Hallo Traudl,
ich finde die beiden Vorschläge deiner Onkologie wirklich gut, präzise und interessant.
Individuell der Lebenssituation angepasste Therapie vs. Therapie mit besten Erfolgsaussichten.
Die DSMM XVII dürfte sicherlich am ehesten zu langfristigem Erfolg führen (vor allem wenn Du das Glück hast in den Elotuzumab-Arm gelost zu werden), aber halt erkauft durch 3-4 Jahre hartes Studienprotokoll, dass keine großen individuellen Anpassungen/Therapieumstellugen erlaubt. Auch ohne Elotuzumab hättest Du in der Kontrollgruppe mit dem KRD Schema auch schon eine Spitzen-Therapie.
RD ist ja ein Schema, was eher bei älteren, nicht-transplantionsfähigen Patienten eingesetzt wird und dort in aller Regel auch recht gut wirkt und ein paar Jahre rausschlagen kann.
Das Schöne ist, das es ein orales Schema für zu Hause ist, sodass endlose Kkh-Besuche entfallen. Ideal, um weiterarbeiten zu können, oder auch sonst noch recht fit eine Weile durchs Leben zu gehen.
Und sollte RD nicht gut ansprechen, hättest Du als Zweitlinie immer noch die Möglichkeit, Kyprolis hinzuzunehmen und dann wärst Du im Grund gleichgestellt wie die DSMM XVII Kontrollgruppe.
Bin gespannt, was Du machst.
Liebe Grüße und alles Gute Gex
Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR