Hallo Jeanny,
schön, dass nach so langer Zeit noch alles einigermaßen passt.
Ich verstehe nach wie vor nicht, warum die Ärztin bei der Problematik auf die Pause besteht, denn die meisten nehmen ja ohne Pause in der Erhaltung. Aber klar wenn man was ändert und es steigen dann die Werte stellt man sich die Frage, wäre es anders auch so gekommen, echt schwierig. Noch schwieriger finde ich als Tochter, für die Mutter.
Diese Zweittumoren sind meistens Weißer Hautkrebs, dieser ist eh mit zunehmendem Alter einer der häufigsten Krebsarten, wer will denn da die Entscheidung treffen wo er her kommt.
Zitat von dir:
"Ich denke immer und wenn ich mir viele Verläufe hier anschaue,ob es nicht schädlich ist mit voller Kanne
zu therapieren? Ich weiss es nicht,aber ich denke,das die Myelomzellen zwar vernichtet werden,aber mit voller Wucht
zurück kommen. Und dann hilft vielleicht nichts mehr? Ich hab ja auch Angst und bin jedes mal froh wenn alles gut ist."
Diese Aussage finde ich bedenklich, das MM ist spezielle und bei jedem anders. Allerdings zeigen Studien es ist wichtig am Anfang richtig drauf zu schlagen. Leider kenne ich auch jemanden, der mit Verzögerungen und sehr halbherzig an die Behandlung gegangen ist und jetzt einen erschreckenden Verlauf hat.
In unserer Selbsthilfegruppe sieht man gut, dass es sehr viele Verläufe gibt, wo es immer wieder etwas gibt, wir haben ganz viele Mitglieder die schon viele Behandlungslinien hinter sich haben und trotzdem gut leben.
Der Vorteil der Selbsthilfegruppe geben über diesem Forum ist, dass du dort auch die vielen, vielen positiven Fälle siehst. Ich war immer der Meinung, ich brauche keine Selbsthilfegruppe, bin spontan hin, war die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Ich fand es toll diese ganzen Erkrankten in verschiedenen Behandlungslinien zu sehen. Diese Erfahrungen haben mir den Schrecken vorm Rezidiv genommen, ich dacht bis zu dem Zeitpunkt ein Rezidiv ist der Anfang vom Ende.
Hier hast du in der Regel nur die negativen Fälle, dies ist nicht repräsentativ. Es fällt mir immer wieder auf, wenn es um was Positives geht kommt kaum Resonanz, was ich echt schade finde.
Bedenke, wenn du Entscheidungen für deine Mutter triffst, machst du es nach bestem Wissen und hörst vermutlich auch auf dein Innerstes, bisher hast du doch alles richtig gemacht. Sollte mal eine Entscheidung nicht so gut sein, ist es daher auch kein Grund an dir zu zweifeln.
Alles Gute für euch beide
Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt