Liebe Biggi,
nachdem leider keine der allogen Transplantierten auf Deinen Beitrag geantwortet hat, will ich in meinen Erinnerungen kramen, wie das mit meinem Mann war. Ist allerdings schon eine Weile her.
Mein Mann erhielt nach der allogenen für geraume Zeit Immunsuppressiva, was natürlich zur Folge hatte, dass er sehr infektanfällig war. Ich kann mich nun nicht mehr erinnern, ob er die ersten Wochen ununterbrochen Antibiotika bekommen hatte, um Infekten vorzubeugen.
Allerdings haben wir zu Hause einen riesigen "Apparat" angeworfen, unser Haus steril zu halten und hatten auch keine Pflanzen herumstehen. Das gesamte Essen war ebenfalls mehr oder minder steril, d.h. durchgekocht, nichts Frisches, keine Rohmilch und auch keinen Rohmilchkäse. Ich weiß nicht, ob das heute auch noch Standard ist. Seine Kleidung musste täglich gewechselt und mit 60˚ gewaschen werden. Als er erste Spaziergänge machte, hatte er immer einen Mundschutz an…. Und wir hatten in dieser Zeit auch getrennte Schlafzimmer. Besucher mussten sicher sein, dass sie keine Infekte mitschleppten. Soweit unsere Sicherheitsmaßnahmen.
Bei Deinem Mann scheinen ja zusätzlich an seinen alten Narben Entzündungen zu entstehen. Das lese ich zum ersten Mal, Herpes-Viren sind allerdings schon häufiger, auch bei autolog Transplantierten. Dagegen hilft wohl – ebenfalls über einen längeren Zeitraum hinweg – Aciclovir.
Vielleicht magst Du Conny57 eine PM schicken, Pirjoinkeri oder Sergio, die alle eine allogene hinter sich haben. Es scheint, dass sie gerade nicht in Forum aktiv sind.
Ich wünsche Dir und Deinem Mann, dass es bald bergauf geht.
Lisa
Letzte Änderung: 29 Aug. 2017 10:04 von lisa_kotschi.