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03 Juni 2019 15:28
  • Jo
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Das Gute an dieser akademischen Forschung:: Das Tübinger immunisierungsverfahren ist in Zusammenarbeit mit dem deutschen Konsortium für Krebsforschung entstanden und kommt nach Auskunft von Prof. Salih ganz ohne Unterstützung der Pharmaindustrie aus. Mit dieser Initiative, so die Tübinger Forscher, wird das Feld der Medikamentenentwicklung wieder ein wenig mehr für die Akademie zurückerobert. Das könnte für uns alle von großem Nutzen wie kürzere und einfachere Zulassungsverfahen und günstiger Preise sein. Das klingt zum ersten mal richtig gut, schauen wir mal

Tetti1958 antwortete auf Allogene Stammzelltransplantation?
03 Juni 2019 11:25
  • Tetti1958
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Danke Jo, werde ich mich mal mit beschäftigen.

Et häät noch immer joot jejangen

03 Juni 2019 11:18 - 03 Juni 2019 11:18
  • Jo
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Guten Morgen Kirsten,
es gibt da wohl inzwischen eine Reihe von Fachveröffentlichungen. Zum Einstieg empfehle ich das Interview von Prof. NIsar Malek, dem Leiter des Zentrums für personalisierte Medizin in Tübingen . In enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr Wolfgang Herr von der Uniklinik Regensburg beschreibt er den Paradigmenwechsel. In der personalisierten Medizin folgt die Therapie einer umfangreichen genetischen Diagnostik und nicht " one size fit " ausprobieren ohne zu wissen, ob es wirklich funktioniert. Hat man die patientenspezifischen Biomarker gefunden, lassen sich Impfstoffe herstellen, um unser Immunsystem zu triggern und Hoffnung, dass die Behandlung wirklich kurativ (heilbar) ist. Das ist der Weg, auf den wir hier alle ungeduldig warten. Statt dessen sind wir zur Zeit genervt, dass viele Therapien individuell nicht wirklich gut oder sogar gar nicht funktionieren, die Zeit verlängern und es blöde Nebenwirkungen gibt..
LG Jo
Letzte Änderung: 03 Juni 2019 11:18 von Jo.

Tetti1958 antwortete auf Allogene Stammzelltransplantation?
03 Juni 2019 07:38 - 03 Juni 2019 07:39
  • Tetti1958
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Guten Morgen Jo,
Könntest du bitte mir/uns etwas mehr über die Studie aus Tübingen erzählen oder hier reinschreiben, wo man was dazu finden kann.
Danke!
Herzlichen Gruß, Kirsten

Et häät noch immer joot jejangen
Letzte Änderung: 03 Juni 2019 07:39 von Tetti1958.

02 Juni 2019 20:40
  • Jo
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Hallo Joachim,
die Chancen und Risiken gegeneinander abwägen, ist sicher ein guter Weg. Die Chemotherapie ist und bleibt eine risikoreiche Behandlung ( ob allogen oder autolog) und wird, wie wir inzwischen alle wissen durch effektivere besser Methoden zur Immuntherapie abgelöst. Es ist also nur eine Ubergangslösung, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, bis bessere nebenwirkungsärmere Behandlungen, die unser Immunsystem mit einbeziehen klinisch werden. Man sollte aber sicher von der allogenen SZT keine Wunder erwarten, sondern wissen, dass das Risiko höher als bei der autolog SZT ist und Heilungsaussichten -anders bei patientenspezische Immuntherapie - überhaupt nicht versprochen werden können.
Wie auch hier im Forum schon viel diskutiert wurde, gibt es aber berechtigte Hoffnung, dass das patientenspezifische -genetisch programmierte Myelom zukünftig die Behandlungsoptionen bestimmen. Nur dann werden wir aus dem Zustand der Versuchskaninchen herauskommen. Ganz vielcersprechend sind die aktuellen Studien dazu in Tübingen, von denen ich auch für mich viel erwarte.
LG Jo

PMF2SZT antwortete auf Allogene Stammzelltransplantation?
02 Juni 2019 16:57
  • PMF2SZT
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Chiara12 schrieb: ...
Eine allogene Transplantation ist immer mit einer Abstoßungsreaktion des Körpers assoziiert. Sie kann zu sehr schweren Nebenwirkungen führen, aber nicht immer. Meiner Kenntnis nach stehen die Mediziner dieser Behandlung sehr skeptisch gegenüber.
...


Ich habe manchmal den Eindruck, dass hier im Forum fehlende oder halbwahre Informationen einen objektiven Blick auf die alloSZT verstellen. Wenn bei einer alloSZT keine Abstoßungsreaktionen (GvHD) auftreten, gibt es keine Heilung. Der mit einer GvHD einhergehende GvL-Effekt sorgt dafür, dass die kranken eigenen Zellen von den gesunden Spenderzellen verdrängt werden. Also: Ohne GvHD keine GvL. Ob eine alloSZT erfolgreich verläuft, hängt davon ab, ob die Spezialisten in der zugehörigen Ambulanz das Immunsystem des Empfängers durch die entsprechenden Medikamente kontinuierlich so einstellen können, dass es gerade genug GvHD gibt, so dass eine genügende GvL entsteht und dadurch ein Rezidiv verhindert wird, und gleichzeitig die GvHD nicht überschießt, so dass sie für den Empfänger gefährlich werden kann. Dies gelingt nicht immer und erfordert viel Erfahrung.

Einer alloSZT deshalb grundsätzlich ablehnend gegenüber zu stehen, ist - objektiv betrachtet - unangemessen und gründet sich meistens auf fehlende Sachkenntnis. Bedauerlicherweise darf man davon auch viele Mediziner nicht ausnehmen. Deshalb ist die Einholung einer kompetenten Zweitmeinung so wichtig. Nur ein kompetenter SZT-Spezialist kann einem Patienten helfen, die Chancen und Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen.