Was macht man, wenn keine SZT möglich ist. (Für Freunde der englischen Sprache)
Mein Onkologe richtet sich immer nach amerikanischen Vorbildern, die ja oft einige Jahre voraus sind. Die neueste amerikanische Position während der Coronakrise gibt dieser Artikel gut wieder:
www.ascopost.com/issues/may-10-2020/mana...e-covid-19-pandemic/
Prof. Ola Landgren, MD, PhD, New York
Interessant für Patienten mit Niereneinschränkung (verursacht durch hohe Leichtketten-Werte):
"Other options beyond KRd are the older combination therapies, including the aforementioned VRd regimen, as well as bortezomib, cyclophosphamide, and dexamethasone (CyBorD). We reserve CyBorD for patients with renal failure, and we consider VRd for patients with underlying cardiac disease. For both VRd and CyBorD, we give subcutaneous bortezomib once a week."
Also im Normalfall Kyprolis-Revlimid-wenigDexamethason (KRd) ansonsten die älteren Dreifach-Therapien Velcade-Revlimid-wenigDexamethason (VRd) und CyBorD. CyBorD für Patienten mit Nierenversagen. VRd statt KRd wird in Betracht gezogen bei begleitenden Herzkrankheiten. Sowohl bei VRd als auch CyBorD wird Bortezomib (=Velcade) subkutan einmal wöchentlich gespritzt.
Denn leider kann es bei 2 mal wöchentlich Bortezomib intravenös zu dauerhaften Neuropathien kommen. Aber bei vielen Leichtketten-Patienten reicht ja sogar Kd bzw. Vd einmal wöchentlich durchaus.
Eine weitere Alternative zu dem bewährten KRd/VRd-Schema ist Daratumumab
The DRd (daratumumab, lenalidomide, dexamethasone) regimen is U.S. Food and Drug Administration–approved for nontransplant patients and, in my experience, is a great alternative to VRd. DRd does not cause peripheral neuropathy and chronic pain and tingling, which commonly occur in patients receiving bortezomib. Indeed, DRd is quite effective and well tolerated.
Aber man sitzt viel länger beim Arzt.