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21 Apr. 2010 16:32
  • Kuddel57
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
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Hallo Christine,
Vermutlich werden die Mittel auch außerhalb von Studien eingesetzt.
Aber wie Rudi schon schrieb, wird über sorgfältige Auswahl der Teilnehmer das Ergebnis beeinflusst.
Hier könnte eine Ausweisung dieser Teilnehmer innerhalb der Studie etwa als "hoffnungslos" sicher für Abhilfe sorgen und vielen von uns Zugang zur Studie ohne "Altmittelrisiko" verschaffen.

christine schrieb: Ein sehr schlechter Zustand der Patienten verzerrt das Ergebnis u.U. bis zur Unkenntlichkeit - da ist niemanden geholfen.
Desshalb fände ich die Anwendung eines neuen Mittels auch ausserhalb einer Studie schon sinnvoll - so wie eben Rudi schon vorschlug. Sicher wird das auch hie und da schon gemacht,oder???

Liebe Grüße
Jürgen

21 Apr. 2010 11:25
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    31 Juli 2026
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Wenn man mit den herkömmlichen Mitteln am Ende ist, und wirklich dringend etwas anderes (zum Überleben) braucht, ist eine Studie mit Kontrollarm ja keine besonders gute Idee, eben wegen dem Risiko, das die Zeit rennt und man z.B. "nur" mit Dexa behandelt wird. Das wäre unethisch und ist sicher auch nicht erlaubt. Zudem : Ein sehr schlechter Zustand der Patienten verzerrt das Ergebnis u.U. bis zur Unkenntlichkeit - da ist niemanden geholfen.

Desshalb fände ich die Anwendung eines neuen Mittels auch ausserhalb einer Studie schon sinnvoll - so wie eben Rudi schon vorschlug. Sicher wird das auch hie und da schon gemacht,oder???

Wünsche allen einen schönen Tag!


21 Apr. 2010 01:30
  • rudi
  • Offline
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo,
diese Studien mit einer "Kontrollgruppe" sind doch meistens "Doppelblindstudien" und die Patienten werden irgendwie nach Zufall in eine Gruppe eingeteilt.
Man weiß dann garnicht ob man das "Neue Medikament" in diesem Fall Carfilzomib von Anfang an gleich bekommt. In der Kontrollgruppe macht man dann eine Therapie die man vielleicht schon mal hatte!

Gut, wenn man Glück hat und nach einigen Monaten bis einigen Jahren stellt sich dann heraus, das das "Neue Medikament" gut wirkt, dann bekommt auch die Kontrollgruppe das Medikament (aber auch nur vielleicht!)
Und wenn man es dann so sehr verspätet erhält, dann kann es schon zu spät sein, oder man stellt sehr verspätet fest, das es an einem nicht wirkt.
Dann ist wertvolle Zeit verstrichen und man hat eine andere Möglichkeit eventuell zwischenzeitlich ausgelassen!

Dann ist, wenn es "Eng" wird eine sofortige "Off Label Use" Anwendung von Carfilzomib (oder anderen Mitteln) eventuell der bessere Weg.
Und wie man sieht, kommt man ja als fast schon austherapierter Patient - was bereits zugelassene Medikamente und Behandlungsmethoden bertifft - sowieso nicht mehr in eine Studie rein, auch wenn man vollstens dazu willig wäre.
:bang:

Es ist schon absurt, die Risikopatienten - die fast keine Option mehr offen haben - hätten die Studien am meisten nötig und gerade diese werden von vornherein ausgeschlossen um den "Studienerfolg" möglichst nicht zu gefährden.
Deshalb brauchen wir in Zukunft mehr "unabhängig finanzierte" Studien, bei denen das Wohl der Patienten im Vordergrund steht und nicht der "Shareholder Value" der Pharma-AG´s.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

20 Apr. 2010 21:40
  • Margret
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    31 Juli 2026
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Thea, ich "sehe" dich eben - bitte schau mal in deine private Mailbox...

Sorry, zurück zum Thema. :oops:

20 Apr. 2010 20:51
  • thea
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    03 November 2009
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Ich könnte an der Studie Vorinostat+Velcade teilnehmen, oder Revli.(natürlich nicht in Studie,sondern als normale Therapie).
Wie soll man sich entscheiden ??????

20 Apr. 2010 17:32
  • chrsa
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    31 Juli 2026
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Lieber Christer,

vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich hatte mich in Eschweiler um die Teilnahme an der Vorinostat/Velcade Studie bemüht. Eschweiler liegt fast vor meiner Haustür in Aachen. Leider bin ich nicht mehr sonderlich mobil und scheue die dann erforderlichen regelmäßigen Fahrten nach Düsseldorf, Köln, Würzburg oder Heidelberg, wo diese Studie ebenfalls durchgeführt wird.

Dein Hinweis auf eine evtl. rechtliche Sonderbehandlung für noch nicht zugelassene Medikamente ist interessant. Ich werde versuchen, mich diesbezüglich mit Ela in Verbindung zu setzen.

Nachdem Revlimid+Dexa, Velcade+Dexa und Velcade+Cyclophospamid + Prednison bei mir nach Anfangserfolgen nicht mehr greifen, habe ich jetzt mit 10mg Revlimid ( d1-21 ) plus 100mg Cyclophosphamid ( d1-28 ) plus 20mg Prednison ( d1-28 ) begonnen. Das Rezept habe ich der Seite myelomabeacon.com entnommen und ist bisher sehr gut verträglich. Hoffentlich hilft es auch so, wie versprochen.

Alles Gute und nebenbei vielen Dank für Dein unermüdliches Engagement für das Forum!
Christian

Die Smylies sind unbeabsichtigt reingerutscht und sollen bedeuten d1-28.

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bearbeitet durch Christer: "Smilies" sind jetzt weg