Ja Jo,
wollte ich auch noch schreiben, dass es sich hierbei nicht um "neue" Messparameter handelt, sondern um altbekannte von der Osteoprorse her. Und kann auch gar nicht so teuer sein. Vielleicht sind da erstmal Orthopäden die besseren Ansprechpartner als Hämatologen (?).
bALP als Parameter für Osteoblastenaktivität habe ich im deutschsprachigen Laborangebot unter "ALKN" = "alkalische Phosphatase Knochen" gefunden, also vielleicht hierzulande besser unter diesem Namen bekannt.
Ich denke, wenn schon, dann sollte man gleich die gesamte vorhandene Palette an Parametern testen, die Knochenabbau als auch Knochenaufbauaktivität zeigen.
Die Blutentnahme sollte frühmorgens auf nüchternen Magen erfolgen, sonst sind die Werte nicht repräsentativ - vielleicht eine Schwierigkeit, die Hämatologen haben. Alle anderen unserer typischen Werte brauchen ja keinen nüchternen Magen.
Dann muss ich noch zurückrudern, was den Nutzen des CTX Wertes als Parameter für Osteoklastenaktivität bezüglich Vorhersage des Risikos für Kiefernekrose betrifft. Es gibt Metastudien, wonach sich das doch nicht mit einem Messwert von über/unter 150 pg/ml abschätzen lässt. Also anderes Ergebnis als in der von mir angegebenen Studie.
Leuchtet mir nun auch irgendwie ein - denn ein einzelner Messwert reicht dazu sicherlich nicht aus.
Wenn, dann müsste man sicher über einen längeren Zeitraum messen (der Knochen verdichtet sich ja auch nicht spontan innerhalb eines Tages, sondern über viele Monate) und bestimmt auch mit einem Osteoblasten-Parameter wie bALP=APKN ins Verhältnis setzen. (Knochenverdichtung und Knochenverlust treten ja nur auf, wenn eines der beiden überwiegt)
Aber dazu liegen wiederum keine Studien vorher, somit macht es auch kein Arzt.
Also, ich will auch schauen, ob ich das ne Zeit lang messen lassen kann, sei es bei meiner Orthopädin oder in der Hämatologie. Alles nicht so einfach, wie man es sich erstmal vorstellt.
LG Gex
Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR