hallo Birgit, hallo Jo,
Bei der ACP-Therapie werden keine Stammzellen irgendwie extrahiert, es werden ca. 10 ml Blut aus der Vene gezogen, dass Blut in einer Zentrifuge geschleudert, so dass letztlich nur noch plättchenreiches Plasma übrig bleibt, das wiederum direkt an der beschädigten Stelle eingespritzt wird. Die Thrombozyten sollen für die Regeneration des Gewebes wichtig sein, meinte der Orthopäde damals und deshalb auch für eine Schmerzminderung sorgen.
Mein Mann hatte letztes Jahr eine sehr schmerzhafte Entzündung am AC-Gelenk (Schulter), der Orthopäde hat ihm diese Behandlungsmethode wärmstens empfohlen. Die Kosten betrugen rund 55 Euro pro Behandlung. Da es keine Kassenleistung ist, können die Ärzte verlangen was sie wollen. Letztlich haben die zehn Behandlungen nur ein Loch von 550 Euro in unser knappen Budget gerissen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen blieben. Mein Mann suchte sich im Nachhinein einen anderen Orthopäden, der ihn im Abstand von 14 Tagen zweimal Kortison gespritzt und dazu Krankengymnastik verordnet hat und alles ist wieder einigermaßen gut. Natürlich ist der Verschleiß trotzdem immer noch da, aber hätte die ACP-Therapie was gebracht, dann hätte sich das in der Bildgebung wohl auch abgezeichnet, denke ich.
Eine Querverbindung von einer Arthrose zum MM gibt es anscheinend nicht. Nur meine Ärztin sagte mir mal, sie sei schon davon überzeugt, dass der chronische Entzündungsstand einer Arthrose ein MM auch befeuern kann. Das zeigen ihr viele Patientendaten, die vor dem MM bereits an einer Arthrose litten. Bewiesen sei das jedoch nicht. Ich selber habe auch seit einigen Jahren eine Arthrose am Hüftgelenk, vielleicht ist da doch was dran...
@ Birgit: ich möchte Dir die ACP-Therapie mit meinen Worten nicht ausreden, das muss jeder selber für sich entscheiden, ob oder ob nicht. Frag halt mal nach, ob man Dir anhand von anderen Patienten den Behandlungserfolg belegen kann.
Gruß Michi
Letzte Änderung: 23 Jan. 2020 11:07 von Müller.