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rudi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
01 Apr. 2010 13:42
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Hier nochmal zur Verdeutlichung meiner Auffassung ein Textauszug aus einem Berichtsplan über MM.

Zitat:
Bei der allogenen Stammzelltransplantation werden dem Patienten die Stammzellen eines anderen, gesunden Stammzellspenders übertragen. Wie bei der autologen Stammzelltransplantation erfolgt auch bei der allogenen Transplantation eine in der Regel myeloablative Konditionierungsbehandlung, die hier zwei Ziele verfolgt: Eradikation der malignen Zellen und die Immunsuppression des Empfängers, um eine Abstoßungsreaktion gegen das Transplantat zu vermeiden.
Eine zusätzliche antineoplastische Wirkung kann bei der Transplantation allogener Blutstammzellen durch den Graft-Versus-Myeloma-Effekt erreicht werden, während sowohl die akute als auch die chronische Graft-Versus-Host-Disease (GVHD; Erkrankung durch Transplantat-Wirt-Reaktion) nach wie vor zu den schwerwiegendsten Komplikationen der allogenen Stammzelltransplantation gehören.
Zitat Ende:

Hier der ganze Bericht:
iqwig.de/download/N05-03-C_Berichtsplan.pdf

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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rudi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
01 Apr. 2010 12:39
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Hallo Ela,
ich habe noch keine allogene selbst mitgemacht, aber durch mein mittlerweile über 10 jähriges Studium des MM habe ich doch schon einen sehr guten Überblick und ein gutes Verständnis für die Zusammenhänge.
(Wenn auch nur in "theroretischer" Art - auf die praktischen Erfahrungen zur Vertiefung meines Wissens will ich gerne noch so lange wie es geht verzichten).

Jetzt zur GvH:
Bei der allogenen Transplantation hofft man auf einen Graft versus Myelom (GvM) Effekt, ein GvH gegen die eigenen gesunden Organe wie Haut, Leber, Nieren, Magen usw. ist dabei gänzlich unerwünscht.

Die mit dem Transplantat des Fremdspenders gegebenen "neuen" Lymphozyten und die daraus dann produzierten neuen Immunglobuline sollen die restlichen Myelom-Krebszellen aufspüren (erkennen) und dann möglichst abtöten.
Das gelingt nicht immer zufriedenstellend, wenn der Graft versus Myelom Effekt sich nicht genügend einstellt.

Die Mittel die man zur Immunsuprimierung gegen den Craft versus Host (GvH) Effekt verabreicht dämpfen ja auch das neue Fremdspender Immunsystem, das sich gerade als "neu wachsendes Plänzchen" möglichst schnell anwachsend breitmachen soll um die restlichen Myelomzellen zu bekämpfen.
Dieser Immunsupriemierende Effekt gegen das unerwünschte GvH ist also Kontraproduktiv gegen das gewünschte GvM(yeloma).
Man muß hier leider, wenn der eigene gesunde Teil des Körpers durch das Transplantat angegriffen wird auch das Myelom bekämpfende Potential mit abdämpfen.
Ein Mittelweg muß gefunden werden zwischen Lebensqualität für den allogen Transplantierten und möglichst langer Remission bzw. Heilungspotential der transplantierten Fremdspender-Abwehr.

Kurz zusammengefaßt:
Die unerwünschte GvH darf (sollte) nicht zu stark und zu lange durch Immunsuprimierung ausgeschaltet werden, weil man damit ja auch den erwünschten GvM Effekt gegen die Myelomzellen nahezu ausschaltet.

Lg
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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Ela antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 20:29
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Hallo Rudi,
wir wollen nicht nur eine GvhD, wir brauchen sie sogar, sollte sie zu mild ausfallen .........

rudi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 19:12
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Sergio,
bei MGUS ist da jetzt eine Diskussion mit Curcumin aufgekommen, die ein wenig zum Grübeln auffordert. Margaret hat es gepostet mit entsprechenden Links:
margaret.healthblogs.org/2010/03/28/a-wo...d-of-caution-part-1/
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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sergio antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 18:45
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Rudi,
wenn Curcumin jetzt immunsuppressiv wirkt, dann waere es ja in unseren Faellen, in denen wir es als Vorbeugung nehmen, eigentlich kontraproduktiv,
das Immunsystem waere ja noch geschwaechter und koennte die kranken Zellen weniger stark bekaempfen
aber wahrscheinlich entgeht mir da was...
:roll:
sergio

Sergio

rudi antwortete auf Wie äussert sich GvhD
31 März 2010 18:20
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Hallo,
wenn Immunsuppressiva nach allogener Transplantation abgesetzt werden, dann könnte eventuell ein natürliches Immunsuppressiva "Curcumin" zur weiteren Abmilderung von GvH eingesetzt werden. Gleichzeitig würde man "anticancerogen" gegen die vielleicht wieder aufkommenden MM Zellen was tun und noch vieles anderes Gutes und das Ganze wäre sehr Nebenwirkungsarm.
Besprecht das mal mit eueren Onkologen.
Wenn diese noch nichts davon wissen, dann können sie ja diese Dr. Arbeit mal durchlesen.
deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=98236...lename=982362188.pdf

Was für Immunssuppressiva werden bei Euch denn gegeben. Ist da auch Ciclosporin dabei?

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