Ich habe während der ganzen Stammzellensammlungsphase 1 Nacht im KrHaus verbracht, vor allem, weil es unpraktisch wäre,mit Infusionsständer Auto zu fahren und ausserdem wars mir im Grunde genommen "speiübel".....auch nach dem Einsetzten eines ZVK wurde ich heimgeschickt. Für die autologe hätten sie mich mindestens 1 Woche behalten und dann je nach Stand der Dinge heimgelassen. Zur Geschichte gehört aber, dass ich nur 20 min vom Krankenhaus wegwohne und eine gute - mich versorgende - Familie im Rücken hatte - das kann man also nicht richtig vergleichen. Aber wie ihr wisst, macht Bart Barlogie seine TT`s auch alle ambulant! Und das ist ja schon was geboten,was die Anzahl der Mittel und die Härte der Therapie angeht. Die Patienten aus der ganzen Welt mieten Wohnungen in der Stadt und fahren dann zur Chemo ins Kra-Haus. Josef hat das übrigens auch gemacht, und 1 Woche später sogar wieder Rasen gemäht (ein Feld eher)
Wie auch immer steht fest, dass die Liegezeiten in D sehr viel länger sind als hier. Ich habe das schon oft gedacht, als ich das mit Beispielen aus der Familie vergleichen habe ( Kaiserschnitt, Geburten, Blinddarm und solche vergleichbaren Sachen fast alles doppelt so lange) Die Frage ist, ob man sich das noch lange so leisten kann und ob es nicht Unsinn ist, gerade bei den Übernachtungen im Kra-Haus generös zu sein.
Besser als alle gleich zu behandeln wäre es, von Fall zu Fall sehr individuell für den Patienten zu entscheiden. (....bei mir im Zimmer lag eine ältere Frau, die nicht heimwollte, obwohl sie wieder recht fit war. Wir habe uns dann unterhalten und es kam zu Tage, dass sie alleinstehend war und endlich froh war, jemanden zum Reden zu haben und 3 x pro Tag Essen serviert zu bekommen - tja - die Schwestern haben dann tatsächlich ein Wochenende drangehängt. Schön dass so etwas auch noch geht)
In diesem Sinne - schöne Pfingsten