Liebe Rosemarie,
vielen lieben Dank für Deine umfangreiche Antwort!!! Ich bewundere Deine Energie, mit der Du Dich hier einbringst, obwohl Du selbst ja schon so viel erdulden musstest und derzeit wohl auch nicht in der allerbesten Verfassung bist! Meine Hochachtung!
Nun, ich bin wohl nicht so tapfer im Moment, obgleich es mir derzeit, abgesehen von den ständigen LWS Schmerzen, bedingt durch meine große Osteolyse und den ebenfalls heftigen Hüftschmerzen wegen fortgeschrittener Arthrose, relativ gut geht.
Ich bin tatsächlich ständig hin und hergerissen, ob ich meinen Ärzten nun vertrauen soll, oder ob ich noch weitere "Reisen zu Spezialisten" unternehmen soll?! Die Aktivitäten fallen mir halt auch recht schwer, da ich seit meiner SZT im Novemer 2016 noch keinen "normalen Tag" hatte. Ich befinde mich gerade in der Erhaltungstherapie mit Velcade, was einmal gut läut und einmal schlechter. Dann mal wieder für 4 Wochen ausgesetzt wird, weil man nicht weiß, ob die Nebenwirkungen davon kommen. Allerdings muss ich sagen, dass ich vor der Entscheidung über die Art und Notwendigkeit der Erhaltungstherapie mit Heidelberg einen e-mail Austausch hatte, ob ich mich für Rev. oder Borte. entscheiden soll und auch Prof.Goldschmidt war für Bortezomib wegen meiner Hochrisikokonstellation. Aber der Austausch war eben nur kurz per e-mail; das geht nicht immer. Hat mir in dem Fall aber Vertrauen in meine Behandler gegeben.
Was auch ein ständiges "hin und her" ist, betrifft meine 3,5cm große Osteolyse in LWS 5. Bin in Großhadern/München beim Tumororthopäden (Spezialist auch für Myelomerkrankte) gewesen, der sagte nur, dass ich ja wohl weiß, dass das nicht das "letzte Loch" war und deswegen müsste ich nicht nach München kommen, das geht in meinem Heimatkrankenhaus auch, dass man es zementiert. Da war ich einigermaßen bedient, bei so viel Interesse eines Spezialisten. Danach wurde seitens meines Orthopäden mit Heidelberg konferiert, die sagten auch, dass man es machen kann mit erhöhtem Risiko...Meine Ärzte hier vor Ort möchten es lieber so lassen, weil es sich nicht verschlimmert hat. Schlussendlich hatte ich von jeder Klinik einen anderen Vorschlag (Kyphoplastie, Radiofrequenz-Kyphoplastie und Vertreboplastie) und habe dann aufgegeben.
Ich weiß nicht, warum ich derzeit so verunsichert bin, aber manchmal ist es wohl so, dass man zuviel liest und überlegt. Wenn ich Euere Themen verfolge schwirrt mir manchmal der Kopf von "1001er" Behandlungsmethode und ich denke immer, dass vielleicht etwas versäumt wird....????!!!!
Nochmals allerherzlichsten Dank an Dich Rosemarie und meine besten Wünsche für den Erfolg Deiner Therapien,
liebe Grüße, Angela die "Zaudernde"!