Hallo,
so bemitleidenswert und frustrierend dein momentaner Zustand auch sein mag, bitte schütte aber dennoch nicht das Kind mit dem Bade aus.
Zometa hat sicher noch einen Effekt bei dir. Aber es steht mehreren mächtigen Gegnern gegenüber, gegen die es schwierig ist die Oberhand komplett zu behalten:
- die Myelomzellen knabbern am Knochen
- deine Schmerzen schränken deine Beweglichkeit und damit den Knochenaufbau ein
- und Dexa (falls du es noch bekommst) macht dazu auch noch die Knochen weich
Und wie Jo schrieb: Zometa reduziert nur den Abbau, aber triggert nicht einen aktiven Aufbau der Knochen.
Überleg dir vielleicht mal, ob Denosumab eine Alternative wäre. In der Pubmed Datenbank gibt es einige Beiträge, die besagen, dass die Knochendichte mit Denosumab zumindest bei Osteoporose mind. gleich schnell oder schneller zunimmt als bei Zometa.
Vorteil ist auch, dass die subkutane Gabe in wenigen Sekunden erfolgt. Also, ein Quäntchen mehr Lebenszeit/qualität als bei (evtl. nerviger) intravenöser Gabe von Zometa.
Zwar gab es ja kürzlich Berichte, dass es in seltenen Fällen zu multiplen Wirbelbrüchen kommen kann, wenn Denosumab wieder abgesetzt wird, aber vermutlich musst du es eh für immer nehmen sodass Absetzen kaum jemals ein Thema wird.
Drücke dir auch die Daumen, dass du immer schmerzfreier wirst, damit du in Bewegung kommst.
Schließlich noch die Nachricht, dass die FDA gerade erstmals einen knochenaufbaunden Anti-Sclerostin Antikörper, Romusozumab, zugelassen hat. Erst mal nur für Osteoporose für Frauen in der Post-Menopause, nicht fürs Myelom. Wird sicher noch dauern, bis das beim Myelom getestet wird und sowieso bis Europa. Aber vielliecht eine gute Idee, die Augen in dieser Richtung offen zu halten.
Alles Gute Gex
Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR