Hallo Anki,
ich erkläre das jetzt mal so wie ich es bisher verstanden habe und gerne lass ich mich auch korrigieren:
Das MM entwickelt sich weiter, es entstehen nicht immer identische Klone, sondern mit leichten (genetischen?) Veränderungen. So dass der Patient eigentlich nicht eine Form des MM hat sondern mehrere verschiedene (davon oft wohl eines deutlich dominierend). Ich nenne das mal jetzt hier verschiedene "Stämme".
Bekommt der Patient jetzt ein Mittel, das gut wirkt, trifft dieses Mittel den stark dominierenden Stamm der MM-Klone und drängt diesen zurück. Das geht so lange gut, bis die anderen Stämme sich verstärkt vermehren und die Krankheit dominieren. Jetzt wirkt der Wirkstoff eventuell nicht mehr. Der Patient ist resistent und wieder krank.
Das würde auch erklären, dass sich z.B. die Risikoeinstufung high risk ja oder nein, ändern kann.
Ich erinnere mich, mal gehört zu haben, dass Personen, die nicht in CR kommen den "Vorteil" haben, dass der auf das Medikament ansprechende Stamm geschwächt ist aber noch da und nicht komplett das Feld freiräumt für neue, möglicherweise agressivere Stämme... Keine Ahnung, ob ich das richtig mitgenommen habe.
Eine allgemeine Info findest du noch hier, auch wenn das eher auf solide Tumoren ausgerichtet ist in der Antwort:
www.krebsinformationsdienst.de/behandlun...esistenz.php#inhalt3
LG
Emi