Hallo Jo,
lieb, dass Du nach meinem Krankheitsverlauf fragst. Ich hab heute (nach Rücksprache mit Lisa) was in mein Profil gestellt. Ich bin selbst nicht betroffen und eigentlich auch keine Angehörige - sondern eine ehemalige Arbeitskollegin/langjährige Freundin einer Betroffenen. Weitere Daten möchte ich nicht ohne erweitertes Einverständnis der Betroffenen hier veröffentlichen. Bestimmt wird sie das zu gegebener Zeit selbst tun.
Lenalidomid ist zugelassen wie folgt (weißt Du aber bestimmt)
www.myelom-deutschland.de/wp-content/upl...Myelom-nach-ASCT.pdf
Ich glaub allerdings nicht, dass L aus Preisgründen in der Erstlinientherapie nicht eingesetzt wird - HD mit SZT ist wahrscheinlich teurer (weiß ich allerdings nicht genau) - sondern aus Wirksamkeits- und Unbedenklichkeitsgründen (wie Lisa bereits in anderem Thread ausgeführt hat, als es um die Zulassung neuer Therapien, die sich in der Studienphase befinden.) Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit sind im deutschen (vermutlich auch im europäischen) Arzneimittelgesetz beschrieben und Voraussetzung für eine Zulassung für bestimmte Krankheitsbilder in Abhängigkeit des Allgemeinzustandes des Patienten.
Siehe auch kurz/knapp/genial Beitrag von Gex.
Hallo Jo,
Die HD ist ja nicht alleine, sondern gefolgt von der autologen SZT. Diese gibt dir dein Immunsystem zurück. Standard ist heute zudem, dass danach noch eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid folgt. Diese tut dann das, was du beschreibst. Sinn der HD ist also, zwischenzeitlich die Tumorlast so weit wie möglich zu senken.
Das ist nunmal statistisch gesehen der erfolgreichere Weg als Lenalidomid allein gegen eine schon hohe Tumorlast ankämpfen zu lassen.
Im Prinzip kann jeder Patient aber auch die HD SZT ablehnen und Therapien wählen, wie sie für ältere bzw nicht transplantationsgeeignete Patienten vorgesehen sind.
Alles Gute Gex
neues Medikament mit dem Namen Selinexor, SP01
dazu gibts hier Infos - wie Lisa auch schon gepostet hat.
Wenn das eigene Immunsystem Mechanismen zur Bekämpfung bekommt, wäre das sicher viel nachhaltiger und es gäbe kein Rezidiv.
Wir alle hier hoffen auf das was Du ansprichst - nämlich dass das eigene Immunsystem durch eine Therapie so trainiert wird, dass man quasi selbst den Tumor vernichten kann. Und wie Du sagst: ... in 10 Jahren wird man vielleicht lachen... " - das hoffen wir alle. Wie der kopfschüttelnde Dr. Pille aus Raumschiff Enterprise, als die Crew auf die Erde der Jetzt-Zeit timetravelledte.
Wie würdest du entscheiden ?
Meine Antwort wäre rein hypothetisch, da ich nicht selbst betroffen bin.
Meine Antwort wäre ebenso ganz persönlich und nicht auf andere übertragbar. Weil: Die Antwort würde mit meinen persönlichen Lebensbedingungen und Lebenserwartungen zusammen hängen. Menschen mit anderen Lebensbedingungen und Lebenserwartungen treffen daher natürlich berechtigterweise ganz andere Entscheidungen.
Daher ist eine Beantwortung Deiner o.g. Frage durch mich unsinnig.
Ich vertraue auf die Zukunft und auf das, was andere Menschen in der Forschung leisten. Deshalb wünsche ich mir, dass ich - wenn selbst betroffen - das Risiko einer Teilnahme an Forschungsstudien eingehen würde.
Mit mehr Sicherheit in der Aussage kann ich ehrlicherweise nicht dienen.
LG Dorothee