Hallo Silke
Es freut mich, dass den Mann eine sehr lange Remissionszeit hatte und aktuell sehr gut auf die aktuelle Behandlung angesprochen hat.
Mit eigenen Erfahrungen kann ich nicht dienen, bin (zum Glück) noch nicht soweit
Es ist richtig dass es mittlerweile für die Zweitlinie zugelassene Immuntherapien gibt die auch lange Remmissionszeiten ermöglichen. Mit an erster Stelle stehen dabei Kombinationtherapien mit monoklonalen Antikörpern (z..B Daratumumab, Elotuzumab) Der Antikörper wird dabei oft in Kombination mit Revlimid + Dexamethason bzw. Velcade und Dexamethason eingesetzt. In Studien wurde gezeigt, dass mit diesen Therapien mehrjährige Remission möglich sind.
Vorteil einer Immuntherapie: sie ist erst einmal nicht so belastend, man erspart sich den Hammer der Hochdosischemo, die Medikamente wirken gezielter gegen das Myelom
Nachteil: Die Immuntherapie ist als Dauertherapie ausgelegt, also auch dauerbelastend und entspr. einschränkend (ständige Infusionen über mehrere Jahre, ggf Port weil die Venen nicht mehr mitmachen …). Die Therapien sind leider auch nicht nebenwirkungsfrei.
In den medzin. Leitlinien wird immer noch eine 2. Stammzellentransplantion bei Patienten mit Spätrezidv (wie dein Mann) empfohlen. Hier ein Link zum Nachlesen:
www.myelom.org/diagnose-therapie/medizin...inien-zur-behandlung
Welche Therapie besser oder schlechter ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Wirksam sind beide Ansätze. Wie Lisa geschrieben hat treffen viele Patienten die Entscheidung anhand der eigenen Erfahrung bei der 1. HD