Hallo Margret,
dich hat es aktuell ja ganz böse erwischt!
Alles halb so schlimm wenn man selbst erst mal tief Luft geholt hat.
Mich interessieren nur die Dinge die ich machen kann, das erfreut im Alltag und schützt vor sinnlosem Wehmut. Diese Sichtweise brachte mir bisher zehn zusätzliche schöne Jahre.
Kannst du uns bitte noch ein paar Informationen geben:
Auf welches Medikament soll mit welcher Begründung gewechselt werden?
derzeit nehme ich Revlimid und Dexametason. Ungestellt wird auf eine Kombination aus zwei Mitteln die vor Jahren einzeln gute Ergebnisse brachten. Die Namen habe ich nicht parat. Als Grund nennt man die nachlassende Wirkung von Revlimid. Allerdings scheint nicht berücksichtigt zu sein, dass ich über drei Monate keine Chemo bekam. da wäre eine Wirkung jedenfalls erstaunlich.
Wie gesichert ist die Diagnose mit deinem Arm?
Dazu gibt es widersprüchliche Aussagen. Erste Untersuchungen schlossen Bruch und Osteolyse aus. Vor drei Wochen erkannte man zunächst einen Bruch des Oberarms, der Chirurg sah auf eben diesen Aufnahmen die gebrochene Schulter und den substanzlosen Oberarm. Von ihm kam auch der zögerliche Amputationsvorschlag.
Was würde passieren, wenn du dich gegen eine Amputation entscheidest?
Genau diese Frage hoffte ich hier mit eurer Hilfe lösen zu können. Tendenziell will ich den Arm behalten, kann eventuelle Risiken aber noch nicht einschätzen. Geht es nur um Schmerz und Lästigkeit, bleibt der Arm dran!
Wo bist du in Behandlung?
Überwiegend im Krankenhaus Holzminden (Onkologie) und gelegentlich in der Uni-Klinik Göttingen.
Hast du Kontakt zur SHG in deiner Nähe, die dir aus Kenntnis der regionalen Situation vielleicht eine geeignete Klinik nennen können?
Nein.
Hast du mal eine Zweitmeinung eingeholt?
Heute sprach ich in Göttingen mit einem Arzt aus der Strahlentherapie. Er teilt meine Bedenken und griff sie im Arztbrief an Holzminden auf.
Zum CT: Generell sind natürlich die nötigen Kontrastmittel nicht "gesund" –
Meine Aufnahmen werden seit langem ohne Kontrastmittel gemacht.
Danke für Deine Mühe
Jürgen