Hallo Beate,
das Kurzzeitgedächtnis und die Konzentration leiden bei mir auch sehr. Ich bekomme seit ca 1,5, Jahren Revlimid. Bei der Kontrolle im Dezember sagte man mir in Würzburg, dass die Vergesslichkeit und die Konzentrationsstörungen nicht vom Revlimid käme, sondern eine Nachwirkung der Hochdosis seien. Mhh, ich habe da nach wie vor eher das Revlimid in Verdacht. Nach der ersten HD hatte ich zwar auch Konzentrationsstörungen, aber die Vergesslichkeit, besonders im Kurzzeitgedächtnis tritt erst in letzter Zeit so extrem auf. Somit führe ich das auf das Revlimid zurück. Man hat mir auch gesagt (nicht beim Hämatolog) es kann eine Kombination aus vielem sein: die Angst und die seelische Beschäftigung mit der Erkrankung, das Alter und dazu die vielen Gifte, die unser Körper und somit unser Gehirn ertragen musste. Wie will man das beweisen? Was würde es uns auch bringen?
Jo, die Tipps mit den Übungen, besonders den Bildern mögen ja gut sein, im Alltag einer Mutter von drei Kindern aber leider nicht umsetzbar. Wie oft vergesse ich da schon, was ich holen wollte. Bilder helfen da nicht, weil ich auf dem Weg zum Salzstreuer mehrfach angesprochen werde oder dazu noch etwas anderes erledigen muss usw. Wenn ich da noch die ganze Zeit das Bild vom Salzztruer im Kopf mit mir rum tragen würde, käme ich zu garnichts mehr. Multitasking geht absolut nicht mehr - OK ich muss zugeben, da war ich noch nie wirklich gut drin

. Aber schlimmer noch: ich erinnere mich an Gespräche, die stattgefunden haben manchmal gänzlich gar nicht mehr. Das macht schon wirklich Angst.
Mein Arzt hat nur die Schultern gezuckt. Tja, so ist das eben, was möchte man? Überleben, dazu gehören die Konsequenzen der Nebenwirkungen der Medikamente. So ist das eben. Und ja, die Familie leidet darunter! Sehr sogar. Manchmal wird man auch ungehalten, wenn man merkt, dass man nicht mehr alles so kann, wie man es gerne können möchte.....
Zu den Schlafstörungen: die haben ich unter Revlimid leider auch. Die Einnahme direkt vor dem Schlafengehen ist auf jeden Fall wichtig und täglich ausreichend Bewegung an der frischen Luft. Und klar, je mehr ich mich ärgere, um so schlechter schlafe ich. Meditation ist da bei mir immer sehr hilfreich.
Der Mensch verändert sich mit der Erkrankung und auch mit der Behandlung. Die Angehörigen aber auch!
Allen ein frohes und gesundes neues Jahr und viel Geduld und Verständnis miteinander!
Liebe Grüße
Ma