Liebe Christine D.,
das Revlimid hat wirklich gar nichts mit der Krankheitsprogression zu tun.
Diese erfolgte - wie Christine schon sagte - trotz des Revlimids.
Es ist leider so, dass die Medikamente irgendwann nicht mehr wirken.
Und eine Hochdosis wird auch nicht "vorbeugend" gemacht - die ist schließlich kein Vitaminpräparat.Das würde keine Krankenkasse vorbeugend bezahlen und jeder Arzt würde sich der Körperverletzung schuldig machen, wenn er ohne sehr triftigen Grund eine solch gefährliche Prozedur einfach mal so durchführen würde.
Dass du die Krankheitsprogression auf das Medikament zurückführst und Agst hast, dass ein weiteres Krebsmedikament "sein Blut zesrtören" würde, ist medizinisch völlig unbegründet - aber verständlich.
Vielleicht suchst du nach Gründen, dass die Krankheit wiedergekommen ist und vielleicht hast du damit auch nicht gerechnet. Ich habe ganz persönlich häufiger von Mitpatienten gehört, dass Ärzte " auf Station" manchmal eine recht drastische Wortwahl haben, wohingegen die ambulanten Onkologen z.T. wahre Meister der Hoffnungsstiftung sind. Es liegt im Auge des Betrachters, was man als besser empfindet oder was man lieber hören will...
Tatsächlich ist Pomalidomid hoch wirksam und evtl. einfach nur ein Medikament, dass dein Mann noch nicht bekommen hat und daher ein weiterer- sinnvoller - Versuch, die Krankheit zu stoppen.
Und es ist tatsächlich so, dass die Ärzte damit Erfolg haben können.
Hier im Forum sind eine ganze Reihe von "hoffnungslosen" Fällen, die immer noch leben - also Kopf hoch.
Liebe Grüße
Nicole