Hallo Thomas,
leider gibt es viel zu wenig Studien über das Fasten während der Behandlung von uns Krebspatienten. Das ist sehr schade; hinzukommt, dass nicht jeder Patient für jede Art von Fastenprogramn gleich gut geeignet ist, vor allem nicht, wenn es gleich um so eine ausgedehnte lange Zeit von 42 Tagen geht.
Die Ablehnung von Klaus kann ich daher sehr gut nachvollziehen. Alleingänge - ohne Einbeziehung erfahrener Komplementärmediziner nur aufgrund von einzelnen Empfehlungen oder Büchern halte auch ich für recht risikoreich. Dass das Fasten für einige Patienten - besonders auch während Chemotherapien - einen Nutzen haben kann, ist allerdings belegt. Wenn Du daran Interesse hast, würde ich mich in deiner Stelle mir dem Naturheilzentrum der Charite in Verbindung setzen. Hier bekommt man auch Empfehlungen, z.B. einen Therapieplan, den man dann mit dem Onkologen abstimmen muss, wenn er dafür offen ist.
Hast du selbst schon Erfahrungen mit Essenspausen.? Einige unserer Forumsteilnehmer machen ein sogenanntes Intervallfasten. Dort kann man zunächst prüfen, wie gut man mit den Essenspausen zurechtkommt. Dass Essenspausen gut und gesund für uns sind, ist eindeutig belegt. In den Industrieländer ist der Kühlschrank immer gefüllt, wir können immer essen. Unser Stoffwechsel hat oft gar nicht genügend Zeit, sich um die Problembeseitigung zu kümmern, er ist nur mit der Nahrungsverarbeirung beschäftigt, wir stopfen immer nach. Die Folge davon sind viele Stoffwechselstöhrungen. Normalerweise kann auch ein gesunder Stoffwechsel dafür sorgen, dass unser Immunsystem entartete Zellen attackiert. Ist der Stoffwechsel überlastet, funktioniert das nicht mehr richtig.
Von mir gibt es daher überhaupt keine Ablehnung für ein Fasten!!! Die Frage ist allerdings nach der Länge dieser zusätzlichen Therapie, die mit 42 Tagen auf jeden Fall in ärztlich Kontrolle gehört. LG Jo