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14 Aug. 2018 14:06 - 14 Aug. 2018 14:07
  • Jo
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Hallo noch einmal,
der wichtigste Risikofaktor für eine unzureichende Mobilisation ist die Menge an Cyclophosphamid (Chemotherapie), die ein Patient vor der Stammzellensammlung erhalten hat!! Cyclophosphamid wirkt sich in diesen niedrigen Dosen (Induktion) besonderes schädlich auf die Zellgewinnung aus !!

Quelle: Praktischer Wegweiser für Pflege- und Fachkräfte; Titel: Mobilisation, Apherese und Transplantation hämatopoetischer Blutstammzellen (EMBT Excellence in care), Seite 10 Absatz 2
Letzte Änderung: 14 Aug. 2018 14:07 von Jo. Begründung: Tippfehler

14 Aug. 2018 13:43
  • Jo
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    02 August 2026
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Hallo Ma,
klar, die Entscheidung darüber kann und will dir überhaupt niemand abnehmen. Das mit dem Pulver verschießen sehe ich anders (siehe Antwort auf Christin)
Um nun zum Plerixafor: man bekommt es nur, wenn die Stammzellensammlung anders nicht erfolgreich ist.
Meine Onkologin sagt, seien sie froh, wenn sie es nicht bekommen müssen.
Eine blöde Nebenwirkung ist wohl der Durchfall, den fast alle Patienten dabei bekommen. Aber auch hier kann man wohl vorbeugen, wenn man denn weiß, das dies auf einen zukommt, muß wohl die Ernährung für diese Tage umstellen, so dass man das stark abmildern kann.
Cyclophospamid hochdosiert hat natürlich auch drastische Nebenwirkungen, mir reichten die von der Induktionchemo, aber vor allem ist die Wirkung unakzeptabel, nur weil es Stammzellenausbeute erhöht, gruselig.
Jo

14 Aug. 2018 13:28
  • Jo
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Hallo christine,

Ich glaube, davor sollten wir nicht Angst haben, dass wir Pulver verschießen, wenn wir die richtigen Dinge einsetzen. es gibt so viele neue gute Optionen und es werden monatlich mehr.
Hast Du die neuen Therapiemöglichkeiten aus dem 6. Myelom-Faus Würzburg gelesen.
Falls unser Revlimid nicht mehr anständig funktioniert, weil es nach langer Zeit stumpf geworden ist (weil unsere Myelome sich besser dagegen schützen, gibt es jetzt z.B. Venetoklax, da sollten wir mal weiter recherchieren, da ist ja auch schon ein Thread auf.Ich bin da sehr zuversichtlich !
Jo

14 Aug. 2018 13:24
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Hallo!

Wie immer beim Myelom, kann man hier auch nicht alles über einen Kamm scheren! Jedes Myelom ist anders. Und Jo, es ist doch genau Dein Anliegen, dass man jeden Patienten individuell behandelt.
Bei manchem macht Cyclophosphamid durchaus Sinn, denn manchmal führen Substanzen wie z.B.
Kyprolis/Carfilzomob dazu, dass das Sammeln der Stammzellen erschwert wird. Ebenso ist es immer zu überlegen, wie viel Pulver möchte man schon in der Erstlinie verschießen (wie ja schon Christine schreibt).
Auch ich habe mir schon mehrfach vor meinen Behandlungen Gedanken zum Für und Wieder von Cyclo gemacht.

Es können nicht alle Patienten Plerixafor vertragen. Zudem steht immer noch die Frage im Raum, wie weit Wachstumsfaktoren auch die Myelomzellen zum Wachstum anregen...
Und als nächstes Argument zur Überlegung bleibt noch die Tatsache, dass Cyclophosphamid die Wirkung mancher Medikamente verstärkt und somit vor der Sammlung nochmal zu einem verbesserten Ergebnis/tiefere Remission führen kann.

Sicher sind Deine Überlegungen gut und wichtig für Dich; wie schon gesagt, auch ich habe sehr umfangreich vor meinen Behandlungen recherchiert. Aber pauschal das Cyclophosphamid abzulehnen ist sicher auch der falsche Weg. Eine gewisse Skepsis ist wichtig, aber bitte daran denken, das es für viele Patienten und Ihre behandelnden Ärzte gute Gründe gibt, die Induktion und /oder Sz - Apherese mit Unterstützung von Cyklophosphamit zu machen.

LG
Ma

14 Aug. 2018 12:55
  • Jo
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Die Chemotherapie wird über kurz oder lang der viel spezifischer einsetzbaren Immuntherapie weichen. Leider müssen wir noch warten, bis die neuen Verfahren klinisch für uns einsetzbar sind. Die HD ist leider für uns die nächsten Jahre noch unverzichtbar. Aber Chemotherapie heute nur soviel wie unbedingt nötig. Chemo zerstört leider alles, auch wenn die sich schnell teilenden Zellen vorzugsweise angegriffen werden (Myelomzellen, Schleimhautzellen), Kollateralschäden sind eigentlich nie auszuschließen. Bevor wir die aktive und passive Immunisierung durch Impfung hatten (Eduard Jenner, Robert Koch) stand man an der gleichen Schwelle. Unser Immunsystem muß immer in die Behandlung einfließen. Davor hat man Quecksilberoxid gegen Pocken und Grippeviren eingesetzt, wie gruselig. Hat auch geholfen, meist starben die Patienten dann aber an einer Quecksilberoxidvergiftung z.B. die Mutter von W.A. MOZART. Die alleinige Immuntherapie kommt ja, wie das Amen in der Kirche, jetzt müssen wir mit dem Notwendigsteb zunächst zurechtkommen,
LG Jo

14 Aug. 2018 12:12 - 14 Aug. 2018 12:51
  • christine
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Hallo Jo,
in den USA wird gut zahlenden Patienten auch RVD als Intro gegeben, man denkt auch über RVD+ Elo/Dara nach.

Es gibt aber auch das Gegenargument, das man mit nicht so vielen Mittel gleichzeitig "ran" soll, um sich Optionen für später zu sparen.

Ich würde allerdings auch lieber Plerixafor nehmen, falls die Ausbeute tatsächlich gleich ist (Link??:) das wäre ja super.

Kann man sagen, dass deine Behandlung trotzdem etwas speziell ist, weil das übliche Regime nicht angeschlagen hat? Was du alles bekommst, hast du einem nicht ganz einfach zu behandlendem MM zu "verdanken" und in einem öffentlich bezahlten System kann man ja auch nach "so viel wie nötig" handeln.

Gruss, C
Nachtrag 13:00:
Inzwischen habe ich auch gegoogelt und fand einen Artikel, lt. demPerixafor günstiger als Cyclo und G cfs Spritzen sein soll. Hm --- das sollte man ja wirklich klären.

Letztes Argument für Chemo wäre dann, dass man bei Patienten, die noch nicht in CR sind, einen Therapieeffekt hat. Bei mir vor 11 Jahren war das eine gute Idee und sowieso war Perixafor sehr neu und nur in Studien vorhanden.

www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21861545
Letzte Änderung: 14 Aug. 2018 12:51 von christine. Begründung: Nachtrag