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klaus99 antwortete auf Daratumumab
17 Juni 2019 20:49
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Hallo zusammen,
gerade hat uns folgende Informaion erreicht:

"Bei Patienten mit Multiplem Myelom, die mit dem monoklonalen Antikörper Daratumumab (Darzalex) behandelt werden, kann es zu einer – auch tödlich verlaufenden – Hepatitis-B-Virus (HBV)-Reaktivierung kommen.Janssen Cilag ändert die Produktinformationen zu Darzalex®. Künftig werden Fach- und Gebrauchsinformation zu Daratumumab darauf hinweisen, dass ein Zusammenhang zwischen dem beim multiplen Myelom eingesetzten CD38-Antikörper und einer Hepatitis-B-Reaktivierung nicht ausgeschlossen werden kann. In Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA und dem Paul-Ehrlich Institut PEI informiert Darzelex®-Hersteller aktuell mit einem Rote-Hand-Brief."

Mehr Informationen findet ihr unter

www.myelom.org/diagnose-therapie/weiterf...f-hepatitis-b-testen

Liebe Grüße
Klaus

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Ansch antwortete auf Daratumumab
26 Apr. 2019 15:11
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Danke noch einmal. Ich werde jetzt wohl auch gegen das Ansinnen des niedergelassenen Onkologen die Therapie weiterführen, da ich auch von anderer Seite den gleichen Ratschlag erhalten habe.
Beste Grüße

Jo antwortete auf Daratumumab
22 Apr. 2019 20:19
  • Jo
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Hallo Tochter B.,
in der Regel sind die Oberflächenepitope CD 38 schon auf allen Myelomzellen., allerdings auf den Exosomen vorhanden. Einfach erklärt, schauen Sie bei einigen Patienten nur nicht weit genug aus den Exosomen heraus ( Exosomen und Endosomen funktionieren als Transportkompartimente durch die Zellmembran), so dass der Antikörper hier nicht angreifen kann, weil er das Protein gar nicht erkennt. Die Zellmembran selbst ist eine zu starke Barriere, die oft auch von Chemozyklika nicht durchbrochen werden kann. Französischen Wissenschaftlern ist es nun - neben Wissenschaftlern aus der Charite gelungen, diese "molekularen Türöffner" sprich die Exosomen in vitro zu isolieren. Somit könnte man schon vor einer Behandlung prüfen, ob die "Erkennungsproteine" gut genug exprimiert sind. Wenn nicht, stehen Peptide als Transporter in der Pipeline, die sich auf der einen Seite an die verkürzten Bruchstücke heften können ( im Gepäck dann der Antikörper, so dass sie den Weg in die Exosomen und damit in die Myelomzelle ermöglichen.
Das ist in verschiedenen Quellen nachzulesen u.a. In Spektrum der Wissenschaft 1/19 S. 76 ff. Das wäre ja nicht schlecht, wenn wir vorher wüßten, ob es funktioniert. Dann wäre man nicht immer ein Versuchskaninchen. Kosten dieser Diagnostik sind allerdings unbekannt. Habe nichts gefunden. Sprecht doch eure Onkologen mal darauf an. LG Jo

klaus99 antwortete auf Daratumumab
22 Apr. 2019 15:46
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Hallo Ansch,
nein, ich habe persönlich keine Erfahrungen mit diesem Therapieschema. Ich bin seit meiner 2. autologen SZT (März 2018) in einer Erhaltungstherapie mit Lenalidomid (Revlimid) 10mg.

Ich habe aber auf etlichen Fachveranstaltungen Diskussionen zu diesem Thema verfolgt. Die überwiegende Meinung dabei war, dass es wie in deinem Fall besser ist, die Therapie als "Dauertherapie" zu machen.

Unter anderem war dies auch ein Grund, weshalb ich letztes Jahr mich statt zu einer Dauertherapie mit Elotuzumab, Lanalidomid und Dexa für die 2. SZT entschieden habe, um danach möglichst lange therapiefrei zu sein.

Gruß
Klaus

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Ansch antwortete auf Daratumumab
21 Apr. 2019 09:48
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Hallo Klaus.
Ich danke Dir für die klare Ansage.
Hast Du selber Erfahrungen mit der Therapie? Wenn ja, wie lange?
(ich hoffe, ich trete Dir mit den Fragen nicht zu nahe.)
Gruß

klaus99 antwortete auf Daratumumab
20 Apr. 2019 16:52 - 20 Apr. 2019 17:08
  • klaus99
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Hallo Ansch,

herzlich willkommen in unserem Forum.
Ich habe die Überschrift des Themas geändert bzw. in einen anderen Thread verschoben, da du dich da wohl ein weinig vertippt hattest.

Zu deiner eigentlichen Frage:

Die Therapie, die du derzeit erhältst, ist grundsätzlich eine Dauertherapie, die solange durchgeführt wird, bis es zu einem erneuten Rezidiv kommt, oder der Patient unter nicht vertretbaren Nebenwirkungen leidet.
Insofern muss ich deiner Onkologin, die die Zweitmeinung erstellt hat, recht geben. Es gibt Onkologen, die auch die Meinung deines niedergelassenen Onkologen vertreten, aber das halte ich persönlich nicht für gerechtfertigt. Insbesondere da du ja noch nicht so lange in einer kompletten Remission bist. Ich sehe hier die Gefahr, dass die Myelomzellen doch recht schnell wieder aktiv werden. Sie sind eben nicht weg, sondern die Therapie hält sie in Schach.

Sofern du also mit der aktuellen Therapie keine Problem (Nebenwirkungen, starke Einschränkungen der Lebensqualität) hast, mach die Therapie weiter.

Liebe Grüße
Klaus

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Letzte Änderung: 20 Apr. 2019 17:08 von klaus99. Begründung: Ergänzung