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Jo antwortete auf ACP-Therapie bei Arthrose
29 Jan. 2020 06:41 - 29 Jan. 2020 06:48
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Liebe Birgit, lieber Michi,
warum mich eine vermeintliche Stammzellentherapie bei Arthrosbehandlung so aufhorchen ließ, sind die neuen Forschungsergebnisse zum Mechanismus der Arthroseentstehung. Bisher war ja überhaupt nicht bekannt, warum und wie sich der Knorpel zwischen den Knochen auflöst und warum Arthrose im jungen Alter kaum eine Rolle spielt; auch war nicht bekannt, warum höheres Gewicht und vor allem Fettpölsterchen die Artroseentwicklung beschleunigen.Daher sind auch bisher alle Therapieansätze Makulatur und können maximal die Schmerzen etwas lindern, nicht aber die Ursache bekämpfen. Was haben nun Stammzellen mit Arthrose zu tun? Im Stadium des frühen Embryos gibt es noch kein knöchriges Skelett, alles ist Knorpel. Zwischen den Knorpelzellen ließ sich nun eine Substanz entdecken, die zusammen mit einem Enzym die Umwandlung von Knorpel in Knochen bewirkt. Die Entwicklung wird nach der Geburt langsam gestoppt, weil das Enzym dann nicht mehr aktiv ist. Es verbleiben Knorpel zwischen den Gelenken. Im Laufe des späteren Lebens kann dieses Enzym nun - aus noch nicht vollständig geklärten Gründen - wieder aktiv werden. Durch diese bahnbrechende Entdeckung gibt es nun Interessante Therapieansätze für erfolgversprechende Behandlungen zum Stoppen dieses Enzyms mit Antikörpern. Das ist wohl auch schon mit Mäusen gelungen. www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=6670
Letzte Änderung: 29 Jan. 2020 06:48 von Jo.

birgith antwortete auf ACP-Therapie bei Arthrose
24 Jan. 2020 15:23
  • birgith
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Vielen Dank für die Informationen,
mittlerweile habe ich auch von anderen Patienten ähnliche Geschichten gehört. Es ist wohl wieder so wie immer, bei manchen hilft es - oder zumindest der Glaube daran, und bei anderen nicht. Mein Bauchgefühl rät mir, die Finger davon zu lassen.
Liebe Grüße und gute Wünsche an alle

ED Juni 2011, Stadium 1
Wenn nicht jetzt, wann dann?

Jo antwortete auf ACP-Therapie bei Arthrose
23 Jan. 2020 13:59
  • Jo
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vielen Dank für die Info! Mal wieder reingefallen?....
das riecht ja alles nach einer einkommensträchtigen Seifenblase, wenn nur der Orthopäde verdient und der Erfolg zweifelhaft ist. Das klang doch ganz interessant mit den eigenen Stammzellen...wie blöd. Da sollte Birgit dann wirklich einmal genauer nach beweisträchtigen Behandlungserfolgen nachfragen. Wie gut, dass sie uns hier im Forum hat, wir decken alles auf!.....grins

Müller antwortete auf ACP-Therapie bei Arthrose
23 Jan. 2020 11:04 - 23 Jan. 2020 11:07
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hallo Birgit, hallo Jo,
Bei der ACP-Therapie werden keine Stammzellen irgendwie extrahiert, es werden ca. 10 ml Blut aus der Vene gezogen, dass Blut in einer Zentrifuge geschleudert, so dass letztlich nur noch plättchenreiches Plasma übrig bleibt, das wiederum direkt an der beschädigten Stelle eingespritzt wird. Die Thrombozyten sollen für die Regeneration des Gewebes wichtig sein, meinte der Orthopäde damals und deshalb auch für eine Schmerzminderung sorgen.

Mein Mann hatte letztes Jahr eine sehr schmerzhafte Entzündung am AC-Gelenk (Schulter), der Orthopäde hat ihm diese Behandlungsmethode wärmstens empfohlen. Die Kosten betrugen rund 55 Euro pro Behandlung. Da es keine Kassenleistung ist, können die Ärzte verlangen was sie wollen. Letztlich haben die zehn Behandlungen nur ein Loch von 550 Euro in unser knappen Budget gerissen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen blieben. Mein Mann suchte sich im Nachhinein einen anderen Orthopäden, der ihn im Abstand von 14 Tagen zweimal Kortison gespritzt und dazu Krankengymnastik verordnet hat und alles ist wieder einigermaßen gut. Natürlich ist der Verschleiß trotzdem immer noch da, aber hätte die ACP-Therapie was gebracht, dann hätte sich das in der Bildgebung wohl auch abgezeichnet, denke ich.

Eine Querverbindung von einer Arthrose zum MM gibt es anscheinend nicht. Nur meine Ärztin sagte mir mal, sie sei schon davon überzeugt, dass der chronische Entzündungsstand einer Arthrose ein MM auch befeuern kann. Das zeigen ihr viele Patientendaten, die vor dem MM bereits an einer Arthrose litten. Bewiesen sei das jedoch nicht. Ich selber habe auch seit einigen Jahren eine Arthrose am Hüftgelenk, vielleicht ist da doch was dran...

@ Birgit: ich möchte Dir die ACP-Therapie mit meinen Worten nicht ausreden, das muss jeder selber für sich entscheiden, ob oder ob nicht. Frag halt mal nach, ob man Dir anhand von anderen Patienten den Behandlungserfolg belegen kann.

Gruß Michi
Letzte Änderung: 23 Jan. 2020 11:07 von Müller.

Jo antwortete auf ACP-Therapie bei Arthrose
23 Jan. 2020 08:56 - 23 Jan. 2020 08:58
  • Jo
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Liebe Birgith,
ich habe zwar noch nichts über diese Form der Arthrosbehandlung gehört, finde diesen Ansatz aber hoch spannend. Vielleicht kann uns dein Orthopäde mehr über diesen Therapieansatz verraten. Möglicherweise gibt es ja auch eine Querverbindungen zu unserer Erkrankung, was bisher in Fachkreisen ja eigentlich ausgeschlossen wird. Letztlich ist die Arthrose ja eine Enzündungsreaktion ; auch hier stimmt im Mikrostoffwechsel des Knochens etwas nicht. Die auftretenden Schmerzen kommen auch scheinbar nicht etwa vom Abrieb der Knochen sondern von der Entzündungsreaktion ( siehe auch Liebscher und Pracht " die Arthroselüge"). Das ist ja alles Neuland, ich hoffe, dass dir der Onkologe da weiterhelfen kann? Schön aber, wenn du uns über den Hintergrund und die Behandlung weiter informierst, LG Jo
Letzte Änderung: 23 Jan. 2020 08:58 von Jo.

ACP-Therapie bei Arthrose wurde erstellt von birgith
23 Jan. 2020 07:32
  • birgith
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Hallo zusammen.
Letzte Woche bin ich am Fußgelenk operiert worden, weil dort zwei schon recht große Knorpel-Knochen-Defekte vorlagen und der Schienbeinknochen schon ziemlich ausgehöhlt und bruchgefährdet war. Ein Stück vom Schienbein war bereits abgebrochen.
Jetzt ist dort aufgeräumt worden und mein Körper soll den Knochen und Knorpel wieder aufbauen.
Als Unterstützung dazu hat der Orthopäde mir eine kostenpflichtige ACP-Therapie empfohlen. Dabei wird Eigenblut abgezapft, die Stammzellen irgendwie aufbereitet und dann in das verletzte Gelenk gespritzt.
Wegen des multiplen Myeloms bin ich beim Begriff Stammzellen immer etwas unsicher und weiß nicht, ob diese Art der Behandlung bei der Grunderkrankung wirklich sinnvoll ist oder vielleicht eher nicht durchgeführt werden sollte.
Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Mit meinem Onkolgen möchte ich auch noch sprechen, aber vielleicht kennt sich hier im Forum ja jemand aus.
Liebe Grüße an alle.
Birgit

ED Juni 2011, Stadium 1
Wenn nicht jetzt, wann dann?