Hallo Eva,
nachdem ich auch davon gelesen hatte, das die Stammzellen nicht, wie zunächst van mir vermutet, auf ewig eingelagert werden, habe ich im Herbst bei meiner zweiten Stammzellsammlung in Würzburg nachgefragt.
Es ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Manche geben 5, manche 10 Jahre Zeit, manch unbegrenzt. Wichtig ist, dass Du Dir Deine alten Unterlagen nochmal heraussuchst und nachschaust, was Du bei dem Vorgespräch mit der Abteilung für Stammzelltransplantation vereinbart hast. Auf dem Aufklärungsbogen muss es drauf stehe, ob die Stammzellen nur begrenzt eingelagert werden. Wenn Du das so unterschieben hast, können die wie von Dir beschrieben vorgehen. In Würzburg hat man mir gesagt, dass man dort bemüht ist, die Stammzellen möglichst lange einzulagern. Der Platz wird knapp. Es würden aber nur Stammzellen vernichtet, die definitiv nicht mehr benötigt werden. Darum ist es wichtig, der Klinik immer die aktuelle Adresse mitzuteilen, damit sie Dich kontaktieren können, falls Du nicht mehr dort in Behandlung sein solltest.
Das Problem hat sich wohl dadurch ergeben, dass die neueren Maschinen zur Stammzellapherese deutlich mehr Flüssigkeit (bedingt auch durch Kälteschutzmittel und anderes Aphereseverfahren) produzieren, als die alten Geräte. Dadurch kommt es nicht nur zu Lagerproblemen, sondern auch zu der Schwierigkeit, dass die Beutel im Einzelnen mehr Volumen mit weniger Stammzellen enthalten. Dies ist leider für die Rückgabe nicht so gut für den Körper des Patienten (zu viel Kälteschutzmittel). Die neuen Maschinen laufen aber vermutlich schneller, weniger Zeit für die Apherese ist notwendig und sie sind digitalisiert un deutich kleiner. Tja, wie so oft zeigt sich, das die neue Technik nicht immer auch die bessere ist.
Liebe Grüße
Ma