Ich bin / war auch innerlich Gegner der ASZT. Nach meinen Recherchen verhindert die Hochdosis einen schnellen Rückfall nach der CR, also innerhalb der ersten 1-2 Jahre. Ist natürlich müßig , in der CR zu wissen, ob noch schnellwachsende Klone übrig sind. Am ehesten bei Hochrisiko konstellationen, oder umgekehrt wenn man aus einer langen MGUS Zeit sich ein Myelom entwickelt hat, kennt man das (vermutlich moderate) Wachstum seiner Untermieter. Leider wird es mit der Zeit schlimmer, da die Krebszellen weiter mutieren und sich aggressiver vermehren.
In den Studien versucht man heute, den letzten Rest unterhalb der Nachweisgrenze (10⁻4 bis 10⁻6, also etwa 10000... 1Mio Krebszellen) zu erwischen, deshalb die aggressive Ersttherapie. Man kann die Hochdosis auch ins erste Rezidiv verschieben, das hat keine Auswirkungen auf das Gesamtüberleben, wie die meisten Studien zeigen. Aber man muss damit rechnen dass die sorgenfreie Zeit kürzer ausfällt (und man bei fortgeschrittenem Alter dann evtl. keine HD mehrt machen kann).
Letztlich musste ich mich für die HD entscheiden, weil der Gutachter der privaten krankenkasse die Konsolidierung/Erhaltung abgelehnt hat, und die Studie zwingend die HD/SZT vorschreibt. Also wenn man sie weglässt, muss man mehr Konsolidierungszyklen durchführen, aber die Studienmedikation wollte die Kasse nicht zahlen (da ich ja ohne HD aus der Studie geflogen wäre)
Letzte Änderung: 24 Juni 2020 21:14 von miregal.