Hallo,
diese Studien mit einer "Kontrollgruppe" sind doch meistens "Doppelblindstudien" und die Patienten werden irgendwie nach Zufall in eine Gruppe eingeteilt.
Man weiß dann garnicht ob man das "Neue Medikament" in diesem Fall Carfilzomib von Anfang an gleich bekommt. In der Kontrollgruppe macht man dann eine Therapie die man vielleicht schon mal hatte!
Gut, wenn man Glück hat und nach einigen Monaten bis einigen Jahren stellt sich dann heraus, das das "Neue Medikament" gut wirkt, dann bekommt auch die Kontrollgruppe das Medikament (aber auch nur vielleicht!)
Und wenn man es dann so sehr verspätet erhält, dann kann es schon zu spät sein, oder man stellt sehr verspätet fest, das es an einem nicht wirkt.
Dann ist wertvolle Zeit verstrichen und man hat eine andere Möglichkeit eventuell zwischenzeitlich ausgelassen!
Dann ist, wenn es "Eng" wird eine sofortige "Off Label Use" Anwendung von Carfilzomib (oder anderen Mitteln) eventuell der bessere Weg.
Und wie man sieht, kommt man ja als fast schon austherapierter Patient - was bereits zugelassene Medikamente und Behandlungsmethoden bertifft - sowieso nicht mehr in eine Studie rein, auch wenn man vollstens dazu willig wäre.
:bang:
Es ist schon absurt, die Risikopatienten - die fast keine Option mehr offen haben - hätten die Studien am meisten nötig und gerade diese werden von vornherein ausgeschlossen um den "Studienerfolg" möglichst nicht zu gefährden.
Deshalb brauchen wir in Zukunft mehr "unabhängig finanzierte" Studien, bei denen das Wohl der Patienten im Vordergrund steht und nicht der "Shareholder Value" der Pharma-AG´s.
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com