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Franziska123 antwortete auf VRd oder VCd
27 Nov. 2019 14:05
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Hallo Dave,

meine Mutter bekam 2010 9 Zyklen VMP,nachdem sie die SZT abgelehnt hatte.
Die therapiefreie Zeit war fast 9 Jahre.Jetzt nimmt sie seit April 2019 Revlimid 10mg +Dexa
16mg.....bis jetzt funktioniert das.

ICH würde mit 73 Jahren keine SZT machen.Meine ganz persönliche Meinung und Einstellung.
Es gibt heute andere Möglichkeiten.

Viel Glück für die "richtige" Therapiewahl.

Jeanny

klein Grisu antwortete auf VRd oder VCd
27 Nov. 2019 10:10 - 27 Nov. 2019 11:14
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Hallo Dave

willkomen hier im Forum

ja ihr habt die Qual der Wahl

Induktionstherapie VRD<>VCD vor SZT:
durch Studien belegt ist
  • die Therapie mit VRD ist wirksamer als mit VCD
  • Revlimid erschwert etwas die Stamzellensammlung. Laut einer amerik. Studie ist dies anscheinend nicht so gravierend wie man ursprünglich angenommen hatte. Der Prozentsatz an Sammlungsmisserfolgen war mit 2% ~gleich hoch. Der Altersdurchsnitt in der Studie war 58 Jahre, wieviel über 70Jährige dabei waren ??? ( myelomabeacon.org/deutsch/2013/05/16/rev...d-stammzellsammlung/ )
  • Die Nebenwirkungen, insbesondere PNP sind bei VRD etwas stärker

Hochdosistherapie mit Stammzellentransplantation ja/nein
  • statistisch belegt, mit der HD wird das Gesamtüberleben verlängert
  • Die HD+SZT ist sehr viel belastender für den Patienten und nicht ganz risikolos.
  • Ohne HD wird durch die Hinzunahme von Antikörpern zur Therapie das Progressionsrisiko wesentlich gesenkt. Die Zahlen zu D-VMP hast Du ja schon gefunden
Prof. Einsele hat beim diesjährigen Würzburger Patiententag darüber referiert, Schau Dir das Video an
www.myelom.org/diagnose-therapie/weiterf...om-eha-imwg-und-asco

Sonnige Grüße

Markus
Letzte Änderung: 27 Nov. 2019 11:14 von klein Grisu.

Müller antwortete auf VRd oder VCd
27 Nov. 2019 09:24
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Hallo Dave,
Wenn Würzburg zu VRD rät, dann sagt das schon was aus. VRD außerhalb einer Studie zu bekommen, ist sehr gut, meine ich. In Studien gäbe es noch Antikörper dazu. Ich bin jetzt im ersten Zyklus und die Nebenwirkungen sind vertretbar. Die Befürchtung von Neurophatien hat man mir hier im Forum zerstreut. Ich habe mich innerlich sehr gegen eine Behandlung gesträubt, aber man kann leider nicht aus. Ob nun VCD oder VRD das bessere Schema sind, kann ich nicht sagen, das wird wahrscheinlich von Patient zu Patient unterschiedlich wirken, jedoch soll VRD das verträglichere sein, zumindest hat mir meine Ärztin hier in der heimatnahen Klinik dazu geraten. Cyclophosphamid wollte sie mir in jedem Falle ersparen. Wie Jo sagt, ein Teufelszeug. Das man heute noch Cyclophospamid und Melphalan einsetzt zur Erstbehandlung ist nach meinem Wissenstand nicht mehr gängig. Was die Stammzellentnahme anbelangt, soll VRD keinen Einfluss darauf haben.

Wünsche Euch eine weise Entscheidung.
Gruß Michi

Unknownuser antwortete auf VRd oder VCd
27 Nov. 2019 09:23
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Hallo Dave,
alle Studien weisen bisher daraufhin das eine frühe Stammzelltransplantation mit einem längeren Gesamtüberleben einhergeht. Eine Dauertherapie mit einem Monoklonale Antikörper ist für den Körper allerdings weniger belastend.
Ich selbst hatte meine Induktionstherapie mit Cyclophoshamid und ich hatte keine Nebenwirkungen bei einem sehr guten Ansprechen.
Ich denke es gibt keine Pauschales besser oder schlechter da jeder Körper anders ist.
Ich kann dir nur den Tipp geben triff deine Entscheidung und stelle Sie nachher nicht in Frage, denn es war zu dem Zeitpunkt die Option die dir am besten erschien.

"Am Ende ist alles gut, nur davor ist manchmal echt Scheiße"

Urmel antwortete auf VRd oder VCd
26 Nov. 2019 22:24
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Hallo Dave, ich stand mit 72 vor dem gleichen Problem. Ich habe (beim 2. Mal) eine sehr vorsichtige Variante gewählt. Erst Rd ein Jahr, bis die Nebenwerte nicht mehr mitmachten. Danach permannt Vd einmal wöchentlich mit Unterbrechung alle 3 oder 4 Wochen. Das "permanent" konnte ich nach 2 Jahren beenden und brauche seit 1,5 Jahren gar nichts mehr. Ob das auch bei fortgeschrittenen Konstellationen hilft, ist natürlich eine andere Frage. Die VRd Variante hat als Nebenwirkung häufig PNP zur Folge. Aber wegen der Schmerzen ist sie hier wohl angebracht.

Dass immer noch Cyclophosphamid und Melphalan angewendet wird, könnte an dem veraltetem Wissen einiger älterer Mediziner liegen und den günstigeren Preisen dieser Medikamente. Der Nutzen der autologen SZT für Ältere leuchtet mir auch nicht so recht ein. Wenn irgendwann gar nichts mehr hilft kann man ja später noch auf die "Oldtimer" oder besser ganz neue Mittel zurückgreifen.

Dave64 antwortete auf VRd oder VCd
26 Nov. 2019 20:10
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Hallo MyelomaTrier,

vielen Dank erstmal für deine Antwort.

Ich hatte bereits erwähnt, dass mein Vater leider nicht der einzige mit einer hämatologischen Erkrankung ist. Wir haben noch einen Cll Fall in der Familie. Jetzt hatte ich dem behandelnden Onkologen die Unterlagen geschickt und dieser hat eine ganz andere Behandlung vorgeschlagen.

Nämlich Daratumumab plus Bortezomib, Melphalan, und Prednisone. Mit dieser Behandlung wird natürlich die Stammzellentransplantation verabschiedet.

Dieser Behandlungstyp liefert laut Literatur vergleichbare PFS wie eine Stammzellentransplantation.

Mein Vater hat keine Herzerkrankung aber laut dem CT Bericht sind beide Herzkammern vergrößert, d.h. was nicht ist kann noch sein.

Langsam versteh ich den Arzt aus einem Youtube Video der gesagt hat:

"Der Vorteil ist wir haben zu viele Behandlungsmöglichkeiten aber der Nachteil ist auch wir haben zu viele Behandlungsmöglichkeiten"

Wie würdet Ihr euch entscheiden und warum?

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

Euer Dave