Hallo Joa,
wenn du das Bortezomib über den Port bekommen hast, wurde es intravenös verabreicht.
Dafür ist der Port ja da.Er liegt zwar unter der Haut, ersetzt aber nur den wiederholten Zugang an der Armvene.
Subkutan heißt per Bauchspritze.
Sowohl der Port ist bei hämatologischen Patienten eher unüblich - da u.a. mit Entzündungsrisiken verbunden -als auch die intravenöse Gabe des Bortezomib. Spätestens seit 2006 gibt es das grundsätzlich subcutan, denn dann ist das Risiko schwerer Neuropathien wesentlich geringer.
Es gibt immer wieder mal Mitpatienten, die über intravenöse Gabe von Bortezomib berichten ( in der Regel haben die dann auch einen Port ). Diese werden häufig dort behandelt, wo entweder nicht so viele MM-Patienten behandelt werden und/oder ältere Onkologen noch auf dem Stand ihrer eigenen Ausbildung behandeln - und das für richtig halten.Einem Mitpatienten wurde erst letzten Monat diesbezüglich von seinem Onkologen gesagt, dass das intravenöse Bortezomib besser wäre, weil er - der Onkologe - dann viel besser wüsste, dass es auch richtig ankommt. Dieser Aussage liegt ein unglaublich falsches biochemisches Verständnis zu Grunde. Denn wie kommt denn dann das Insulin des Diabetikers zur Bauchspeicheldrüse ? Der spritzt sich das ja auch subcutan.Wenn ein Laie so denkt, dann ist das o.k., aber ein Arzt? Ein Onkologe? Der muss es einfach besser wissen... Und sollte die Leitlinien zum MM kennen.
Liebe Grüße
Nicole