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Anki antwortete auf Warum immer wieder Resistenzen?
02 Feb. 2018 14:30
  • Anki
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Hallo Lisa,
Ich finde es unglaublich, über welches Wissen ihr hier verfügt. Das war auch der Anlass, mich in diesem Forum anzumelden, nachdem ich hier schon lange anonym mitgelesen habe.
Und ich finde es macht mehr Sinn, sich mit Betroffenen oder Angehörigen auszutauschen, als sich mit Studienergebnissen zu befassen.
Hoffentlich gelingt es ganz schnell;), viele raffinierte Wirkstoffe zu entwickeln, mit deren Hilfe es möglich ist, diese Resistenzen zu überwinden.
Sonst klingt doch eigentlich alles so positiv für die Zukunft.
Vielen Dank für deine Antwort

lisa_kotschi antwortete auf Warum immer wieder Resistenzen?
02 Feb. 2018 14:11
  • lisa_kotschi
  • Offline
  • 1139 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
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Liebe Anki,

ergänzend zum Beitrag von Emi kann man sich Krebszellen ähnlich wie ein Bakterium vorstellen, das mit der Zeit der Behandlung, in diesem Fall einem Antibiotikum, eine Art Schutzschild aufbaut, so dass das ursprüngliche Antibiotikum nicht (mehr) hilft. Es wurde resistent gegen Antibiotikum A.

Gleichzeitig entwickelt das Bakterium Mutationen, so dass nur ein weiterer, anderer Wirkstoff (Antbiotikum B) hilft usw.
So kann man sich die Entstehung von Resistenzen auch beim Myelom erklären. Nun gibt es mittlerweile Forschungen an Medikamenten wie das von Dir neulich genannte Nelfinavir, die geeignet sein könnten, eine oder mehr Resistenzen aufzuheben, sodass das ursprüngliche Krebsmedikament wieder wirksam wird.
Das wäre natürlich fantastisch.

Das also ergänzend zu den Aussagen von Emi, die das Vorhandensein mehrerer Klone bereits am Beginn einer Myelom-Diagnose und deren weiteren Mutationen schildert.
Gruß Lisa

Anki antwortete auf Warum immer wieder Resistenzen?
02 Feb. 2018 14:06
  • Anki
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Hallo Emi,
wow, vielen Dank für diese so ausführliche und auch für mich verständliche und nachvollziehbare Antwort.
Ich werde mir jetzt nochmal den Link durchlesen.
Liebe Grüße

Emi antwortete auf Warum immer wieder Resistenzen?
02 Feb. 2018 13:15
  • Emi
  • Offline
  • 230 Beiträge seit
    17 Dezember 2015
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Hallo Anki,

ich erkläre das jetzt mal so wie ich es bisher verstanden habe und gerne lass ich mich auch korrigieren:

Das MM entwickelt sich weiter, es entstehen nicht immer identische Klone, sondern mit leichten (genetischen?) Veränderungen. So dass der Patient eigentlich nicht eine Form des MM hat sondern mehrere verschiedene (davon oft wohl eines deutlich dominierend). Ich nenne das mal jetzt hier verschiedene "Stämme".

Bekommt der Patient jetzt ein Mittel, das gut wirkt, trifft dieses Mittel den stark dominierenden Stamm der MM-Klone und drängt diesen zurück. Das geht so lange gut, bis die anderen Stämme sich verstärkt vermehren und die Krankheit dominieren. Jetzt wirkt der Wirkstoff eventuell nicht mehr. Der Patient ist resistent und wieder krank.

Das würde auch erklären, dass sich z.B. die Risikoeinstufung high risk ja oder nein, ändern kann.

Ich erinnere mich, mal gehört zu haben, dass Personen, die nicht in CR kommen den "Vorteil" haben, dass der auf das Medikament ansprechende Stamm geschwächt ist aber noch da und nicht komplett das Feld freiräumt für neue, möglicherweise agressivere Stämme... Keine Ahnung, ob ich das richtig mitgenommen habe.

Eine allgemeine Info findest du noch hier, auch wenn das eher auf solide Tumoren ausgerichtet ist in der Antwort:

www.krebsinformationsdienst.de/behandlun...esistenz.php#inhalt3

LG
Emi

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Warum immer wieder Resistenzen? wurde erstellt von Anki
02 Feb. 2018 11:09
  • Anki
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    03 August 2026
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Hallo an alle:) ,
bei allem berechtigten Optimismus bezüglich der jetzigen und noch kommenden Therapieoptionen frage ich mich, warum sich immer wieder nach gewissen Zeiträumen Resistenzen entwickeln.
Wie lange kann ein Medikament denn maximal wirken und warum wirkt es nicht dauerhaft?
Ich selbst bin seit 22 Jahren an einer Polyarthritis (Gelenkrheuma) erkrankt. Seit 9 Jahren bekomme ich alle 4 Wochen Tocilizumab (ein monoklonaler Antikörper, diese Mabs werden ja auch in der MM-Therapie verabreicht) infundiert. Seit dieser Zeit habe ich keinen erneuten Krankheitsschub erlitten!!!
Vielleicht hat jemand eine Antwort darauf?
Vielen Dank und liebe Grüße