Hallo Rudi,
das hat er mir auch so gesagt, und da ist doch auch eine gewisse Logik dahinter...
falls man 3 Jahre oder laenger in PR ist, bedeutet es doch, dass eine "kleine" Grunderkrankung bleibt, aber die kontrolliert werden kann und sich nicht veraendert. Wenn man dagegen eine CR erreicht, was ja auch gut ist, aber innerhalb von 3 Jahren die KH wieder ausbricht, dann deutet das doch auf eine erhebliche Aggressivitaet.
Mir wurde gesagt, dass selbst eine stringent CR nicht Bestand haben koennte. Deswegen ist es momentan so, nach autologer und wenn man in CR oder sCR ist, mit Durchflusszytometrie die Restkrankheit festzulegen, scheinbar ist es inzwischen so, dass (zumindest in den "guten" Zentren viele Patienten bei Diagnose jetzt eine KM Biopsie machen um mit den patientenspezifischen Markern dann spaeter die Krankheit zu verfolgen und zu sehen ob der Patient eine molekulare Remission erreicht.
Momentan ist nach einigen Studien klar, dass nur eine molekulare Remission langjaehrige Ruhe oder evtl. fast Heilung bewirken kann, d.h. man kann jetzt mit dieser Methodik das besser feststellen und beurteilen.
Die Debatte scheint nun zu sein, ob man bei einer kleinen Restkrankheit und der Patient in CR ist weiterbehandeln soll um diesen Wert noch weiter zu senken und evtl. eien molekulare Remission zu erreichen. Die Studie von Ladetto hat ja ergeben, dass "nur" ca. 20% der Patienten eine molekulare Remission erreichen. Vielen scheint das nicht ausreichend zu sein.
Der Punkt ist aber, dass die Studie eben von der Gesamtzahl der Patienten ausgeht, also auch die einschliesst, die nur eine PR oder VGPR erreichen. Wenn aber ein Patient schon in CR oder sCR ist, und weiterbehandelt wird, muesste die Chance eine mol. Remission zu erreichen, doch viel hoeher sein.
Also wie ihr seht, eine CR zu erreichen ist nicht das Ende der Fahnenstange, es sollte schon die "Qualitaet" der CR beurteilt werden.
Tja...es gibt noch viel zu tun
gruss
rudi schrieb: Hallo Christer,
in dem Bericht (Link) steht was erstaunliches, das ich so bisher noch nir gehört habe:
Nach autologer SZT:
"Eine besonders gute Prognose haben die Patienten, bei denen die komplette Remission mindestens 3 Jahre erhalten bleibt. Patienten, die innerhalb der ersten 3 Jahre nach Transplantation ein Rezidiv aus kompletter Remission entwickeln, haben eine besonders schlechte Prognose. Die Prognose dieser Patienten ist schlechter als die von
den Patienten, die nie eine komplette Remission erreichen."
Also das heißt ja, das eine CR relativ zu bewerten ist.
CR die über 3 Jahre hält ist gut!!!!!!!!!!!!
CR die weniger als 3 Jahre hält ist schlechter als eine PR!!!!!!!!!!!!!
:bang: