Da dies hier mein erster Thread war/ist, will ich ihn auch für Updates nutzen.
Meine HD/ASZT ist jetzt ziemlich genau 12 Monate her, ich befinde mich seitdem stabil in nCR.
Als Medikation bekomme ich alle 28 Tage Isatuximab (GMMG-HD 7 Studie im Arm IIb) und nehme täglich Lenalidomid (15mg).
Meine Blutwerte sind ziemlich stabil und entsprechen der Medikationswirkung (Leukos: 3.000, Hb: 13,6, Thrombos: 127.000, Lymphozyten: 0,5).
Meine fr. Leichtketten der letzten Checks:
05.06.: Lambda: 3,3, Kappa 7,4, Quotient: 2,2
28.08.: Lambda: 3,4, Kappa 10.6, Quotient: 3,1
20.11.: Lambda: 4,1, Kappa 9,2, Quotient: 2,2
Ich fühle mich ziemlich fit, treibe so gut es im Lockdown geht Sport (versuche 2-3 x pro Woche Kraftsport und fahre Fahrrad) und spüre glücklicherweise nur ab und zu Nebenwirkungen (Neutropenie in Beinen und Wadenkrämpfe).
Das alles wäre prima und ich könnte wirklich glücklich sein, wenn sich nicht seit August mein Leben und insbesondere das Leben meiner Frau auf den Kopf gestellt hätte. Ihr Sohn wurde im Alter von 23 Jahren zwei Tage nach seinem Geburtstag von Polizisten in Amsterdam erschossen. Völlig sinnlos und falsch, wir hatten ihn vermisst gemeldet und er befand sich wohl in einer plötzlichen Psychose und war hilfsbedürftig.
Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie unser Leben seitdem ist. Meine Krankheit ist völlig in den Hintergrund getreten (was auch gut ist). Ich will und möchte jetzt auch für meine Frau stark und da sein und ihr nicht den nächsten Kummer bereiten.
Ich habe die Lebenszeit, die ich durch die Behandlung bekomme immer als Geschenk betrachtet, momentan fällt mir diese Sicht schwer...
Ich hoffe, die Gerechtigkeit kommt - wir kämpfen dafür. Und ich bleibe ganz lange stark und in Remission.
My mission is remission!