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15 Okt. 2025 13:57
  • skytouch
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    15 Oktober 2025
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Hallo,

ich habe heute mit großem Interesse gelesen was Jo geschrieben hat.
Hab heute auch Zeit, da ich ambulant in der 6. Chemositzung CHOEP bin.

Zu Beginn meiner Erkrankung im Mai25 habe ich mich entschieden mich ketogen zu ernähren und fastend (48 Std vorher 24 Std nachher) durch die Chemos zu gehen.

Ich kann berichten, dass ich jede der bisherigen 5 Chemos nahezu ohne jede Nebenwirkung sehr gut vertragen habe. Man hat mir im UKM Münster mittlerweile bescheinigt, dass das bei dem Cocktail absolut nicht die Regel sei (zu Anfang haben die Ärzte wenn ich davon erzählt habe nur mit den Schultern gezuckt, mittlerweile sind sie schon etwas neugierig geworden und fragen vereinzelt wie ich das mache 😉)

Ganz klar: es ist keine Schulmedizin und daher darf /kann man das nicht wirklich empfehlen als Arzt. Ich verstehe das absolut.

Ich wiege mich jeden Morgen und nehme trotz ketogener Ernährung zu. Das geht aber nur wenn man fehlende Kohlenhydrate durch (gesunde) Fette ersetzt.

Ich wog bei 189 mal 90 Kilo, dann zu Beginn ging’s runter bis auf 70 und aktuell kratze ich die 80 Kilomarke an.

Mitte November steht HD mit autologer SZT an und für mich steht fest, dass ich die ketogene Ernährung bis dahin fortsetze und auch wieder 48 Std vorher mit dem Fasten beginne. Ob, wann und was ich dann esse mache ich von meinem Befinden abhängig.

Also ich mache da keine Wissenschaft draus, hab einfach etwas im Internet recherchiert, meinen Weg gewählt und verfolge ihn solange, wie es mir damit gut geht.

Ich wollte nur die, die über Keto und/oder Fasten nachdenken motivieren es zu probieren. Mir geht’s gut und den Übergang zwischen Keto und Fasten merkt man ehrlich gar nicht.

Keto tut nicht weh sondern heißt z.B. Lachs mit Brokolli und Käse überbacken- am besten noch Olivenöl drüber - und das schmeckt lecker!!

Liebe Grüße
skytouch 🙋‍♂️

16 Feb. 2019 19:36
  • Jo
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    31 Juli 2026
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Lieber Stefan,
ich habe die per Mail nun meine Patientenerklärung und meinen Therapieplan geschickt.
Im Vorfeld meines Vorhabens hatte ich auch regen mailkontakt mit der Heilfastenklinik Dr. Buchinger. Die Frage, ob es auch unerwünschte Nebenwirkungen des Fastens gäbe, kam ein eindeutiges Nein. Es gibt nur Ausschlusskriterien, wenn bestimmte Stoffwechselerkrankungen vorliegen. Sehprobleme während des Fastens sind zwar selten aber ernst zu nehmen. Sie weisen auf einen defekten Zuckerstoffwechsel hin. Hast du Diabetes? Bist du auch manchmal unterzuckert ?. Wenn du eine schwere Form von Diabetes hast, wäre das ein Ausschlusskriterium. Wenn du nur eine ganz leichte Übersteuerung deines Insulinspiegel hast, kannst du die Therapie trotzdem machen, wenn du 14 Tage vor der Therapie komplett auf jeglichen Zucker verzichtest, damit es nicht während der Therapie zur Unterzuckerung kommt. Das ist auch die Empfehlung von Buchinger. In jedem Fall solltest du deinen Insulinspiegel ' mal uberprüfen lassen, LG Jo

16 Feb. 2019 08:34
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    31 Juli 2026
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Hallo Jo,
zur harten Nummer wurde es bei mir wohl, weil ich mangels besserer Informationen in den Tagen der Stoffwechselreduktion ausser Kräutertee und einer Gemüsebrühe, deren Geruch mich schon am ersten Tag abgestossen hat (ich habe sie daher ab dem zweiten Tag verweigert), überhaupt nichts zu mir genommen habe und ich am vierten Tag schwere Sehstörungen bekam und mich auch allgemein überhaupt nicht gut fühlte.
Die Formulierung soll nicht das Prinzip der Stoffwechselreduktion als solcher diskreditieren, sondern sie spiegelt mein persönliches Empfinden wider. Wobei ich der Meinung bin, dass ich vielleicht auch nicht alles richtig gemacht habe.
Aber dafür sind Tests ja nunmal da, denn für mich war es ein Test.
Wie ich Deinen Ausführungen während Deiner HD entnahm, hast Du durchaus diverse ausgewählte Produkte zu Dir genommen.
Das ist, wenn es die Stoffwechselreduktion nich stört, natürlich der deutlich schlauere Weg.
Das Prinzip der Stoffwechselreduktion zur Verringerung der Kollateralschäden bei einer Chemotherapie halte ich für sehr plausibel.
Bedauerlich ist, dass man beim Thema Fasten / Stoffwechselreduktion im Allgemeinen außer Prof. Dr. Andreas Michalsen von der Charité nur wenige Stimmen aus der medizinischen Welt hört.
Stefan

14 Feb. 2019 20:27
  • Jo
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    31 Juli 2026
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Übrigens, die Stoffwechselreduktion als harte Nummer zu bezeichnen, finde ich unglücklich. Das Gegenteil ist der Fall, sie macht die HD erträglicher. Meinen 8 Mitpatienten auf der Station ging es allen viel schlechter, einige mußten sich übergeben, hatten ständigen Durchfall und lagen nur im Bett. Im Übrigen gibt es aus der Charite auch einen Erfahrungsbericht von einer Patientin, die auch in der Sendung Visite ausgestrahlt wurde, vielleicht findest du den Link dazu

14 Feb. 2019 18:04
  • Jo
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    31 Juli 2026
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Lieber Stefan,
Vielleicht sollten wir das Fasten vor und während der HD lieber Stoffwechselreduktion nennen, das wurde auch vom Naturheilzentrum der Charite' so empfohlen. Ich hatte ja ausführlich in diesem Thread beschrieben, dass es bei der Stoffwechselreduktion darum geht, unsere gesunden Zellen vor Kollateralschäden der Chemotherapie zu schützen, nicht um die damit verbundenen Gewichtsabnahme Ich kann nur von mir berichten. Mir ging es zunächst auch eher sehr viel besser als meinen Mitpatienten.
Was im Verlauf bei mir ungünstig war, dass das "Fastenbrechen" zusammen mit einer Antibiotikaprophylaxe zusammenfiel. Mein Krankenhaus war leider nicht optimal auf die komplementärmedizinische Integration der Zusatztherapie vorbereitet. Beim nächsten mal ( falls es das geben sollte) würde ich daher das Fastenbrechen solange verschieben bis eine normale Darmkultur eine Essensaufnahme sinnvoll macht. Ich würde darauf bestehen, dass mir die Antibiotika intravenös und nicht oral gegeben werden. Natürlich ist es wichtig, dass dich deine Hämatologie/Onkologen bei dieser Therapie unterstützen. Dies wird auch von der Charite als notwendig und ganz wichtig eingefordert. Es gibt allerdings KO- Kriterien. Man sollte weder zu stark übergewichtig noch mangelernährt sein. Weiterhin wäre eine gewisse Fitness von Vorteil. Es ist sehr schade, dass vielen die Stoffwechselreduktion scheinbar Angst macht, weil man denkt, dass sie schlapp und abgeschlagen macht. Meine Erfahrung ist halt eine ganz andere. Es gibt dazu weitete Erfahrungsberichte. Nach drei Tagen war ich eher euphorisch und hatte den Kopf frei, war teils der einzige, der im Fittnessraum der Klinik eine viertel Stunde geradelt ist. Natürlich gibt es über den Nutzen der Zusatztherapie keine gesicherten Studien ( in den USA schon!) in der Charite haben allerdings schon etliche Patienten während der HD "gefastet" und es gibt ohne Ausnahme positive Berichte. Ob die Stoffwechselreduktion unsere gesunden Zellen tatsächlich schützt ist in den USA belegt. In Deutschland fehlen leider die Studien, ist das Begehren nach einer solchen Zusatztherapie daher bisher noch selten, die Onkologen kennen sich damit nicht aus und wie wir in Norddeutschland sagen " was der Bauer nicht kennt, lehnt er ab". Es soll hier auch niemand überzeugt werden. Wenn die innere Einstellung dazu fehlt, sollte man es lieber lassen. Ich würde es immer wieder machen, um Spätfolgen einer Chemo-Therapie zu vermeiden, die in den nächsten Jahren zum Auslaufmodell wird. Wenn du es aber auch möchtest, solltest du dich gegen unbegründete Widerstände durchsetzen. Das habe ich auch! Du kannst mir auch in einer PN deine mailadresse mitteilen, dann lasse ich dir einmal den Therapieplan und weitere Infos dazu zukommen. LG Jo

13 Feb. 2019 22:56
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    31 Juli 2026
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Hallo Jo,
auch ich bin auf das Thema Heilfasten vor der Chemotherapie aufmerksam geworden.
Eigentlich bin ich noch Krebsanfänger, ich habe die Diagnose MM erst seit August 2018, inzwischen habe ich eine leider nicht sehr erfolgreiche VCD Therapie hinter mir und habe vor 3 Tagen mit dem ersten Zyklus KRD begonnen.
Und ich habe vor und während der 2 Therapietage gefastet.
Das war eigentlich nur ein Test, während der Zyklen ist das ja gar nicht durchzuhalten, weil die Therapietaktung zu hoch ist.
Da ich nebenbei noch jede Menge Pillen nehme hatte ich am vierten Tag des Fastens, das war der Tag der zweiten Behandlung, Ausfallerscheinungen in Form von starken Sehstörungen. Ich war unterwegs und schaffte es gerade noch so nach Hause.
Eigentlich wollte ich noch einen Tag länger durchhalten, aber ich brach das Fasten und schon nach einem Apfel und zwei Scheiben Knäckebrot verschwanden die Sehstörungen.
Wie gesagt, es war nur ein Test, wie ich reagiere, auch mir steht eine Hochdosis bevor und der Plan ist, diese fastend zu durchlaufen.
Ich bin mir in Anbetracht der gemachten Erfahrungen aber noch nicht sicher, ob ich das wirklich mache.
Ich bin im WTZ des Uniklinikums Essen in Behandlung, meine Hämatologin dort ist Komplementärmedizinerin.
Aber als ich sie auf das Thema fasten ansprach, sagte sie, ich solle mir einen Arzt suchen, der das begleitet. War wohl nicht ihr Thema.
Das habe ich versucht.
Die Finger habe ich mir wund telefoniert, keiner wollte etwas damit zu tun haben.
Chemotherapie und fasten? Um Himmels willen, nicht mit mir!
Das war die Reaktion, die ich erlebte, sofern man überhaupt so klare Worte gewählt hat.
Ich habe also meiner Ärztin im Klinikum gesagt, dass ich das durchziehe und sie das Thema jetzt geerbt hat.
Sonderlich glücklich war sie nicht darüber, und ich halte sie sogar wirklich für sehr aufgeschlossen.
Meine gemachte Erfahrung zeigt mir: das ist eine harte Nummer.
Und die Hochdosis ist ebenfalls eine harte Nummer. Auch wenn ich noch keine hatte, davor habe ich einen höllischen Respekt.
Wie gesagt, ich habe meine Entscheidung noch nicht getroffen, solle ich das bei der HD mit dem Fasten durchziehen, werde ich berichten. Das dauert aber noch etwas.
Viele Grüße,
Stefan