosis eher verschieben könnte, und dafür früher anfängt mit der Therapie. (vorausgesetzt er bekommt eine moderne Therapie mit IMID, Antikörper und Proteasomenhemmer in der Ersttherapie) Hochrisikopatienten profitieren dagegen besonders von der ASZT, oder sogar einer doppelten (statistisch gesehen)
Letzte Änderung: 26 Juni 2020 22:53 von miregal.

klein Grisu antwortete auf Nach Induktionstherapie
25 Juni 2020 01:06
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Hallo

Statistisch sind die Überlebenszeiten mit SZT besser als ohne

Auf den Einzelfall bezogen ist die Myelom-Diagnostik leider noch nicht soweit konkrete Vorhersagen über den weiteren Verlauf oder Remissionszeiten zu machen.
Aus diesem Grund hauen die Ärzte lieber einmal mehr drauf = SZT wird durchgeführt, unabhängig vom Ergebnis der Induktion

Die Meinungen bzgl. SZT gleich in der Erstbehandlung oder vielleicht später gehen auseinander.
Die Aussage „Man kann die Hochdosis auch ins erste Rezidiv verschieben, das hat keine Auswirkungen auf das Gesamtüberleben“ kenne ich nur als Meinung/Erfahrungswerte von einigen Ärzten in den USA. (@miregal: du sagst es gäbe Studienergebniss dazu, welche Studien meinst Du?)
Wohingegen Prof Einsele in mehren Vorträgen der letzten Monate folgendes gesagt hat. In den aktuellen Studien zur Erstlinientherapie wird versucht die Remissionszeit nach der Erstbehandlung weiter zu verlängern. Ziel dabei 10 Jahre im Durchschnitt. Dies lässt sich seines Erachtens allerdings nur in Verbindung mit einer SZT erreichen.

Letztendlich liegt die Entscheidung dafür/dagegen beim Patienten, er muss ja auch die Konsequenzen tragen ….

Sonnige Grüße

Markus

miregal antwortete auf Nach Induktionstherapie
24 Juni 2020 20:59 - 24 Juni 2020 21:14
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Ich bin / war auch innerlich Gegner der ASZT. Nach meinen Recherchen verhindert die Hochdosis einen schnellen Rückfall nach der CR, also innerhalb der ersten 1-2 Jahre. Ist natürlich müßig , in der CR zu wissen, ob noch schnellwachsende Klone übrig sind. Am ehesten bei Hochrisiko konstellationen, oder umgekehrt wenn man aus einer langen MGUS Zeit sich ein Myelom entwickelt hat, kennt man das (vermutlich moderate) Wachstum seiner Untermieter. Leider wird es mit der Zeit schlimmer, da die Krebszellen weiter mutieren und sich aggressiver vermehren.
In den Studien versucht man heute, den letzten Rest unterhalb der Nachweisgrenze (10⁻4 bis 10⁻6, also etwa 10000... 1Mio Krebszellen) zu erwischen, deshalb die aggressive Ersttherapie. Man kann die Hochdosis auch ins erste Rezidiv verschieben, das hat keine Auswirkungen auf das Gesamtüberleben, wie die meisten Studien zeigen. Aber man muss damit rechnen dass die sorgenfreie Zeit kürzer ausfällt (und man bei fortgeschrittenem Alter dann evtl. keine HD mehrt machen kann).
Letztlich musste ich mich für die HD entscheiden, weil der Gutachter der privaten krankenkasse die Konsolidierung/Erhaltung abgelehnt hat, und die Studie zwingend die HD/SZT vorschreibt. Also wenn man sie weglässt, muss man mehr Konsolidierungszyklen durchführen, aber die Studienmedikation wollte die Kasse nicht zahlen (da ich ja ohne HD aus der Studie geflogen wäre)
Letzte Änderung: 24 Juni 2020 21:14 von miregal.

Kliere antwortete auf Nach Induktionstherapie
24 Juni 2020 14:44 - 24 Juni 2020 17:23
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Lieben Dank für die Antwort.
Laut Prof. Dr. Graeven sind die Werte für eine HDT mit SZT sehr gut. Übrigens ein ganz kompetenter Arzt. Es wird einem alles bis ins Detail erklärt. Meine Frau konnte die Stammzellengewinnung mit Mobozil Spritzen durchführen. Sie hatte keine Chemotherapie vorher habt.
LG Peter
Letzte Änderung: 24 Juni 2020 17:23 von Kliere.